Diese 5 Trading Regeln sollten Sie unbedingt beherrschen

Kaum etwas ist so spannend und zugleich so einträglich wie erfolgreiches Trading. Aber nur sehr wenige Anleger schaffen es, wirklich gute und vor allem nachhaltig erfolgreiche Trader zu werden. Warum ist das so?

In diesem Artikel haben wir die goldenen Trading-Regeln der Profi-Trader für Sie zusammengefasst.

Videozusammenfassung: Warum sind Profi-Trader erfolgreich?

Warum schaffen nur wenige Anleger nachhaltig erfolgreiche Trader zu werden?

Weil wir keine Maschinen sind. Menschen haben Emotionen. Und wenn es um viel geht, pflegen eben diese Emotionen das Ruder an sich zu reißen. Die Vernunft bleibt auf der Strecke. Man wir zu nervös. Man wird zu gierig. Man verfällt in Aktionismus. Man riskiert zu viel. Und man wird damit zum Verlierer.

Trading ist ein Kinderspiel? Das stimmt in gewisser Weise. Denn wenn man imstande wäre, Trading wirklich mit Kinderaugen zu betrachten, es anzugehen, als gälte es einfach, ein Puzzle zusammenzufügen, ohne Angst oder Gier, dafür aber mit einer schönen Belohnung vor Augen … völlig konzentriert auf die Sache und ohne Blick für alles darum herum, man wäre ein grandioser Trader.

Trading ist eine Kunst mit klaren Regeln

Trading ist eine Kunst, die kaum jemand beherrscht? Das stimmt eben auch. Denn kaum ein Erwachsener ist imstande, sich rein auf das Geschicklichkeitsspiel, das dem Trading innewohnt, zu konzentrieren. Geld korrumpiert die Vernunft. Dabei kann es tatsächlich einfach sein, nachhaltig erfolgreich zu traden, wenn man die folgenden fünf Master-Regeln konsequent anzuwenden vermag. Was leicht klingt. Aber jeder Trader weiß:

Es ist gar nicht so leicht, sich an seine eigenen Regeln zu halten. Daran muss man arbeiten, wobei das Zauberwort, natürlich, lautet: Selbstdisziplin.

Master-Regel I: Niemals gegen den Trend!

Trader neigen dazu, auch kleinere Bewegungen mitnehmen zu wollen. Meistens endet das damit, dass man das verliert, was man vorher mit einem größeren Impuls verdient hat, weil man sich ein ums andere Mal verleiten lässt, kleine Gegenbewegungen mitnehmen zu wollen. Die aber sind um ein Vielfaches unsicherer als die größeren Bewegungen in Trendrichtung. Denn ihr Beginn und Ende orientiert sich selten an Chartmarken, so dass man keine sauberen Einstiegspunkte hat und seine Stoppkurse ins Blaue hinein setzen muss. Der Chart zeigt eine beispielhafte Situation:

Wir sehen hier den DAX auf 15-Minuten-Basis in einer interessanten Konstellation zwischen dem 21. und dem 24. März 2017. Es kam zu einem kräftigen Abwärtsimpuls, der Short-Positionen für diejenigen favorisierte, die auf dieser kurzfristigen Zeitebene agierten. Dass es am zweiten dieser hier abgebildeten vier Tage zu einer Kurslücke nach unten kam, deutete darauf hin, dass man auf der Short-Seite perfekt aufgehoben wäre. Aber dann änderte sich die Situation:

Die im Chart rot markierte Kurslücke wurde geschlossen, aber der DAX setzte daraufhin seinen Trend nach unten nicht fort. Spätestens in diesem Moment musste man umdenken, denn mit dem Schließen der Kurslücke wurde auch klar, dass sich hier ein Aufwärtstrend etabliert hatte. Ergo: Die besseren Chancen hatte man jetzt auf der Long-Seite, denn:

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DAX – Chart vom 20.03.2017 bis 24.03.2017

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Die Stoppkurse legt man entweder unter eine Trendlinie, die den Vorteil hat, „mitzulaufen“, d.h. der Stopp wird automatisch in Trading-Richtung mitgeführt. Oder man legt sie unter die letzten Tiefs, die in einem Aufwärtstrend ja sukzessive höher liegen. Hätte man in diesen Tagen nach dem kurzfristigen Tief versucht, immer wieder stur auf der Short-Seite zu agieren, ob aus der Erwartung heraus, dass der Abwärtsimpuls fortgesetzt wird oder nur, um kurze Gegenreaktionen mitzunehmen, hätte man, man sieht es im Chart, schon das Glück haben müssen, den Beginn und das Ende der sehr kurzen Abwärtskorrekturen vorherzusehen. Was, nüchtern betrachtet, viel zu selten gelingen kann, um Gewinne zu erzielen. Hier gab es nur dann etwas zu verdienen, wenn man seine Positionen mit dem Trend laufen ließ. Was eine gute Überleitung zur zweiten Regel ist:

Neben dem trendfolgenden Ansatz gibt es natürlich noch weitere Strategien, über welche Sie sich z.B. in unserem Artikel über Daytrading informieren können.

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Master-Regel II: Ein „Tickerwurm“ verliert!

„Tickerwürmer“ sind Trader, die es nicht ertragen können, keine aktive Position zu haben. Für sie ist es weitaus schlimmer, einen möglichen Gewinn nicht gemacht zu haben als einen Verlust zu erleiden. Was dazu führt, dass sie in völlig unsicheren Konstellationen, wie man sie vor Notenbankentscheidungen, wichtigen politischen Entscheidungen oder Konjunkturdaten wie den US-Arbeitsmarktdaten vorfindet, unbedingt eine Position eingehen müssen, um „dabei zu sein“. Sie sind Sklaven der Kursbewegungen, haben nicht die Kraft, sich mittels der Vernunft riskanten Situationen zu entziehen. Nun könnte man meinen, da man vor einer völlig offenen Entscheidung eigentlich eine 50:50-Cahnce hätte und daher auf längere Sicht dabei nichts anbrennen kann. Aber das ist falsch, denn:

In vorab nicht einschätzbaren Situationen versammeln sich gemeinhin viele „Tickerwürmer“ und agieren dann extrem hektisch und unkoordiniert. Zu solchen Situationen, wie in unserem Beispielchart, der Brent Crude Oil an einem Tag mit der Veröffentlichung wichtiger Lagerbestandsdaten zeigt, kann es oft kommen:

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Brent Crude Oil – Chart vom 22.03.2016

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Die Kurse schlagen wild in beide Richtungen aus, ohne dass man imstande wäre, einen Stoppkurs sinnvoll zu platzieren. Was bedeutet: Wer zu planlos agiert, nur, um dabei zu sein, kann im Minus ausgestoppt werden, um die Kurse kurz darauf dann doch in die vorher „gewettete“ Richtung laufen zu sehen: Höchststrafe! Besser: Nur dann handeln, wenn sich nach solchen unberechenbaren Situationen eine klare Tendenz etabliert hat.

Master-Regel III: Eisernes Money-Management!

Wer im Bereich der Derivate agiert, kommt um ein konsequentes Money-Management nicht herum. Denn nichts ist fataler, als wenn einem das Kapital ausgeht, um Positionen ausbauen oder halten zu können. Wobei zum Money-Management auch gehört, niemals Positionen zu halten, die zu groß sind und damit entweder das weitere Traden gefährden oder die Nerven so sehr belasten, dass man vor Nervosität beginnt, Fehler zu machen. Als Faustregeln gelten:

  1. Niemals mit Geld traden, das Sie eigentlich für andere Zwecke benötigen würden. Auch nicht, wenn dieser Zeitpunkt noch weit entfernt scheint.
  2. Positionen verkleinern, wenn Sie bemerken, dass sie die laufenden Trades so nervös machen, dass sie ihr Denken dominieren.
  3. Niemals unter Zeitdruck agieren. Traden Sie nur, wenn sichergestellt ist, dass Sie die Kurse ausreichend engmaschig beobachten können, um Zukäufe, Teilverkäufe und das Anpassen der Stoppkurse vornehmen zu können.
  4. Und, was aber klar sein sollte: Niemals eine Position eingehen, die nicht mit einem Stoppkurs abgesichert ist. Was bedeutet, dass man sich a) vorab im Klaren ist, wo der entscheidende Punkt „X“ ist, an dem man einen Trade als Verlusttrade verbuchen und aussteigen muss. Und dass man b) vorher festlegt, wie viel man im „worst case“ bei einem solchen Trade an Verlust hinnehmen will … was wiederum die Positionsgröße festlegt, so dass man gar nicht mit zu großem Einsatz agieren kann, wenn man diese Vorgaben beherzigt.

Master-Regel IV: Gewinner haben keine Meinung!

Es klingt im ersten Moment unsinnig, aber: Sie sollten sich nach Kräften bemühen, sogenannte „Marktmeinungen“ von sich fernzuhalten. Ein Trader reagiert auf das, was passiert und nicht auf das, was eigentlich passieren sollte!

Oft laufen Kursbewegungen im Anschluss an ein eigentlich klar bullisches oder bärisches Ereignis in die „falsche“ Richtung. Dafür kann es zahlreiche Gründe geben, „selling on good news“, eine auf den Kopf gestellte Interpretation der Fakten, große Adressen, die mit aller Macht verhindern, dass ein laufender Trend durch ein überraschendes Ereignis gebrochen wird. Aber all das ist einem guten Trader egal – er reagiert, indem er mit dem für seine Zeitebene geltenden Trend agiert, ob der nun logisch und/oder vernünftig ist oder nicht. Aber:

Wenn man sich eine Meinung „leistet“, wohin ein Kurs laufen müsste, ist man meist nicht imstande, sich dem vermeintlich „falschen“ Impuls anzuschließen. Im Gegenteil, man ist dann geneigt, „dagegen zu halten“. Bestes Beispiel ist die Reaktion auf den völlig unerwarteten Wahlsieg von Donald Trump. Da vorher als sicher galt, dass die Aktienmärkte in diesem Fall massiv einbrechen würden, weil Trumps Pläne nur kurzfristig funktionieren könnten und mittelfristig fatale Folgen haben würden, wurden nahezu alle Akteure von der massiven Rallye überrumpelt.

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Dow Jones Industrial Average – Chart vom 07.10.2016 bis 15.11.2016

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Wer fest davon überzeugt war, dass die Kurse doch eigentlich fallen müssen, lief Gefahr, in diese Rallye hinein immer wieder Short zu gehen und sich aufzureiben. Wer völlig nüchtern und neutral an das Kursgeschehen heranging, folgte dem Trend und machte seine Gewinne … denn Gewinner im Trading haben an der Börse keine Meinung.

Master-Regel V: Beachten Sie das K.I.S.S.-Prinzip

K.I.S.S. heißt „keep it simple, stupid!“ Und genau das gilt es beim Trading zu beachten. Setzen Sie sich eiserne Regeln, die sie ohne Wenn und Aber befolgen. Das ist zwingend. Ein System, nach dem bestimmte Konstellationen einen Trade auslösen, ist durchaus vernünftig. Aber:

Wenn Sie aus diesen Regeln ein ganzes Buch machen könnten, läuft etwas verkehrt. Bedenken Sie immer eines: Es ist unmöglich, jede Eventualität vorab zu berücksichtigen. Und je kleiner die Details, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie sich permanent wiederholen und somit ein Muster darstellen könnten. Je „gröber“ das System ist, nach dem Sie sich richten, desto dauerhafter ist dessen Erfolg. Die guten Systeme sind immer einfach!

Entscheidend ist, dass man sich als Trader darüber im Klaren ist, dass niemals alles klappen kann. Aber selbst wenn nur 55 oder 60 Prozent der Trades im Gewinn enden, können die Gewinne unter dem Strich gewaltig sein, wenn Sie sich an diese wenigen Regeln zu halten vermögen. Was, man kann es nicht oft genug wiederholen, schwieriger ist, als es klingt. Aber wenn Sie als Trader wissen, dass Sie, wenn Sie imstande sind, diese Regeln nahezu immer diszipliniert umzusetzen, etwas erreicht haben, das nur ganz wenigen gelingt, sollte alleine das – vom Gewinn mal abgesehen – es wert sein, eisern dranzubleiben!

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Offenlegung gemäß § 34b WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den im Artikel erwähnten bzw. als Beispiele gezeigten Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

Ronald Gehrt

Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse.

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