Seit mehreren Wochen gibt es in Bezug auf SMA Solar nichts Neues. Trotzdem zog die Aktie an den ersten beiden Handelstagen dieser Woche um insgesamt gut zwölf Prozent an. Weiß da jemand etwas, was die Allgemeinheit nicht weiß … oder steckt etwas anderes dahinter?
Vermutlich Letzteres. Natürlich gibt es immer mal wieder Situationen, in denen sich die Kurse auf Basis von noch nicht allgemein bekannten Informationen bewegen, aber das ist eher selten. Doch wenn seit den im August vorgelegten Halbjahreszahlen, die aufgrund der im Juli bereits präsentierten Vorab-Ergebnisse auch schon keine „Breaking News“ mehr waren, nichts Neues vorliegt und auch die Analysten nicht mit neuen Kurszielen aufgewartet haben, was sonst könnte eine Aktie derart deutlich in Bewegung bringen?
Gut möglich wäre, dass diese Käufe vom Ursprung her nur in zweiter Linie mit SMA Solar selbst zu tun haben, sondern primär damit, was andere Aktien, die ebenso wie SMA in den letzten Quartalen zu den Lieblingen der Spekulanten wurden, nicht tun: einen für Trader tauglichen Trend ausbilden. Denn zuletzt haben wir ja erlebt, dass die zuvor noch rasant gestiegenen Aktien aus dem Software-Sektor stark zu schwanken begannen und damit ein eher diffuses Kursbild zeigen, wie man es bei den Aktien aus dem erweiterten Umkreis des Halbleiter-Sektors schon seit mehreren Wochen sieht.
Das ist für Trader außerordentlich unerfreulich, denn ein heftiges, letzten Endes aber fruchtloses Auf und Ab über Wochen strapaziert die Nerven eines jeden kurzfristigen Traders. Und eben dieser Aspekt könnte einen nennenswerten Anteil daran haben, dass SMA Solar auf einmal gesucht ist.
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Expertenmeinung: Denn zwischen Herbst 2025 und dem diesjährigen Frühjahr waren auch Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien stark unterwegs. Aktien wie z. B. Nordex und SMA Solar standen ebenso im Fokus der Trader wie die Halbleiter-Aktien, während die Software-Titel in dieser Zeit meist „Bärenfutter“ waren, aber eben auch dadurch stark beachtet wurden. Zugleich rückten die „Erneuerbaren“ in den Hintergrund. Die Musik spielte in den anderen Bereichen … die jetzt aber dieses für viele nervenaufreibende und uneinbringliche Hin und Her zeigen. Gut möglich also, dass sich die ersten Anleger an diese alten Mitfavoriten erinnern, zumal:
Dadurch, dass SMA Solar die vergangenen dreieinhalb Monate unter dem Strich seitwärts lief, wäre ein Ausbruch nach oben in den kommenden Wochen oder Monaten weniger ambitioniert als in der ersten Jahreshälfte. Die Halbjahreszahlen brachten u. a. eine Anhebung der Prognose des operativen Gewinns, zugleich lag der Auftragsbestand 50 Prozent höher als am Ende des ersten Halbjahres 2025. Das lässt vermuten, dass die durchschnittliche Prognose der Analysten für den Gewinn des kommenden Jahres, die einen Anstieg des Gewinns pro Aktie um 23 Prozent vorsieht, durchaus realistisch und vielleicht sogar etwas zu konservativ ist. Zugleich weist die SMA Solar-Aktie auf Basis des für dieses Jahr geschätzten Gewinns nur ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19 auf: Das ist, auch wenn es hier um den volatilen Solar-Sektor geht, relativ niedrig.
Sollte der Gedanke richtig sein, dass sich SMA Solar gerade aufgrund des für das Trading problematischen Kursverhaltens bei Halbleiter- und Software-Aktien zum „lachenden Dritten“ entwickelt, wäre die Chance, dass der Kurs nach oben ausbricht, daher nicht gerade schlecht. Aber noch ist das eben nur eine Chance.

Bislang ist die Aktie noch nicht aus ihrer Dreiecksformation nach oben ausgebrochen, wenngleich sie die obere Linie des Dreiecks jetzt immerhin bereits erreicht hat. Knapp darüber würden dann aber schon das Juli-Hoch bei 66,86 Euro und das Jahresverlaufshoch vom Mai bei 70,70 Euro warten. Erst wenn auch diese Widerstände herausgenommen wurden, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht erst einmal frei … das abzuwarten, sollte man sich auf jeden Fall überlegen.
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.09.2026 um 22:15 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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