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SMA Solar Aktie Prognose SMA Solar: Vorsicht, heiß

News: Aktuelle Analyse der SMA Solar Aktie

In diesem Artikel
SMA Solar
ISIN: DE000A0DJ6J9
|
Ticker: S92 --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur SMA Solar Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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Mit einem Plus von 13,59 Prozent wurde SMA Solar am Dienstag mit Abstand Tagessieger im TecDAX. Wer dachte, das Unternehmen habe Vorab-Zahlen geliefert, die diesen Kurssprung befeuert hätten, lag aber falsch. Hier dominieren derzeit keine Fakten, sondern Spekulationen.

Als Ende Juni gemeldet wurde, dass US-Behörden dabei seien, ein Importverbot für Solar-Wechselrichter aus China zu verhängen, schoss auch der deutsche Hersteller SMA Solar mit nach oben. Zumal man hofft, dass auch die EU Maßnahmen gegen die billige Konkurrenz aus Fernost verhängen wird. Aber wann diese „Abwehrmaßnahmen“ wirklich kommen, wie weit sie reichen und was das am Ende für die Bilanzen der Hersteller bedeuten wird, ist völlig offen.

Um da zumindest etwas Struktur in diese Erwartungen zu bekommen, wären aktuelle Bilanzdaten, ein ggf. aktualisierter Ausblick und die grundsätzlichen Einschätzungen des Unternehmens selbst hilfreich. Aber sofern der Solarwechselrichter-Hersteller keine Vorab-Zahlen liefern sollte, muss man darauf noch vier Wochen warten. So betrachtet ist die derzeit so klar aufwärts gerichtete Tendenz der Aktie hoch spekulativ. Daran ändert sich auch nichts, wenn man die vermutliche Basis des immensen Kursanstiegs des Dienstags identifiziert:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SMA Solar Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung. Die US-Investmentbank Jefferies hob ihr Kursziel für die SMA Solar-Aktie am Dienstag von 74 auf 80 Euro an, Einstufung, natürlich, „Kaufen“. Bemerkenswert dabei ist, dass Jefferies sein Kursziel gerade erst kürzlich von 71 auf 74 Euro und zuvor direkt nach der Quartalsbilanz des Unternehmens, die Mitte Mai kam, von 58 auf 71 Euro angehoben hatte. Seither kamen aber von SMA Solar keine neuen Zahlen.

Hinzu kommt, dass diese bullische Meinung im Kreis der derzeit nur fünf die Aktie einstufenden Analysten alleine steht. Die anderen Experten werten SMA Solar mit „Halten“ und haben allesamt niedrigere Kursziele, so dass die Aktie mit dem jüngsten Kursanstieg bereits weit über dem durchschnittlichen Kursziel von momentan 52,40 Euro notiert.

Diese Aufwärtsbewegung basiert also auf einer einzelnen, positiven Analystenmeinung, nicht auf einem bullischen Konsens der Experten. Und auch nicht auf neuen, handfesten Bilanzdaten oder einem angehobenen Ausblick. Das allein führt schon zu der Einschätzung: „Vorsicht, heiß“.

Darüber hinaus ist diese extreme Reaktion auf die derzeit einzige bullische Analystenstimme ein Warnsignal dafür, dass hier von risikofreudigen Akteuren sehr hoch gepokert wird. Und ein derart extremes Verhalten mahnt immer zur Vorsicht.

SMA Solar Aktie: Chart vom 14.07.2026, Kurs 65,20 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 14.07.2026, Kurs 65,20 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Grundsätzlich hätte der Kurs, rein vom charttechnischen Bild her, durch die jeweils über dem vorherigen liegenden Zwischentiefs der letzten Wochen zwar eine gute Basis, um das bisherige Jahreshoch bei 70,70 Euro anzusteuern und ggf. auch zu überbieten. Aber solange dies das einzige Argument wäre, um sich mit dieser Aktie auf der Long-Seite zu befassen, sollte man sich das besser zweimal überlegen, denn wie heißt es doch? Was hoch steigt, kann ganz leicht auch mal tief fallen.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/S92.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.07.2026 um 21:43 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der SMA Solar Aktie

01.07.2026
08:20 Uhr

SMA Solar: Hier ist Disziplin gefragt — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 30.06.2026 um 23:00 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Aktie des Solar-Wechselrichter-Herstellers SMA Solar hat in nur drei Handelstagen in der Spitze knapp 28 Prozent zugelegt. Das ist eine Größenordnung, die einen genaueren Blick darauf rechtfertigt, was die Rallye befeuert und wie man mit dieser Volatilität umgehen könnte.

Wenn man sich die Kurshistorie dieser 2008 an die Börse gegangenen Aktie ansieht, sieht man immense, rasante Kursimpulse in beide Richtungen. SMA Solar ist eine typische „Fahrstuhl-Aktie“: Schnell rauf, aber auch schnell runter. Bedingt durch ein sehr konjunktursensibles Geschäft, in dem Umsatz und Margen großen Schwankungen unterliegen.

Zuletzt, seit Anfang März, fuhr der Fahrstuhl für SMA Solar steil nach oben, bis Mitte Mai eine Korrektur einsetzte. Eine, die immer mehr an Fahrt gewann. Und die Gegenreaktion, die Mitte Juni einsetzte, wurde genau an der 20-Tage-Linie abgewiesen. Ein Signal, dass das bärische Lager hier dominiert. Der Kurs rutschte auf das bisherige Korrekturtief zu …

… bis es auf einmal am vergangenen Freitag wieder aufwärts ging und die Aktie seither über ein Viertel des Wertes vom vergangenen Donnerstags-Schlusskurs zugelegt hat. Dadurch ist das Zwischenhoch des Erholungsversuchs überboten, die 20-Tage-Linie ebenfalls. Zugleich liegt damit das jüngste Zwischentief über dem vom 11. Juni, auch das ist ein positives Signal.

SMA Solar Aktie: Chart vom 30.06.2026, Kurs 62,95 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 30.06.2026, Kurs 62,95 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Muss man sich da überhaupt noch Gedanken darüber machen, warum die Aktie auf einmal so davonzieht? Reicht es nicht, diese Signale einfach umzusetzen, was hieße, einem kurzfristigen, bullischen Signal zu folgen, das die Chance hätte, die Aktie an und im Idealfall über das bisherige Jahreshoch zu tragen?

Expertenmeinung: Ja. Schaden kann es nie, herauszufinden, warum hier auf einmal so massiv zugelangt wird, denn nur so ließe sich einordnen, ob man da mitziehen will und wenn ja, ob man dann eher wenig oder viel Kapital einsetzen und sich eher weit oder eng mit einem Stoppkurs absichern will.

Als ich Mitte Mai an dieser Stelle die Ergebnisse des ersten Quartals kommentierte, notierte SMA Solar fast genau auf dem aktuellen Kursniveau. Ich möchte meine Einschätzung zu den da vorgelegten Ergebnissen hier noch einmal zitieren:

„Konnten die Quartalszahlen das unterfüttern? Eher nicht. Der Umsatz legte im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 4,0 Prozent zu, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 6,1 Prozent. Der Auftragsbestand lag per 31. März 9,3 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums. Man ist also auf dem richtigen Weg. Aber man scheint da nicht zu rennen, sondern zu gehen.“

Auf Basis solcher Zahlen ist eine derartige Hausse nicht zu erklären. Es ist vielmehr Hoffnung, die die Trader hier antreibt. Die Hoffnung, dass es gelingt, die übermächtige Konkurrenz durch billige Importe chinesischer Solar-Wechselrichter einzudämmen. Das versucht man in Europa, aber auch in den USA, wo jetzt gemeldet wird, dass die Behörden ein Verbot für den Import vor allem aus China stammender Wechselrichter vorbereiten. Diese Importschwemme hatte SMA Solar massiv zugesetzt, vor allem deswegen waren die vorherigen zwei Jahre Verlustjahre gewesen. Die Trader setzen darauf, dass das jetzt nachhaltig endet und die für 2026 erwartete Rückkehr zu Nettogewinnen nicht nur vorhält, sondern das Unternehmen wieder in eine Phase stetig steigender Gewinne einmündet. Der Haken dabei:

Es geht hier um Hoffnungen und Erwartungen. Was am Ende wirklich dabei herauskommt und ob andere Faktoren auftauchen, die sich fördernd oder hemmend auf Umsatz und Gewinn auswirken werden, weiß man nicht. Dies in Kombination mit der immensen Volatilität der Aktie macht klar, dass man hier nur dann ein taugliches Chance-/Risiko-Verhältnis erreichen kann, wenn man sich nicht von Hoffnungen und Emotionen leiten lässt, sondern absolut diszipliniert entlang den Vorgaben agiert, die das Chartbild liefert, was aktuell hieße:

SMA Solar hat jetzt ein bullisches Signal abgeliefert, dem aber der Rückenwind entsprechend bullischer Fakten fehlt, es ist alleine die Erwartung, dass die erhofften Maßnahmen gegen billige Importe greifen und SMA Solar wieder zu einer starken Wachstumsphase verhelfen, die den Kurs treibt. Hoffnungen sind wankelmütig, konsequente Stoppkurse sind es nicht, daher:

Als aggressiver Trader könnte man sich hier knapp unter der gestern überbotenen, jetzt als Support dienenden Widerstandslinie bei 59,66 Euro absichern. Für mittelfristige Engagements würde sich als Orientierung die Kreuzunterstützung im Bereich 51,00/51,64 Euro anbieten.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/S92.DE/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

10.06.2026
08:14 Uhr

SMA Solar: Wo bleiben denn die Bullen? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.06.2026 um 22:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

SMA Solar gehörte zu den Aktien, die bis vor Kurzem zu den Spitzen-Performern im TecDAX gehörten. Doch während man bei den scharf korrigierten Halbleiter-Aktien gerade versucht, die Hausse wieder in Gang zu setzen, fällt diese Aktie bislang weiter. Was ist da los?

Dass die Aktie des Solar-Wechselrichter-Herstellers derzeit deutlich unter Druck steht, liegt nicht zuletzt daran, dass diese beeindruckende Hausse, in der sich der Kurs binnen weniger als zwei Monaten in der Spitze verdoppelt hatte, auf einer anderen Grundlage ablief als die der Chip-Aktien und deren Zulieferer. Hier ging es darum, dass man seitens der Spekulanten unterstellte, dass die Nachfrage nach Solarstrom durch den immensen Anstieg des Ölpreises als Reaktion auf den Iran-Krieg deutlich steigen werde – und dies Umsatz und Gewinn des Solarindustrie-Zulieferers SMA Solar befeuern werde.

Dass die Erwartung stark anziehenden Wachstums Spekulation und nicht das Verfolgen eines bereits bestehenden Trends ist, zeigten zuletzt die am 13. Mai vorgelegten Ergebnisse des ersten Quartals: Der Umsatz legte nur um vier Prozent, der operative Gewinn, als EBITDA gerechnet, um überschaubare sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu.

Zwar gehen die Analysten im Schnitt davon aus, dass SMA Solar trotzdem im Gesamtjahr in Sachen Gewinn gut Boden gutmachen und knapp zwei Euro pro Aktie erzielen wird. Aber selbst jetzt, auf gegenüber dem Jahres-Verlaufshoch bei 70,70 Euro bereits deutlich gedrückten Niveau, käme man damit auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von derzeit knapp 27. Nicht zu teuer, wenn die Karte, die die Käuferseite gespielt hat, sticht. Aber zu teuer, wenn nicht.

Expertenmeinung: Dabei ist auffällig, dass die Analysten, die diese Aktie regelmäßig einstufen, während dieses Sturmlaufs des Kurses weiter eher zurückhaltend blieben. Nur einer der fünf Analysten, die SMA Solar momentan bewerten, stuft die Aktie als kaufenswert ein, der Rest plädiert für „Halten“. Und jetzt sinkt eben das Argument für ein stärkeres Wachstum:

Der Ölpreis steht, obgleich in Sachen Iran weiterhin nichts gelöst ist, unter Druck – das macht das bullische Lager verständlicherweise nervös. Aber die Frage ist, wie weit dieser aktuelle, am Dienstag angesichts schwacher Rohöl-Notierungen besonders intensive Abgabedruck die Aktie noch nach unten führen könnte?

Wenn erst einmal die Nerven blank liegen, weil man eine als ziemlich sicher funktionierend angesehene Spekulation schiefgehen sieht, ist in Bezug auf das kommende Verhalten der Trader nichts unmöglich. So gesehen lässt sich das nicht klar vorhersehen. Aber sollte sich der Druck durch gezielt auf fallende Kurse hinwirkende, bärische Trader intensivieren, wäre eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung in dem Fall wahrscheinlicher, wenn das Zwischentief des 13. Mai, als man auf die oben genannten Quartalszahlen reagiert hatte, klar unterboten werden sollte.

Diese Linie liegt bei 51,65 Euro und wurde am Dienstag im Zuge des sich im Tagesverlauf intensivierenden Abverkaufs bereits erreicht bzw. knapp unterboten. Sollte sie signifikant und das auf Schlusskursbasis gebrochen werden, würde die mittelfristige Supportzone zwischen 38,54 und 39,10 Euro, gebildet aus den im Dezember und Januar entstandenen Zwischenhochs, sowie die bei 36,43 Euro sukzessiv an diese Zone heranlaufende 200-Tage-Linie als Kursziel ins Spiel kommen. Würde SMA Solar in diesen Bereich zurücksetzen, wäre sie allemal eine erneute Analyse wert, denn die jetzt noch ambitionierte Bewertung wäre dann in einen Bereich zurückgekommen, in dem es sich lohnen würde, sich die Aktie dann genauer anzusehen.

SMA Solar Aktie: Chart vom 09.06.2026, Kurs 51,35 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 09.06.2026, Kurs 51,35 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

15.05.2026
08:33 Uhr

SMA Solar: Welche „Botschaft“ steht hinter diesem Turnaround? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.05.2026 um 22:25 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Als Reaktion auf die Ergebnisse des 1. Quartals 2026 rutschte die SMA Solar-Aktie am Mittwoch nach starkem Kursanstieg im Vorfeld kräftig ab. Einen Tag später, am Donnerstag, schloss sie höher als zuvor. Wie sollte man das einordnen?

Die Bilanzergebnisse wurden am Mittwoch veröffentlicht und waren salopp ausgedrückt „ganz okay“: Es wirkte, als sei das Ende des Tunnels in Sicht, aber nicht so, als stünde man bereits direkt an dessen Ausgang. Das ist eine Gemengelage, in der man sich eine Aktie in Sachen Einstieg genauer anzusehen pflegt. Hier aber sehen wir im Chart: Da waren andere schon vorher da, in kaum mehr als zwei Monaten hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.

Konnten die Quartalszahlen das unterfüttern? Eher nicht. Der Umsatz legte im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 4,0 Prozent zu, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 6,1 Prozent. Der Auftragsbestand lag per 31. März 9,3 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums. Man ist also auf dem richtigen Weg. Aber man scheint da nicht zu rennen, sondern zu gehen.

Was auch dadurch erkennbar wurde, dass der Vorstand des Solar-Wechselrichterherstellers die Anfang März vorgestellte 2026er-Prognose zwar auf der Unterseite eingrenzte, indem man festhielt, dass auf Basis der aktuellen Situation vermutlich in Bezug auf Umsatz und EBITDA das obere Drittel der genannten Prognose-Spanne erreicht werde. Aber bezüglich des EBITDA, dessen Range mit 50 bis 180 Millionen Euro angegeben wurde, hatten die Analysten das bereits erwartet, da liegt die Prognose momentan im Schnitt bei 148 Millionen.

Expertenmeinung: Eine positive Überraschung blieb also aus. Was die Aktie am Mittwoch direkt nach Vorlage der Zahlen auch reflektierte, indem der Kurs in der Spitze bis zu 14,3 Prozent verlor und dann mit einem Minus von 7,4 Prozent ins Handelsende ging. Und einen Tag später ging es auf einmal um sagenhafte 15,85 Prozent nach oben, was dazu führte, dass die Aktie unverhofft ein neues Jahreshoch erreichte. Was könnte das ausgelöst haben?

SMA Solar Aktie: Chart vom 14.05.2026, Kurs 64,70 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 14.05.2026, Kurs 64,70 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Haben einige Analysten womöglich ihre Kursziele erst am Tag danach, also am Donnerstag, angehoben? Nein. SMA Solar wird ohnehin nur von wenigen Analysten abgedeckt. Und von den fünf, die das tun, reagierten zwei – und das gleich am Bilanztag. Dabei bewertete Berenberg die Aktie mit „Halten“ und hob das Kursziel von 41 auf 50 Euro an – das liegt deutlich unter dem derzeitigen Kurs. Jefferies war optimistischer, blieb bei der Empfehlung „Kaufen“, hob aber das Kursziel von 58 auf 71 Euro an. Nur ist dieses 71-Euro-Ziel auch das höchste von allen … und läge jetzt bereits nahe.

Ist die Aktie angesichts dieser neuen Zahlen womöglich so billig bewertet, dass Anleger in dem Vortages-Rücksetzer ein „Schnäppchen“ erkannten? Eher nicht, auf Basis der 2026er-Gewinnschätzung der Analysten von im Schnitt 1,88 Euro pro Aktie käme man hier auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 34. Das wäre nicht zu teuer, wenn man sicher sein könnte, dass SMA Solar weiter zügig und stetig wächst. Aber der Solar-Markt ist unstet, so dass eine Bewertung wie die aktuelle eher schon ein wenig gewagt wirkt.

Aber kann eine Aktie denn derart stark zulegen, ohne dass man dafür triftige Gründe hätte? Ja, das kann vorkommen, wenn die Spekulation stark ausgeprägt ist. Und das ist sie derzeit. Zwar nur bei einem eher kleinen Kreis von Aktien … aber wenn wir uns das Chartbild von SMA Solar ansehen, darf man unterstellen: Diese Aktie, die seit Jahresbeginn ganze 90 Prozent zugelegt hat, gehört dazu. Und es kann zusätzlich eine Rolle gespielt haben, dass heute eine Abrechnung an der Terminbörse läuft, bei der natürlich auch Optionen auf SMA Solar auslaufen.

Vom Mittwochs-Tagestief zum Donnerstags-Schlusskurs ist diese Aktie von unten gerechnet 25 Prozent gestiegen. Angesichts guter, aber nicht umwerfender Bilanzzahlen und bei einer nicht gerade niedrigen Bewertung. Die Botschaft hinter dieser Kaufwelle lautet daher vermutlich vor allem „Spekulation“ … entsprechend vorsichtig sollte man hier agieren!

Quellenangaben:
Bilanz des 1. Quartals 2026, 13.05.2026:https://www.sma.de/newsroom/news-detail/sma-gruppe-umsatz-und-ergebniswachstum-geschaeftsjahr-2026
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/S92.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

15.04.2026
08:16 Uhr

SMA Solar mit Aufwärtsdynamik – darauf ist nun zu achten — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.04.2026 um 7:50 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Jahresbeginn zeigt sich der Spezialist für Photovoltaik-Systemtechnik und Wechselrichter in solider Verfassung und konnte den zwischenzeitlichen Rücksetzer im Februar schnell abschütteln. Im März übernahmen die Bullen wieder die Kontrolle und sorgten mit dem Ausbruch über den Widerstandsbereich um 39 EUR für ein technisch relevantes Signal.

Seither präsentiert sich die SMA Solar-Aktie in einer dynamischen Aufwärtsbewegung. Die Trendstruktur wirkt bullisch und das Momentum bleibt hoch. Auffällig ist jedoch der mittlerweile deutliche Abstand zur 50-Tage-Linie, was kurzfristig auf eine überkaufte Situation hindeuten kann. Die 20-Tage-Linie fungiert aktuell als wichtiger Taktgeber innerhalb des Trends und dient als kurzfristige Orientierung für die Marktteilnehmer.

Expertenmeinung: Das technische Bild bleibt konstruktiv und wird durch das Momentum getragen. Fundamental profitiert das Unternehmen weiterhin vom Ausbau erneuerbarer Energien und der steigenden Nachfrage nach Photovoltaiklösungen, was den Sektor insgesamt unterstützen kann.

Gleichzeitig kann die hohe Dynamik kurzfristig zu Übertreibungen führen, wodurch Rücksetzer wahrscheinlicher werden. Hält die Aktie ihr Niveau und kann sich oberhalb der 20-Tage-Linie stabilisieren, könnte dies die Grundlage für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung schaffen.

Aussicht: Bullisch

SMA Solar Aktie: Chart vom 14.04.2026, Kurs: 48.94 EUR Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 14.04.2026, Kurs: 48.94 EUR Kürzel: S92 | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

04.03.2026
08:20 Uhr

SMA Solar: Rettungskäufe gescheitert, Topp vollendet. — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 03.03.2026 um 20:20 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass SMA Solar 2025 erneut weniger verdienen würde, war erwartet worden. Zudem hatten die am Dienstag vorgelegten, vorläufigen Zahlen auch positive Aspekte zu bieten. Trotzdem verkehrte sich die anfangs bullische Reaktion ins Gegenteil: Der Ausblick war das Problem.

Das Jahr 2025 war für den Hersteller von Solar-Wechselrichtern erneut kein gutes. Der Umsatz blieb zwar mit -0,9 Prozent in etwa stabil und lag mit 1,516 Milliarden Euro marginal über den Schätzungen der Analysten. Und der Auftragsbestand lag in etwa auf Höhe des Vorjahres. Aber der als EBITDA gerechnete operative Gewinn war keiner, sondern mit -65,4 Millionen Euro ein Verlust. Damit hatte man zwar auch gerechnet, aber besser als gedacht war das nicht.

Zwar betonte SMA Solar, dass das Ergebnis erheblich durch Wertminderungen, Rückstellungen und Kosten für Restrukturierung belastet wurde, und stellte für 2026 wieder einen operativen Gewinn in Aussicht. Aber die da genannte Spanne von 50 bis 180 Millionen Euro fiel ungewöhnlich weit aus. Und das bislang im Durchschnitt seitens der Analysten für 2026 vermutete EBITDA von 156 Millionen würde nahe am oberen Ende dieser Range liegen. Das indiziert, dass man bei SMA Solar weiter von schwierigen, nicht besonders gut eingrenzbaren Rahmenbedingungen ausgeht, sprich: von einem unsicheren Umfeld.

Expertenmeinung: So gesehen wundert es nicht, dass der anfängliche Kursanstieg am Ende einem Minus wich. Denn angesichts dieses Ausblicks steht die Frage im Raum, ob man sich mit der immensen Erholung der Aktie seit dem vergangenen Frühjahr nicht womöglich schon zu weit aus dem Fenster gelehnt hat. Richtig wäre zwar, dass das obere Ende der avisierten EBITDA-Gewinnpanne das derzeitige Kurslevel der Aktie rechtfertigen würde. Aber momentan ist eben unklar, ob SMA Solar diesen Bereich auch erreichen wird können.

Da müsste also erst einmal der Optimismus zurückkehren, damit es gelingen könnte, die mit dem Abverkauf initialer Kursgewinne gestern bestätigte Vollendung des seit Ende 2025 entstandenen Topps zurückzunehmen. Aber das aktuelle Marktumfeld fördert Optimismus nicht gerade.

Die SMA Solar-Aktie müsste klar über dem gestrigen Tages-Verlaufshoch von 33,22 Euro schließen, um wieder realistische Chancen auf der Oberseite zu haben. Gelingt das nicht und kommen im Gegenteil Anschlussverkäufe auf, wären die nächsten Kursziele aus charttechnischer Sicht die momentan bei 26,35 Euro verlaufende 200-Tage-Linie und darunter dann die markante Supportzone 24,54 zu 24,88 Euro.

SMA Solar Aktie: Chart vom 03.03.2026, Kurs 29,16 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 03.03.2026, Kurs 29,16 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Quellenangaben: Vorläufige Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2025, 03.03.2026:
https://www.sma.de/investor-relations/corporate-news/detail/eqs-news-sma-gruppe-veroeffentlicht-vorlaeufige-ungepruefte-zahlen-fuer-das-gesamtjahr-2025-und-gibt-prognose-fuer-das-geschaeftsjahr-2026-bekannt

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

10.02.2026
08:18 Uhr

SMA Solar: Mit einem Bein über der charttechnischen Klippe — Ronald Gehrt

14.01.2026
08:26 Uhr

SMA Solar: Doppeltopp als Sargnagel der Hausse? — Ronald Gehrt

08.12.2025
08:19 Uhr

SMA Solar: Kasse machen oder nur Stopp setzen? — Ronald Gehrt

17.11.2025
08:28 Uhr

SMA Solar: Die wird doch nicht …? — Ronald Gehrt

28.10.2025
08:21 Uhr

SMA Solar: Ausbruch … ist die Trendwende jetzt gelungen? — Ronald Gehrt

16.09.2025
08:16 Uhr

SMA Solar: Kleine Meldung, große Reaktion — Ronald Gehrt

09.09.2025
08:14 Uhr

SMA Solar: Talsohle durchschritten … wirklich? — Ronald Gehrt

27.08.2025
08:28 Uhr

SMA Solar: Kann man diesem Braten trauen? — Ronald Gehrt