Die vom Telekom-Konzern gehegte Überlegung, die US-Tochter T-Mobile US voll in den Konzern zu integrieren, mögen viele Anleger absolut nicht. Jetzt kamen Gerüchte auf, die andeuten, dass es vielleicht anders kommt. Aber wirklich geholfen hat das der Aktie nicht.
Der Donnerstag begann stark für die T-Aktie. Während der DAX am Morgen nicht in die Gänge kam, lag die Aktie der Deutschen Telekom bis zu 2,28 Prozent vorne. Doch am Ende blieb nur knapp die Hälfte des Gewinns übrig. Und damit blieb auch offen, ob die Aktie aus bullischer Sicht die Kurve kriegt oder nach unten abdreht. Was war passiert?
Die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ meldete, man habe von gut informierten Personen erfahren, dass Paul Singers aktivistischer Investmentfonds Elliott Management eine nennenswerte Beteiligung bei der Deutschen Telekom aufgebaut habe und fordere, dass man die Fusion mit T-Mobile US abbläst und stattdessen lieber mehr Aktien zurückkauft. Doch weder die Telekom noch Elliott gaben dazu bislang eine Stellungnahme ab. Hinzu kommt, dass eine Beteiligung von über drei Prozent hierzulande anzeigepflichtig wäre – und da dies bislang nicht erfolgt ist, dürfte sich so mancher Anleger gefragt haben, was Elliott Management wohl mit einer darunter liegenden Beteiligung würde ausrichten können.
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Expertenmeinung: Richtig mag sein, dass eine Fusion der Telekom mit ihrer US-Tochter nicht nur langwierig und teuer, sondern auch vom letztendlichen Nutzen her fraglich ist. Da die T-Mobile-Aktie derzeit einen deutlich höheren Börsenwert hat als die Deutsche Telekom, argumentieren Investoren, dass zudem keine größeren Werte geschaffen, sondern eher verloren gehen könnten. Von dieser Idee Abstand zu nehmen, könnte die T-Aktie daher durchaus voranbringen, immerhin war sie, als das Thema im Frühjahr in die Öffentlichkeit gelangte, kräftig unter die Räder gekommen.
Doch dass diese „Bloomberg“-Meldung nicht mehr bei der Aktie bewirkte, wundert nicht: Es gab bislang keine Bestätigung, zudem fehlen Hinweise darauf, dass Elliott in einer Größenordnung Anteile erworben hätte, die in Bezug auf die Forderungen, die da im Raum stehen, Aussicht auf Erfolg böte. Und am Ende bleibt auch die Frage, ob die Idee, T-Mobile voll zu integrieren, wirklich so falsch ist, wie manche das derzeit sehen. Und damit verpuffte dieser kurzzeitige Anstieg und hinterlässt die Aktie weiter in einer Konstellation, in der das bullische Lager sich ranhalten müsste, um wieder auf sicherem Boden zu stehen.
Sie sehen im Chart, dass die Aktie dadurch weiterhin mit der bereits seit vier Wochen umkämpften 200-Tage-Linie ringt. Für ein bullisches Signal müsste es gelingen, diese Linie klar zu überwinden und über die Widerstandszone 29,56/29,87 Euro hinauszukommen. Käme es dazu, wäre der Weg aus rein charttechnischer Sicht erst einmal frei.

Aber die bereits ungewöhnlich lange Zeit, in der der Kurs seitwärts läuft, und der Umstand, dass die T-Aktie dadurch mittlerweile aus dem Ende Juni etablierten Aufwärtstrend seitlich herausgelaufen ist, ohne dass die Käuferseite eingegriffen hätte, deuten an, dass der Weg nach unten aktuell eine ausreichend hohe Wahrscheinlichkeit erlangt hat, um auf der Hut zu sein. Bereits ein Schlusskurs unter 27,77 Euro und damit unter der ganz kurzfristigen Handelsspanne der vergangenen Tage könnte ausreichen, um weitere Abgaben auszulösen.
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 03.09.2026 um 22:21 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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