Momo Aktie aktuell Was der Coronavirus für uns, die Märkte und Momo bedeutet

News: Aktuelle Analyse der Momo Aktie

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Momo
ISIN: US60879B1070
Ticker: MOMO
Währung: USD

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Zur Momo Aktie

Momo ist der Betreiber des gleichnamigen chinesischen Social Networks und Instant-Messagers. Die Plattform des Unternehmens umfasst zahlreiche mobile Anwendungen, die wichtigsten Segmente sind Dating, Streaming sowie Online-Spiele und die damit erzielten Werbeeinnahmen.
Zum Konzern gehört auch Dating-App Tantan.

Und jetzt?

Momo ist für unsere Leser kein Unbekannter. Ich hatte mich in der Vergangenheit mehrfach positiv zum Unternehmen geäußert. Immer wieder ergaben sich aussichtsreiche Konstellationen und mögliche Gewinne von 30-50%.

Zuletzt war ich jedoch eher skeptisch, das hatte vor allem charttechnische Gründe. Nahe 40 USD schien Momo stark korrekturgefährdet. Seitdem ist die Aktie in diesem Bereich mehrfach gescheitert. So auch vor wenigen Tagen.
Der Coronavirus übte Druck auf die Aktienmärkte aus, vor allem die chinesischen. In kürzester Zeit verlor Momo ein Viertel an Wert.

Mehrere Leser hatten um eine Einschätzung der Lage gebeten, dem kommen wir gerne nach.

Coronavirus: Jetzt auch in Deutschland

Es ist ein unschönes Thema, doch wir müssen uns damit beschäftigen und rational bleiben. Die Verbreitung des Coronavirus ist sicherlich keine gute Nachricht, umso weniger für eine Dating-App. Wer sich um eine Ansteckung sorgt, trifft sich nicht mit Fremden.

Dass das den Firmenwert von Momo um mehr als ein Drittel mindert, wage ich aber zu bezweifeln. Der Wert eines Unternehmens hängt von der Zukunft ab, nicht vom heute.

Je nachdem wie sich die Lage in China entwickelt und wie die mediale Berichterstattung ausfällt, belastet das den Kurs definitiv. Das sind aber kurzfristige Themen.
Rafft der Virus aber nicht einen bedeutenden Teil der chinesischen Bevölkerung dahin, ändert es an der unternehmerischen Perspektive von Momo recht wenig.
Danach sieht es derzeit zum Glück nicht aus.

Der Coronavirus ist zwar hochansteckend, verläuft aber in den meisten Fällen eher mild. Bedrohlich wird es wohl vor allem für Alte und Kranke. So zumindest die Verlautbarungen. Andererseits ist es erschreckend, wie Entscheidungsträger derzeit handeln. In China wurde viel zu spät reagiert. Bei uns scheint es nicht besser zu sein.

Chance Risiko Preis

Die Nachricht ist relativ neu, doch es gibt den einen bestätigten Fall des Coronavirus in Starnberg. Das Gesundheitsamt sei derzeit damit beschäftigt, alle Personen ausfindig zu machen, die mit dem Erkrankten in Kontakt waren.
So weit, so gut. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist folgendes: Die Kinderkrippe, in der das Kind des Erkrankten betreut wird, bleibt geöffnet.

Für mich ist das unverständlich. Der Coronavirus hat eine relativ lange Inkubationszeit. Kranke sind über Tage hinweg ansteckend, bevor sie selbst Symptome bemerken. Muss man mehr dazu sagen?

Mein Geschäft ist die Börse und somit Chance, Risiko und Preis. Diese Denkweise lässt sich auf viele Situationen des Lebens anwenden, so auch auf die besagte Kindergrippe. Dort gibt es nur zwei Möglichkeiten: Schließen oder nicht.
Schließt man die Krippe, reduziert sich das Risiko einer Verbreitung. Der Preis dafür ist minimal, es müssen nur einige Eltern zuhause bleiben.
Man hat also einen Nutzen ohne nennenswerten Preis. Aus meiner Sicht gibt es daher kein sinnvolles Argument, diese Sicherheitsmaßnahme nicht zu ergreifen.

Es mag dieses Mal gutgehen, ich hoffe es. Doch ist es eine gute Idee so zu handeln? Ich möchte keine Panik verbreiten, das ist auch gar nicht angebracht. Doch die Entscheidungsträger sollten dringend über dieses alte Sprichwort nachdenken: „Wehret den Anfängen.“
Es hat nicht umsonst die Jahrhunderte überdauert.

Erstickt man Probleme im Keim, ist das häufig mit einem geringen Aufwand verbunden. Ist das Kind erst in den Brunnen gefallen, sieht es ganz anders aus.

Kommen wir zurück zu Momo. Langfristig dürften die Chancen auf diesem Niveau überwiegen. Kurzfristig könnte das Thema aber weiter Druck ausüben.

Technische Einschätzung

Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie auf ein sehr interessantes Niveau zurückgekommen. Momo hat direkt auf den langfristigen Aufwärtstrend zurückgesetzt und dort antizyklische Käufer gefunden.

Ein mögliches Erholungsziel liegt bei 33 USD. Sollte sich die Lage in China zeitnah entspannen, was ich nicht erwarte, wären auch schnelle Kursgewinne in Richtung 37 und 39 USD möglich.

Fällt Momo hingegen unter 28 USD, droht eine Ausdehnung der Korrektur bis 26 und 23 USD.

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Chart vom 28.01.2020 Kurs: 30,01 Kürzel: MOMO - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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