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Bayer Aktie Prognose Bayer: Darauf haben die Anleger lange gewartet!

News: Aktuelle Analyse der Bayer Aktie

In diesem Artikel
Bayer
ISIN: DE000BAY0017
|
Ticker: BAYN --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Bayer Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Das oberste US-Bundesgericht urteilte zugunsten von Bayer und entzog den Schadenersatz-Klagen wegen Erkrankungen, die durch Glyphosat im Unkrautvernichter Roundup ausgelöst sein sollen, die Basis. Die Aktie schoss nach oben, aber: Wie geht es ab jetzt weiter?

Die glyphosathaltigen Unkrautvernichter namens „Roundup“ gehörten zum von Bayer im vergangenen Jahrzehnt übernommenen US-Konzern Monsanto. Doch der ist nicht mehr da, im Klagefall steht daher jetzt Bayer vor Gericht. Und das in Tausenden von Fällen, in denen Kläger Schadenersatz fordern, weil das Glyphosat für ihre Krebserkrankung verantwortlich sei. Dabei berufen sie sich darauf, dass entsprechende Warnhinweise auf den Verpackungen fehlten. Das Problem ist:

Es ging weniger darum, irgendwie nachzuweisen, dass wirklich das Glyphosat in dem Unkrautvernichter den Krebs bei den einzelnen Klägern ausgelöst hat, sondern um die Frage, ob der Warnhinweis auf der Verpackung hätte stehen müssen oder nicht. Und das basiert auf einer wiederum anderen Frage: Stehen die Vorschriften einzelner US-Bundesstaaten über denen des Bundes oder umgekehrt? Denn während einzelne US-Bundesstaaten Glyphosat als krebserregend einstufen, tut dies die Bundesbehörde nicht. Und genau das wurde gestern entschieden: In solchen Fällen steht Bundesrecht über Bundesstaatenrecht. Bayer hat sich also mit dem Fehlen des Warnhinweises nichts vorzuwerfen. Das bedeutet:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Bayer Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Eine nicht absehbare Milliardensumme von Schadenersatzzahlungen über die kommenden Jahre ist jetzt voraussichtlich vom Tisch. Da diese Problematik jahrelang wie ein Damoklesschwert über der Gewinnperspektive des Konzerns hing, könnte man denken, der Weg nach oben sei über den immensen Kurssprung von 18,72 Prozent, den die Aktie am Donnerstag als Reaktion auf diese Meldung machte, frei. Ist das so?

Es ist möglich, aber nicht so sicher, dass man darauf jetzt blind setzen könnte. Dafür spricht, dass die Analysten hier mehrheitlich bullisch eingestellt sind. Deren durchschnittliches Kursziel liegt zwar derzeit nur bei 50 Euro und damit auf Höhe des Zwischenhochs vom Februar (49,78 Euro), das Sie in unserem Chart auf Wochenbasis sehen.

Bayer Aktie: Chart vom 25.06.2026, Kurs 47,00 Euro, Kürzel: BAYN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Bayer Aktie: Chart vom 25.06.2026, Kurs 47,00 Euro, Kürzel: BAYN | Quelle: TWS

Aber dort hat man ja diese neue Lage nach dem Gerichtsurteil nicht eingerechnet. Dass die Bayer-Aktie auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Analysten-Gewinnschätzung derzeit ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) von nur neun ausweist, unterstreicht das. Denn normalerweise wäre ein doppelt so hohes KGV für eine Pharma-Aktie wie diese grundsätzlich möglich.

Zur Vorsicht mahnt aber, dass das Umfeld im normalen Geschäft weiterhin kein gutes ist. Von Vorteil ist zwar, dass Bayer seit Jahren konsequent spart, neu strukturiert und rationalisiert, weshalb der Pharmakonzern in einem weltwirtschaftlich positiveren Umfeld eine gute Ausgangsbasis hätte. Aber da viele Anleger seit Wochen schon auf dieses Urteil gesetzt und den Kurs entsprechend im Vorfeld nach oben gezogen hatten, sollte man besser nicht zu fest damit rechnen, dass es jetzt wie ein Strich weiter nach oben geht.

Unmöglich wären weitere Kursgewinne aber nicht. Alleine wenn jetzt die Analysten reagieren und ihre Kursziele anheben sollten, könnte das noch einen weiteren Schub erzeugen. Es würde sich anbieten, dieses Zwischenhoch vom Februar bei 49,78 Euro im Auge zu behalten. Sollte das klar und auf Schlusskursbasis überboten werden, wäre ein Anlauf an die nächste, mittelfristig relevante Widerstandszone im Bereich 65,66 bis 67,99 Euro zumindest im Bereich des Möglichen.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/BAYN.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.06.2026 um 21:39 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der Bayer Aktie

17.06.2026
08:24 Uhr

Bayer: Die Lage bleibt angespannt — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.06.2026 um 7:32 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits zu Beginn des Monats habe ich auf die angeschlagene Gesamtsituation des deutschen Gesundheitsunternehmens aufmerksam gemacht. Wenig später folgte ein weiterer Abschlag, der dazu führte, dass die Bayer-Aktie zwischenzeitlich sogar die 200-Tage-Linie durchbrach. Dort konnten sich die Kurse mittlerweile zwar stabilisieren, doch der Trend befindet sich weiterhin in einer bärischen Phase.

Die Bullen tun sich schwer, die Kontrolle zurückzuerlangen. Ein nachhaltiger Sprung über die 50-Tage-Linie blieb bislang aus. Nach der jüngsten Zwischenerholung bleibt das Risiko weiterer Abschläge daher bestehen.

Expertenmeinung: Die technische Lage bei Bayer bleibt angespannt. Zwar konnte die Aktie im Bereich der 200-Tage-Linie vorerst stabilisiert werden, doch für eine Entwarnung reicht dies noch nicht aus. Entscheidend wäre nun, dass die Bullen den jüngsten Erholungsversuch ausbauen und die Aktie wieder nachhaltig über die 50-Tage-Linie führen. Erst dann würde sich das Chartbild etwas aufhellen.

Bleibt dieser Schritt aus, könnte die Zwischenerholung lediglich eine kurze Atempause innerhalb eines übergeordnet schwachen Trends gewesen sein. Ein erneuter Rückfall unter die 200-Tage-Linie könnte den Verkaufsdruck wieder deutlich erhöhen.

Aussicht: Bärisch

Bayer Aktie: Chart vom 16.06.2026, Kurs: 36.01 EUR, Kürzel: BAYN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Bayer Aktie: Chart vom 16.06.2026, Kurs: 36.01 EUR, Kürzel: BAYN | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

01.06.2026
08:12 Uhr

Bayer: Die Lage spitzt sich zu — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.06.2026 um 7:45 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Gesundheitskonzern kann seit Monaten nicht mehr an die positive Entwicklung der internationalen Aktienmärkte anknüpfen und zählt weiterhin zu den schwächeren Titeln im europäischen Marktumfeld. Während zahlreiche Branchen neue Hochs markieren konnten, befindet sich die Bayer-Aktie nach wie vor in einer schwierigen technischen Ausgangslage. Die Bullen scheitern bislang daran, die Kurse nachhaltig oberhalb der 50-Tage-Linie zu etablieren. Jeder Erholungsversuch wurde in den vergangenen Monaten wieder abverkauft.

Besonders kritisch war der Handelsverlauf zum Ende der vorigen Woche. Die Aktie geriet erneut unter Druck und die Verluste wurden von einem erhöhten Handelsvolumen begleitet. Dies kann darauf hindeuten, dass institutionelle Anleger derzeit eher auf der Verkäuferseite zu finden sind. Inzwischen nähern sich die Kurse zügig dem Unterstützungsbereich um 35 EUR. Dort verläuft mittlerweile auch die 200-Tage-Linie, wodurch diese Zone zusätzlich an Bedeutung gewinnt. Die Gesamtlage bleibt angespannt, und der Trendverlauf zeigt weiterhin keine überzeugenden Anzeichen für eine nachhaltige Erholung.

Expertenmeinung: Die kommenden Handelstage könnten für den weiteren Verlauf der Aktie richtungsweisend werden. Der Bereich um 35 EUR stellt aktuell die wichtigste Unterstützungszone dar. Eine erfolgreiche Verteidigung dieser Marke könnte zumindest die Grundlage für eine Stabilisierung schaffen.

Fällt die Aktie jedoch unter diesen Bereich zurück, würde sich das Chartbild merklich eintrüben und die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung der Korrektur erhöhen. Für eine nachhaltige Verbesserung müssten die Bullen zunächst die 50-Tage-Linie zurückerobern und dort auch wieder mehr Kaufinteresse erkennen lassen.

Aussicht: Bärisch

Bayer Aktie: Chart vom 29.05.2026, Kurs: 36.57 EUR, Kürzel: BAYN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Bayer Aktie: Chart vom 29.05.2026, Kurs: 36.57 EUR, Kürzel: BAYN | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

12.05.2026
08:19 Uhr

Bayer: Richtungsentscheidung rückt näher — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.05.2026 um 7:49 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bis Mitte Februar prägten die Bullen das Geschehen beim deutschen Gesundheitsunternehmen. Danach erfolgte das abrupte Ende des zuvor stabilen Aufwärtstrends, darüber hatte ich bereits berichtet.

Eigentlich hätte die positive Stimmung an den Börsen die Bayer-Aktie wieder zurück auf Kurs bringen sollen, doch bislang scheiterten die Bullen an der fallenden 50-Tage-Linie. Diese zieht sich wie ein roter Faden durch den Kursverlauf und bleibt vorerst die zentrale Hürde auf der Oberseite. Nach unten richtet sich der Fokus nun auf die Marke von 35 EUR, wo sich die Kurse zuletzt Anfang März stabilisieren konnten. Zudem nähert sich auch die 200-Tage-Linie zunehmend diesem Bereich an. Damit entsteht eine wichtige Schlüsselzone, die für den weiteren Verlauf der Aktie richtungsweisend werden dürfte.

Expertenmeinung: Ein nachhaltiger Sprung über die 50-Tage-Linie könnte die Grundlage für eine technische Erholung schaffen und zusätzliche Marktteilnehmer auf die Aktie aufmerksam machen. Noch fehlt jedoch die notwendige Dynamik, um die bestehende Seitwärtsphase aufzulösen.

Sollte die Unterstützungszone rund um 35 EUR dagegen unter Druck geraten, könnte sich das Chartbild wieder deutlich eintrüben und weitere Abgaben nach sich ziehen. Ein Bruch dieser Ebene würde die Aktie in eine bärische Trendphase überführen.

Aussicht: Neutral

Bayer Aktie: Chart vom 11.05.2026, Kurs: 37.78 EUR, Kürzel: BAYN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Bayer Aktie: Chart vom 11.05.2026, Kurs: 37.78 EUR, Kürzel: BAYN | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

09.04.2026
08:10 Uhr

Bayer: Das könnte kritisch werden — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.04.2026 um 7:44 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach der dynamischen Korrektur bis zur 38,2%-Fibonacci-Marke konnte sich die Bayer-Aktie zwischenzeitlich wieder stabilisieren und eine Gegenbewegung einleiten.

Diese Erholung geriet zuletzt jedoch ins Stocken. Im gestrigen Handel versuchten die Bullen, das Hoch aus der Mitte des Monats März zu überwinden, scheiterten jedoch deutlich. Dieser misslungene Ausbruchsversuch könnte nun nachwirken. Besonders kritisch erscheint die Nähe zur fallenden 50-Tage-Linie, die sich zunehmend als Widerstand etabliert. Genau an dieser technischen Hürde fehlte es bislang an Anschlusskäufen. Das Chartbild bleibt damit fragil und der Trend wirkt weiterhin angeschlagen.

Expertenmeinung: In den kommenden Handelstagen könnte sich zeigen, ob der gescheiterte Ausbruch zusätzliche Verkäufer anzieht. Bleibt der Druck auf der Aktie bestehen, könnte sich die kurzfristige Erholung als reine Gegenbewegung innerhalb einer übergeordnet schwachen Struktur entpuppen.

Erste Stabilisierungssignale wären aus charttechnischer Sicht eher dann erkennbar, wenn es gelingt, die Widerstandszone nachhaltig zu überwinden und neue Dynamik aufzubauen. Ohne diese Bestätigung bleibt das Risiko weiterer Rücksetzer erhöht. Ein Rückfall unter das letzte Tief bei 36,87 EUR würde das kurzfristige Bild spürbar eintrüben.

Aussicht: Neutral

Bayer Aktie: Chart vom 08.04.2026, Kurs: 40.355 EUR Kürzel: BAYN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Bayer Aktie: Chart vom 08.04.2026, Kurs: 40.355 EUR Kürzel: BAYN | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

17.03.2026
15:53 Uhr

Bayer: Jetzt aussteigen? So gefährlich könnte die Lage sein — Tobias Krieg

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.03.2026 um 15:40 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Bayer könnte durch den Iran-Krieg doppelt und dreifach unter Druck kommen. Bisher spiegelt sich diese Gefahr nicht im Kurs wider.

Das spricht Bände

Es macht sehr viel mehr Spaß, eine positive Analyse zu einem Unternehmen zu verfassen, als umgekehrt. Es ist jedoch so, dass eine Warnung mitunter mehr bewegen kann.
Derzeit befinden sich Bayer-Aktien mit einem Gesamtwert von etwa 30 Milliarden Euro in den Depots von Anlegern, mehrheitlich Kleinanleger.

Großaktionäre sucht man bei Bayer nahezu vergeblich. Die größten Anteilseigner sind Unternehmen wie BlackRock, die nicht selbst an Bayer beteiligt sind, sondern nur Aktien für ihre ETF-Kunden halten.

Bayer Aktie: Chart vom 17.03.2026, Kurs: 40,28 EUR – Kürzel: BAYN | Online Broker LYNX
Bayer Aktie: Chart vom 17.03.2026, Kurs: 40,28 EUR – Kürzel: BAYN | Quelle: TWS

Der größte echte Aktionär ist der Staatsfonds von Singapur (Government of Singapore Investment Corporation), der immerhin knapp 4 % am Unternehmen hält.
Dass sonst niemand Interesse hat, spricht Bände.

Im Endeffekt geht es mit der Aktie seit Jahren tendenziell bergab. Auch das spricht Bände. Von kurzfristigen Problemen kann keine Rede sein.

Ein Fiasko

Die Entwicklung der vergangenen Jahre lässt sich nicht auf einen einzelnen Auslöser reduzieren – vielmehr ist sie das Ergebnis mehrerer struktureller Fehlentscheidungen und externer Belastungsfaktoren, die sich gegenseitig verstärken.

Ein zentraler Wendepunkt war die Übernahme von Monsanto im Jahr 2018. Strategisch sollte damit die Marktposition im Agrargeschäft massiv gestärkt werden. Rückblickend hat sich dieser Schritt jedoch als Fiasko erwiesen.

Mit Monsanto übernahm die Bayer AG nicht nur ein profitables Saatgut- und Pestizidgeschäft, sondern auch erhebliche juristische Altlasten. Insbesondere die Klagewelle rund um das glyphosathaltige Produkt „Roundup“ entwickelte sich zu einem finanziellen Desaster. Milliardenrückstellungen, Vergleiche und anhaltende Unsicherheit belasten das Unternehmen bis heute.

Doch die Probleme gehen tiefer. Auch operativ zeigt sich seit Jahren eine gewisse Schwäche. In der Pharmasparte fehlen echte Blockbuster, die auslaufende Patente kompensieren könnten. Während Wettbewerber innovative Medikamente auf den Markt bringen, kämpft Bayer mit einer vergleichsweise dünnen Pipeline.

Das ist längst nicht das einzige Problem

Forschung ist teuer und Bayer fehlt seit der Übernahme von Monsanto das Kapital. Statt es in die Forschung stecken zu können, wurden erhebliche Mittel vor Gericht verbrannt.

Hinzu kommt die Agrarsparte, die stark von externen Faktoren abhängig ist: schwankende Rohstoffpreise, Wetterbedingungen und politische Regulierungen. Gerade in Europa werden Pflanzenschutzmittel zunehmend strenger reguliert, was das Wachstum zusätzlich bremst. Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck durch internationale Konzerne.

Ein weiterer Aspekt ist die hohe Verschuldung, die aus der Monsanto-Übernahme resultiert.
Die dafür anfallenden Zinsen schränken den finanziellen Spielraum zusätzlich ein und haben das Unternehmen faktisch dazu gezwungen, Geschäftsbereiche zu verkaufen. Das drückt natürlich den Konzernumsatz und -gewinn.

Warum 40 Euro eine Gelegenheit sein könnte

All das spiegelt sich im langjährigen Kursgeschehen wider. Es handelt sich nicht um eine vorübergehende Schwächephase, sondern um eine strukturelle Krise, die bis heute anhält.

Zuletzt hat sich der Kurs dennoch erholt und genau aus diesem Grund könnte jetzt ein geeigneter Zeitpunkt sein, um von Bord zu gehen.
Wer schon länger investiert ist, könnte jetzt bei 40 Euro aussteigen. Das ist wohl ohne jede Frage besser als bei 20 Euro, wo die Aktie noch vor einigen Monaten stand.

Denn realistisch betrachtet gibt es aktuell aus meiner Sicht relativ wenig Gründe für steigende Kurse. Den derzeitigen Prognosen zufolge soll in diesem Jahr ein Gewinn von 1,84 Euro je Aktie erzielt werden.
Bayer kommt demnach auf ein KGVe von 21,8. Für einen kriselnden Konzern mit allerlei Altlasten ist das üppig.

Das gilt insbesondere mit Blick auf die Straße von Hormus und die Energiepreise.

Bei Risiken und Nebenwirkungen

Die Produktion in der Chemie- und Pharmabranche ist energieintensiv. Wenn Öl und Gas teurer werden, steigen auch die Herstellungskosten. Gleichzeitig verteuern sich Vorprodukte und Transporte. Margen geraten unter Druck, ohne dass sich die Preise beliebig an Kunden weitergeben lassen.

Hinzu kommt die strukturelle Schwäche des Standorts Europa. Energie ist hier schon heute teurer als in vielen anderen Regionen. Ein weiterer Preisschub würde diesen Nachteil verschärfen.
Brent Oil wird aktuell beispielsweise zu 103,78 USD gehandelt, WTI jedoch zu 97,34 USD. Eine Differenz von 7 % ist nicht unerheblich und schwächt lokale Unternehmen im Wettbewerb.

Hinzu kommen mögliche Probleme bei der Rohstoffversorgung. Die Straße von Hormus ist nicht nur ein zentraler Knotenpunkt für Öl und Gas, sondern auch ein wichtiger Transportweg für Agrarrohstoffe und chemische Vorprodukte wie Naphtha und Düngemittel.

Bayer könnte daher doppelt unter Druck kommen. Bisher spiegelt sich diese Gefahr nicht im Kurs wider.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

12.03.2026
08:11 Uhr

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26.02.2026
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Bayer: Kaufen, halten oder verkaufen – wie wirkt der Chart? — Achim Mautz

19.02.2026
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20.01.2026
08:24 Uhr

Bayer: Wie weit könnte die Rallye noch gehen? — Achim Mautz

15.01.2026
08:15 Uhr

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07.08.2025
08:18 Uhr

Bayer: Enttäuschung bei Anlegern – Vorsicht ist angebracht — Achim Mautz