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Unter den Dow Jones-Aktien ziehen seit Wochen vor allem Werte an, die man eigentlich nicht ganz vorne vermuten würde: Titel aus den Bereichen klassischer Branchen. Aber McDonald’s ist bislang nicht mitgelaufen. Könnte es sich lohnen, diese Aktie im Auge zu behalten?
Grundsätzlich ja. Nur hieße das nicht, auch unmittelbar einzusteigen. Das gibt die charttechnische Situation der Aktie nicht her. Und wenn Aktien nicht mit der Herde im Ansatz ähnlich gelagerter Aktien mitziehen, sollte man die Sache immer mit besonderer Vorsicht angehen. Denn wenn durch ein eher bärisches Chartbild sofort sichtbar wird, dass da vielleicht irgendetwas nicht stimmen könnte, schauen viele so lange nicht genauer hin, bis die Aktie wieder mit der Nase in den Wind dreht. Was hier eben bislang nicht der Fall ist, im Gegenteil:
Die Aktie der Fast-Food-Kette ist gerade erst vor wenigen Tagen durch die bisherigen Jahrestiefs vom Mai und Anfang Juni im Bereich von 272 US-Dollar gerutscht. Dass der Kurs zum Wochenschluss ausnahmsweise fester tendierte, ändert am bärischen Bild noch nichts.

Erst einmal müsste die Aktie mit Closings über 272 US-Dollar wieder in die vorher nach unten verlassene Handelsspanne zurückkehren, um wenigstens kurzfristig als neutral einstufbar zu sein. Um ein bullisches Signal zu generieren, müsste der Kurs darüber hinaus die Widerstandslinien bei 289 und 291 US-Dollar unter sich lassen. Die Frage ist, ob das realistisch genug wäre, dass es sich lohnen könnte, die Aktie auf die Watchlist zu setzen.
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Expertenmeinung: Dafür spricht, dass die jüngsten Quartalszahlen von McDonald’s zwar keine Käufe ausgelöst haben und die Aktie seither nur zwei gescheiterte Versuche vorzuweisen hat, sich nach oben abzusetzen, diese Ergebnisse aber dem Ausblick des Unternehmens voll entsprachen. Das Wachstum ist zwar mager, aber noch vorhanden. Eine Aussage, die man genauso für die ebenfalls im Dow Jones gelistete Coca-Cola treffen könnte. Nur rangiert Letztere in der Performanceliste des Dow Jones-Index für das bisherige Jahr im oberen Drittel, McDonald’s aber liegt auf dem fünftletzten Platz.
Zugleich ist Coca-Cola mit einem auf der Konsens-Gewinnschätzung der Analysten für 2026 basierenden Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 26 nicht mehr günstig bewertet, McDonald’s mit einem KGV von 21 aber schon – nicht nur im Vergleich zu Coca-Cola, sondern auch im Vergleich zu den eigenen Bewertungen der vergangenen Jahre. Und auch eine auffällige Skepsis der Analysten wäre hier kein Bremsfaktor, denn die sind, wenngleich im Schnitt nicht überschwänglich, so doch tendenziell positiv für die Burger-Aktie gestimmt:
19 von 35 Einstufungen lauten auf „Kaufen“, der Rest, bis auf einmal „Untergewichten“, plädiert für „Halten“. Zugleich liegt das durchschnittliche Kursziel, das die Analysten für McDonald’s aufrufen, mit 331 US-Dollar nur knapp unter dem bisherigen Jahreshoch … und weit über dem letzten Schlusskurs. Fazit:
Ja, es dürfte sich lohnen, diese Aktie im Auge zu behalten. Dass die Verbraucher immer zurückhaltender werden, ist richtig. Dass der Wandel der Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen dazu führt, dass Fast-Food-Ketten trotz angepasster Angebote einen schwereren Stand haben als noch vor zehn, zwanzig Jahren, ist auch richtig. Aber McDonald’s schafft es eben bislang dennoch, Umsatz und Gewinn weiter zu steigern. Was fehlt, ist, dass genug Anleger darauf aufmerksam werden, um diese Aktie aus dem Abseits zu holen. Das muss nie, kann aber jederzeit passieren, daher: Einen Platz im engeren Kreis der zu beobachtenden Aktien hätte McDonald’s verdient.
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.06.2026 um 9:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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