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Was sind Bollinger Bänder?
Die Bollinger Bänder basieren auf dem gleitenden Durchschnitt der letzten 20 Tage. Dies ist die mittlere schwarze Linie, die Sie im folgenden Chart sehen können. Mittels der Standardabweichung werden dann das obere Bollinger Band und das untere Bollinger Band berechnet. Glücklicherweise müssen Sie diese Berechnung nicht selber machen, denn die TWS erledigt das für Sie.

Die Bollinger Bänder kreieren im Grunde einen dynamischen Trend, da sich der Gleitende Durchschnitt kontinuierlich bewegt und sich an den Bewegungen des zugrundeliegenden Basiswertes orientiert. In volatilen Zeiten ist der Abstand der Bollinger Bänder deshalb relativ breit und in ruhigen Marktphasen sehr viel kleiner.
Wie werden die Bollinger Bänder verwendet?
Der Indikator ist ein gutes Hilfsmittel, um den Aufbau einer Position zeitlich zu bestimmen. Er kann aber auch zur Zeitpunktbestimmung des Schließens einer Position verwendet werden. Ein ungeschriebenes Börsengesetz besagt zudem, dass der Markt zeitlich gesehen zu 70 Prozent keinen eindeutigen Trend besitzt und sich deshalb innerhalb der Bollinger Bänder bewegt.
Eine Möglichkeit, die Bollinger Bänder zu verwenden, ist das Kaufen oder Verkaufen einer Position, nachdem die Kurse im Chart aus dem Bereich der Bänder ausgebrochen sind. Fällt der Kurs unter das untere Bollinger Band, dann ist dies ein Verkaufssignal. Steigt der Kurs über das obere Bollinger Band, ist dies ein Kaufsignal. Allerdings müssen Bollinger Bänder nicht unbedingt auf diese Art und Weise benutzt werden.
Wie bereits erwähnt, folgt der Markt zu 70 Prozent der Zeit keinem eindeutigen Trend. Anstatt daher auf einen Ausbruch der Kurse aus den Bollinger Bändern zu warten, könnten Sie sich auch dazu entscheiden, eine konträre Position einzunehmen, wenn eines der Bänder berührt wird.

Im obenstehenden Chart finden Sie den Kursverlauf des Euro Stoxx 50 Futures. Wie Sie sehen, kommt es häufig vor, dass der Kurs des Futures an den Bollinger Bändern abprallt. Als Anleger könnte man davon profitieren, indem man in diesen Situationen eine Position aufbaut. Man geht dabei davon aus, dass „Abpraller“ an den Bollinger Bändern häufiger stattfinden als Ausbrüche.
Wie immer ist das Chance-Risiko-Verhältnis ausschlaggebend. Sie handeln mit dieser Strategie konträr zur Kursbewegung und versuchen, mögliche Wendepunkte im Chart zu lokalisieren. Wenn das Band durchbrochen wird, so hat sich der Anleger in diesem Fall geirrt und muss einen Verlust in Kauf nehmen. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie Ihren Stop-Loss nicht allzu weit von Ihrem Einstiegsniveau platzieren. Etwas Puffer muss beim Stop allerdings schon eingeplant werden, denn ansonsten werden Sie zu oft ausgestoppt.

Ihre Gewinne hingegen sollten Sie so lange wie möglich laufen lassen. Beispielsweise könnten Sie diese an der gleitenden 20-Tage Durchschnittslinie realisieren. Stellen Sie für ein vorteilhaftes Chance-Risiko-Verhältnis außerdem sicher, dass der Abstand des Gewinn-Limits vom Einstiegspreis größer ist als der Abstand des Stop-Loss.
Wann sollte man Positionen aufbauen und wann nicht?
Im obenstehenden Chart des Euro Stoxx 50 Future ist ein Beispiel zu sehen, bei dem keine Position aufgebaut werden sollte. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Bollinger Bänder eine recht steile Bewegung vorweisen. Für das untere Bollinger Band gilt diese Regel, wenn das Band steil nach unten fällt; für das obere Band, wenn dieses steil nach oben verläuft. In diesen Situationen lassen sich die potenziellen Tief- und Hochpunkte nur schwer einschätzen, da die Bänder einen zu steilen Verlauf haben.
Im Allgemeinen funktioniert die Strategie am besten, wenn das untere Band berührt wird, während dieses Band ansteigt, bzw. das obere Band berührt wird, während dieses idealerweise abwärts verläuft.
Wie können Sie Bollinger Bänder in der TWS Handelsplattform hinzufügen?
Über die TWS Handelsplattform haben Sie nicht nur Zugriff auf die Bollinger Bänder, sondern auf über 80 weitere technische Indikatoren. Die Bollinger Bänder können Sie auf folgende Art und Weise zu Ihrem Chartbild hinzufügen:

Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den Chart, in den Sie einen Indikator, wie beispielsweise den Bollinger Bändern, hinzufügen möchten. Danach erscheint das oben dargestellte Fenster und Sie wählen mit der Maus „Studie hinzufügen“. Anschließend erhalten Sie einen Überblick über alle Indikator-Kategorien. Klicken Sie jetzt auf „Gleitende Durchschnitte“ und wählen Sie „Bollinger-Bänder“ aus. Danach sehen Sie die Bollinger Bänder in Ihrem Chart dargestellt.
