Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).
Ende Mai war die Microsoft-Aktie mit großer Dynamik an und kurzzeitig über die 200-Tage-Linie gelaufen … und scheiterte grandios. Zwei Wochen drastischer Verkaufsdruck drückten den einstigen Star der US-Blue-Chips noch unter das Ausgangslevel des Ausbruchsversuchs.
Die Performance der Microsoft-Aktie im bisherigen Jahresverlauf ist ein Trauerspiel. Die Aktie hält in der Performance-Liste des Dow Jones Platz 28 von 30. Dabei waren 2023 und 2024 herausragende Jahre gewesen, 2025 immerhin noch ganz ordentlich … und jetzt das. Ist es die „KI-Angst“, die hier wütet? Die Sorge, dass die klassischen Software-Unternehmen durch die Fortschritte bei der Künstlichen Intelligenz an Boden verlieren werden?
Es wäre nicht so ganz logisch, denn Microsoft gehört zu den US-Konzernen, die gewaltige Summen in KI investieren. Mittlerweile liegt man da bereits im dreistelligen Milliardenbereich und kooperiert mit OpenAI als einem der großen Player in diesem Bereich. Es dürfte eher die Kehrseite der Medaille sein, die die Trader hier umtreibt:
Die Frage, was am Ende unter dem Strich stehen wird, ob sich all diese Milliarden, die in diesem „Wettrüsten“ um eine komfortable, zukünftige Positionierung im KI-Bereich aufgewendet werden, auch rechnen werden … und wenn ja, wie viele Jahre bis dahin ins Land ziehen werden. Und natürlich ist diese Frage völlig berechtigt. Der Haken ist: Hier und heute kann es darauf noch keine Antwort geben. Man tradet auf Basis von Vermutungen. Und das wiederum bedeutet:
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Microsoft Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Die Aktie wird von einzelnen Statements stark beeinflusst, die diese Problematik berühren, ob sie nun fundiert sind oder nicht … einfach deswegen, weil man die Frage kennt, aber die Antwort nicht. Doch letzten Endes bleiben drei Faktoren entscheidend, auch wenn sie in einem solchen Umfeld wirken, als seien sie in den Hintergrund gedrängt:

Die reale Umsatz- und Gewinnentwicklung des Unternehmens, die Einschätzungen der Analysten und die Charttechnik. Letztere sieht derzeit natürlich alles andere als bullisch aus. Nachdem Microsoft mit Pauken und Trompeten an der 200-Tage-Linie gescheitert war, rutscht der Kurs jetzt zügig auf die Supportzone zu, die den großen Abverkauf zwischen Ende Oktober 2025 und Ende März 2026 erst einmal beenden konnte: die aus den beiden Tiefs vom Frühjahr 2025 bestehende Zone bei 345/356 US-Dollar. Die Frage ist: Könnte man sich in dieser Ausgangslage positionieren … und wenn ja, zyklisch oder womöglich gegen den kurzfristigen Trend?
Bis zu dieser Supportzone ist es nicht mehr weit. Und natürlich könnte sie brechen, Microsoft noch weiter durchgereicht werden. Aber die beiden anderen Aspekte sprechen dagegen, dass es so kommt: Im Schnitt gehen die Analysten davon aus, dass der Software-Riese im laufenden Jahr zwischen 20 und 25 Prozent mehr Gewinn pro Aktie erzielen wird. Das Kurs-/Gewinn-Verhältnis käme dann auf Basis des aktuellen Kurses auf 23 bis 24. Das ist im historischen Vergleich günstig. Und entsprechend sehen auch die Einschätzungen der Experten aus: Von den 56 die Aktie regelmäßig einstufenden Analysten werten 53 (!) mit „Kaufen“, das durchschnittliche Kursziel liegt momentan mit 561 US-Dollar sogar einen Tick über dem bisherigen Rekordhoch.
Ob sich Microsoft am Ende mit seinen KI-Investitionen übernehmen wird oder nicht, weiß heute noch niemand sicher. Dass es angesichts des bislang anhaltenden Gewinnwachstums, der Bewertung und der Analysteneinschätzungen riskant wäre, auf diesen kurzfristigen Abverkauf noch aufzuspringen, ließe sich hingegen durchaus behaupten. Gegen den Trend zu agieren, wäre ohnehin selten klug, auch hier nicht. Sich diese Aktie in die Watchlist zu legen und im Fall einer tauglichen Bodenbildung mit anschließendem, bullischen Signal im Chartbild über den Einstieg nachzudenken, wäre hingegen allemal einen Gedanken wert!
Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/MSFT/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.06.2026 um 23:51 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Mit einem Margin Konto können Sie zum Beispiel mit Hebel handeln und Ihre Trading-Strategien durch Leerverkäufe oder den Einsatz von Optionen und Futures diversifizieren.
Entdecken Sie jetzt die umfangreichen Handelsmöglichkeiten, die Ihnen dieser Kontotyp bietet: Margin Konto



