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Solar Aktien 2026

Wie Sie von einem möglichen Comeback der Photovoltaik-Aktien bzw. Solar-Aktien profitieren könnten.
von Wendelin Probst
14.04.2026 | 16:31 Uhr

Die Aktienanalysen von Wendelin Probst basieren in erster Linie auf fundamentaler Analyse. Hierbei legt der Autor besonderen Wert auf Umsatz- und Gewinnwachstum, Innovationskraft und Marktposition eines Unternehmens. Auch allgemeine Rahmenbedingungen wie Konjunkturzyklus, Branchen- und Zukunftstrends werden in seinen Studien berücksichtigt. Neben den fundamentalen Aspekten stellt der Autor zur Einordnung der aktuellen Aktienkursentwicklung auch grundlegende markt- und charttechnische Betrachtungen an. Dies könnte beispielsweise die Börsenphase sein, in der sich der Aktienmarkt zum Betrachtungszeitpunkt befindet (z. B. Bullenmarkt, Korrektur oder Seitwärtsphase) oder der Trendverlauf der Aktie (z. B. Abwärtstrend oder Aufwärtstrend).

Solar Aktien | Online Broker LYNX
Grüne Energie hatte es zuletzt eher schwer, denn während Donald Trump in den USA Steuervergünstigungen kürzt, werden auch in Europa Förderungen und Projekte zunehmend hinterfragt. Doch mehrere Faktoren sorgen derzeit dafür, dass sich die Wolken zumindest für die Solarenergie wieder aufhellen. Denn zum einen sorgen niedrigere Zinsen dafür, dass Projekte rentabler werden, und zum anderen wird Strom aus Photovoltaikanlagen, vor allem in Kombination mit großen Energiespeichern, zunehmend wettbewerbsfähig. Gerade der immense Energiehunger der US-Tech-Konzerne, die für ihre KI-Anwendungen gigantische Rechenzentren betreiben, befeuert die Solarbranche.

Sonnenstrom wird bei der weltweiten Energieversorgung immer wichtiger. In diesem Artikel sehen wir uns für Sie an, welche Solar-Aktien im Jahr 2026 von der Energiewende profitieren könnten. Drei der Werte – First Solar, JinkoSolar und Canadian Solar – schauen wir uns etwas genauer an.

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Inhalt

Welche Solar-Aktien kaufen?

Nach vielen mageren Jahren und einem annähernd 15-jährigen Dornröschenschlaf erlebte die Solarbranche bis Ende 2022 ein eindrucksvolles Comeback, bevor Überkapazitäten und Förderkürzungen für volle Lager und harten Wettbewerbsdruck sorgten. Die schwankungsstarken Solar- und Photovoltaik-Aktien sind auch nichts für risikoscheue Anleger. Denn das Geschäft ist ähnlich zyklisch wie die Chipbranche und es wird wohl – so wie in den letzten drei Jahren der Fall – immer mal wieder Phasen mit Überkapazitäten und Preisdruck geben. In der folgenden Tabelle haben wir für Sie eine Aktien-Liste mit zehn aus unserer Sicht interessanten Solar-Aktien für 2026 zusammengestellt: Unsere Solar-Aktien-Liste. Drei aussichtsreiche, starke Solar-Werte stellen wir Ihnen anschließend näher vor.

Chip- und Halbleiter-Aktien | Online Broker LYNX
Chip- und Halbleiter-Aktien 2026

Solar-Aktien Liste

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Solar-Aktie Market Cap in Mrd. Kurs Währung Symbol ISIN
Enphase Energy Inc 5,69 45,64 USD ENPH US29355A1079
Sunrun Inc 4,43 19,35 USD RUN US86771W1053
First Solar, Inc. 24,21 225,95 USD FSLR US3364331070
SolarEdge Technologies Inc. 2,12 37,19 USD SEDG US83417M1045
NextEra Energy Inc. 195,43 92,71 USD NEE US65339F1012
Nextracker Inc 17,29 122,59 USD NXT US65290E1010
Daqo New Energy Corp ADR 1,67 24,25 USD DQ US23703Q2030
JinkoSolar Holdings Co., Ltd. 1,37 26,47 USD JKS US47759T1007
Canadian Solar Inc. 1,30 19,05 USD CSIQ CA1366351098
SMA Solar Technology AG 1,18 32,64 EUR S92 DE000A0DJ6J9

Top-Aktien der Solar Branche

Diese Solar-Aktien könnten von einem möglichen Comeback der Solarbranche im Jahr 2026 profitieren:

First Solar: Wertvollster Solarmodulhersteller

First Solar (ISIN: US3364331070 – Symbol: FSLR – Währung: USD) weist von allen Solarmodulherstellern mit derzeit ca. 22 Mrd. USD den höchsten Börsenwert auf. Das US-Unternehmen mit Sitz in Arizona stellt Dünnschicht-Solarmodule her, die bei wechselnden Temperaturen gleichmäßiger Strom erzeugen und somit einen höheren Wirkungsgrad haben als kristalline Silizium-Module. Vor allem für Stromkonzerne und Solarparks ist dies oft das entscheidende Argument für die Dünnschichttechnologie. Neben Solarmodulen bietet das Unternehmen umfassende Photovoltaik-Systemlösungen und Serviceleistungen an. First Solar realisiert beispielsweise Großprojekte, die nach Fertigstellung an Stromkonzerne verkauft werden. Der US-Konzern stellt seine Module großteils ohne China-Rohstoffe in den USA her und profitiert daher von Zöllen auf chinesische PV-Komponenten. Zudem verfügt First Solar über eine außerordentlich starke Bilanz. So hat das finanziell stark aufgestellte Unternehmen zum Ende 2025 rund 2,8 Mrd. USD an Barmitteln und liquiden Wertpapieren sowie rund 9,5 Mrd. USD Eigenkapital.

Langfristiges Basisinvestment im Solarbereich

Für das Jahr 2025 meldete First Solar einen Umsatzanstieg von +24 % auf 5,22 Mrd. USD sowie ein Ergebnis von 14,21 USD (+18 %) je Aktie. Im Jahr 2026 soll der Umsatz laut Marktkonsens in etwa gleich bleiben, während ein Gewinn von 18,16 USD (+28 %) je Aktie erwartet wird. Im nächsten Jahr soll laut Analysten bei 6,07 Mrd. USD (+16 %) Umsatz dann 23,58 USD (+30 %) Gewinn je Aktie erzielt werden.

Solar Aktien: Kursentwicklung der First Solar Aktie von April 2023 bis April 2026 | Online Broker LYNX
First Solar Aktie: Chart vom 13.04.2026, Kurs: 200,35 USD, Kürzel: FSLR | Quelle: TWS

Dank der robusten Bilanz, voller Auftragsbücher und einer starken Technologie gehört die mit einem für 2026 erwarteten KGV von knapp unter 11,2 vergleichsweise moderat bewertete First-Solar-Aktie für uns zu den Favoriten der Branche. Beim unerbittlichen Verdrängungswettkampf der anderen Modulhersteller ist First Solar weitgehend außen vor. Im trotz „Einigung“ weiterhin schwelenden Handelsstreit der USA mit China könnte sich die US-basierte Produktion als enormer Wettbewerbsvorteil erweisen.

JinkoSolar: Umsatzstarker Modul-Gigant
aus China

JinkoSolar (ISIN: US47759T1007 – Symbol: JKS – Währung: USD) mit Sitz in Shanghai gilt mit einem erwarteten Jahresumsatz von mehr als 13 Mrd. USD als einer der umsatzstärksten Solarzellenhersteller weltweit. Neben kristallinen Silizium-Modulen werden auch Montagesysteme vermarktet. Die Tochterfirma JinkoPower betreibt eigene Solarparks. Im Jahr 2025 lieferte JinkoSolar wie im Vorjahr Module mit einer Gesamtleistung von mehr als 90 GW aus. Das entspricht knapp 14 % der geschätzten globalen Neuinstallationen (655 GW). Das Unternehmen deckt mit seiner vertikalen Integration einen großen Teil der Wertschöpfungskette selbst ab, sodass JinkoSolar bei hoher Nachfrage besonders stark profitiert. Bei den Modulpreisen gilt das Unternehmen neben den ebenfalls aus China stammenden Unternehmen Tongwei SolarLONGi Green Energy TechnologyJA Solar und AIKO Solar als einer der Taktgeber in Sachen Kosten und Preise.

Verlust im Jahr 2025

Im Jahr 2025 gingen die Umsätze laut vorläufigen Zahlen erneut um -28 % auf ca. 9,1 Mrd. USD zurück. Nach einem Gewinn je Aktie von 1,49 USD im Vorjahr rutschte der Konzern mit einem Ergebnis von -0,09 USD je Aktie sogar leicht in die roten Zahlen. Für das Jahr 2026 sind die Erwartungen wieder deutlich besser. Bei einem Umsatzplus von +39 % auf 13,3 Mrd. USD wird laut Marktkonsens immerhin wieder ein moderater Gewinn je Aktie in Höhe von 0,32 USD je Aktie erwartet. Der positive Trend soll auch im Folgejahr anhalten: Bei Umsätzen in Höhe von 14,5 Mrd. USD (+9 %) stellen die Analysten einen Gewinn von 0,39 USD je Aktie in Aussicht.  Überraschungen sind jedoch nicht ausgeschlossen, denn selbst kleine Margenveränderungen wirken sich erheblich auf die Gewinne des führenden Solarmodulherstellers aus.  

Solar Aktien: Kursentwicklung der JinkoSolar Aktie von April 2023 bis April 2026 | Online Broker LYNX
JinkoSolar Aktie: Chart vom 13.04.2026, Kurs: 23,80 USD, Kürzel: JKS | Quelle: TWS

Nach jahrelanger Abwärtstendenz weist der Kurstrend der schwankungsfreudigen Aktie seit dem Frühjahr 2025 wieder moderat nach oben. Bei aktuellen Kursen von 22,91 USD beträgt die Marktkapitalisierung rund 1,2 Mrd. USD. Damit notiert die JinkoSolar-Aktie bei einem Bruchteil des Jahresumsatzes. Anleger sollten berücksichtigen, dass die Ergebnisschätzungen – in beide Richtungen – mit starken Unsicherheiten belastet sind. Auch das „China-Risiko“ lässt sich nicht von der Hand weisen, sodass die volatile Aktie einen sehr spekulativen Charakter hat. Unterm Strich gibt es Argumente für und wider die JinkoSolar-Aktie, sodass wir unsere neutrale Einschätzung vorerst beibehalten.

Canadian Solar: Kanadischer Solarkonzern mit Produktion in China

Die kanadische Solarfirma Canadian Solar (ISIN: CA1366351098 – Symbol: CSIQ – Währung: CAD), die ihre Module aus Kostengründen in China produzieren lässt, kommt in Sachen Produktion und Auslieferungen nicht ganz in die Regionen von JinkoSolar. Und aufgrund der geringeren Fertigungstiefe sind die Umsätze auch deutlich niedriger als beim chinesischen Konkurrenten. Seit der Gründung im Jahr 2001 hat Canadian Solar eigenen Angaben zufolge bereits Solarmodule mit mehr als 174 GW Leistung ausgeliefert. Neben Modulen werden Wechselrichter und Stromspeicherlösungen sowie Servicedienstleistungen angeboten. Insgesamt hat das Unternehmen bereits Energiespeicher mit einer Kapazität von 18 GWh ausgeliefert. Canadian Solar entwickelt, baut, betreibt und verkauft daneben auch ganze Solarparks. Im Bau sowie in der Pipeline befinden sich weitere PV-Großprojekte im Gesamtvolumen von mehr als 24 GW sowie Speicherprojekte im Volumen von 83 GWh.

Turnaround im Blick

Für das Geschäftsjahr 2025 meldete Canadian Solar laut vorläufigen Zahlen einen Umsatz in Höhe von 5,6 Mrd. USD (-6,5 %) sowie einen Verlust in Höhe von -2,50 USD (Vorjahr: -1,45 USD) je Aktie. Im Jahr 2026 soll der Umsatz den Analystenschätzungen zufolge um +25 % auf 6,99 Mrd. USD zulegen, während das Ergebnis je Aktie mit -2,38 USD jedoch erneut im dunkelroten Bereich erwartet wird. Für das kommende Jahr 2027 wird dann jedoch der Turnaround angepeilt. Hier liegt der Konsens bei 8,08 Mrd. USD Umsatz (+16 %) und einem Gewinn von 1,19 USD je Aktie. Die Schätzungen wurden zuletzt erheblich nach oben angepasst.

Solar Aktien: Kursentwicklung der Canadian Solar Aktie von April 2023 bis April 2026 | Online Broker LYNX
Canadian Solar Aktie: Chart vom 13.04.2026, Kurs: 12,72 USD, Kürzel: CSIQ | Quelle: TWS

Genau wie JinkoSolar gehört auch Canadian Solar zu den Photovoltaik-Herstellern, die vor allem auf der Kosten- bzw. Preis-Ebene konkurrieren. Dies spiegelt auch die Kursentwicklung der Canadian-Solar-Aktie wider. Nachdem sich der Ausblick zuletzt wieder verbessert hat, erholte sich die Aktie stark und kletterte von ihrem Tief bei 6,57 USD innerhalb weniger Monate wieder bis auf über 34 USD. Der Großteil der Kursgewinne wurde seitdem allerdings wieder abgegeben. Wie bei Jinko Solar liegt die Marktkapitalisierung von Canadian Solar mit aktuell nur ca. 850 Mio. USD weit unter dem erwarteten Jahresumsatz. Anstiege oder Rückgänge bei den Modulpreisen haben eine entsprechend große Hebelwirkung auf die Gewinne. Trotz der verbesserten Geschäftsprognosen muss Canadian Solar erst noch beweisen, dass man tatsächlich die Kurve bekommt und den Turnaround in den kommenden Jahren erreicht. Auch bei der Canadian-Solar-Aktie würden wir vorerst noch zur neutralen Seitenlinie raten.

Solar Aktien Vergleich: Liste nach Performance

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Solar-Aktie Kurs 52 W Tief 52 W Hoch YTD 6 M 1 J 5 J
Sunrun 19,35 5,38 22,44 5,16 % 39,01 % 119,39 % -73,92 %
Enphase Energy 45,64 25,78 70,78 42,40 % 31,00 % -28,62 % -75,90 %
Nextracker 122,59 36,06 131,59 40,73 % 102,36 % 159,18 %
SolarEdge Technologies 37,19 11,00 48,60 28,91 % 23,72 % 127,32 % -88,89 %
JinkoSolar 26,47 13,42 31,88 2,56 % 14,39 % 15,34 % -56,63 %
NextEra Energy 92,71 61,72 94,94 15,48 % 22,94 % 36,22 % 14,91 %
SMA Solar 32,64 11,86 38,84 -4,28 % 46,37 % 105,15 % -45,83 %
Canadian Solar 19,05 6,57 34,59 -19,86 % 51,79 % 79,21 % -65,87 %
Daqo New Energy ADR 24,25 12,41 36,59 -17,80 % 5,57 % 12,11 % -78,45 %
First Solar 225,95 116,56 285,99 -13,51 % 13,00 % 41,43 % 135,76 %
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Solar-ETF als Alternative zu Einzelaktien

Wer nicht in Einzelaktien aus dem Solarsektor investieren möchte, der könnte mit einem Solar-ETF auf eine positive Entwicklung der gesamten Branche setzen. Der iShares Global Clean Energy ETF (ISIN: IE00B1XNHC34 – Symbol: IQQH – Währung: USD) deckt zwar auch andere Themen wie Energie aus Wind, Wasser, Geothermie und Brennstoffzellen ab, aber Solarenergie spielt eine sehr wichtige Rolle. Die zweitgrößte Position ist mit 8,7 % Depotanteil Nextpower, gefolgt von First Solar mit 6 % Portfolioanteil. Mit Enphase Energy, SolarEdge, Sungrow Power Supply und Sunrun befinden sich vier weitere Solarwerte unter den Top 20 Investments.

Informationen zum Produkt finden Sie hier:
iShares Global Clean Energy UCITS ETF USD Dist. – Risikoindikator: 5

Solar-Werte: Harter Wettbewerb

Durch den harten Verdrängungswettbewerb geraten die Umsätze und Gewinnmargen der meisten Solarfirmen immer wieder unter enormen Druck, was dann auch bei den größten Branchenvertretern meist zu Verlusten führt. Obwohl die Solarenergie in den letzten Jahren einen großen Siegeszug erlebte und in einigen Jahren zur wichtigsten Energiequelle überhaupt aufsteigen könnte, ist der Sektor extrem zyklisch. Überkapazitäten und hohe Lagerbestände ließen die Umsätze der Hersteller trotz weltweit steigendem Installationsvolumen in den letzten drei Jahren deutlich einbrechen. Die meisten Unternehmen der PV-Branche, vor allem die Hersteller von Modulen und Wechselrichtern, führten deshalb harte Einschnitte auf der Kostenseite durch und drosselten die Produktion. Nun könnte sich der Sektor gefangen haben, denn Sonnenstrom dürfte in den kommenden Jahren stetig wettbewerbsfähiger werden. Dies gilt vor allem in Kombination mit riesigen Batteriespeichern, die den Strom dann bereitstellen, wenn er benötigt wird. Obwohl sich die Kurse der meisten Solaraktien seit Mitte 2025 unter hohen Schwankungen wieder im Aufwind befinden, liegt der Börsenwert vieler Solarfirmen noch weit unter dem Umsatz. Eine Ausnahme unter den Modulherstellern bildet derzeit First Solar, da diese Firma mit ihrer Technologie eine Alleinstellung mit klarem Wettbewerbsvorteil aufweist.

Die Bewertungssituation könnte sich zukünftig auch wieder ändern. Sobald sich die Preise für Solarmodule und -komponenten wieder stabiler entwickeln, entfaltet sich bei vielen Unternehmen ein Gewinnhebel. Denn sobald die Kosten stärker fallen als die Preise, erhöht sich die Gewinnmarge der Hersteller. Ausgehend vom niedrigen Niveau könnte dies dann auch für die großen Mengenhersteller rasch eine Gewinnverdopplung oder -verdreifachung bedeuten. Der anhaltende Irankonflikt, der sich zunehmend um die Straße von Hormus im Persischen Golf dreht, könnte dazu beitragen, dass Solarenergie als Alternative zu fossilen Energieträgern – auch in den USA – wieder stärker in den Fokus rückt. In der größten Wirtschaftsnation der Welt war die Energiewende unter der Trump-Regierung zuletzt stark verzögert worden. Doch der langfristige Siegeszug von Solarenergie und anderen grünen Energien dürfte so oder so aus unserer Sicht nicht mehr zu stoppen sein.

Fazit: Die trüben Zeiten für Solar-Aktien könnten sich dem Ende neigen

In einer Branche, in der es keine allzu große Differenzierung gibt, ist es wichtig, in marktführende Solarunternehmen zu investieren, die sich auch in einem rauen Wettbewerbsklima langfristig behaupten könnten. Von den drei vorgestellten Unternehmen sticht vor allem First Solar hervor. Das Unternehmen ist in Sachen Technologie, Bilanzbild und Börsenwert Spitzenreiter und sollte diese starke Marktstellung wohl auch weiterhin verteidigen können. Die positive Aktienkursentwicklung spiegelt die Ausnahmestellung wider. Obwohl die aktuelle Situation für die meisten Solarfirmen zuletzt recht trübe erschien, scheinen die Perspektiven für Solarenergie vor allem langfristig sehr sonnig. Allein für 2025 schätzt der europäische Branchenverband Solar Power Europe den Anstieg der im Jahr 2025 weltweit installierten Leistung auf 655 GW (+10 % zum Vorjahr). Zum Vergleich: Ein durchschnittliches Atomkraftwerk erzeugt etwa 1,5 GW Leistung. Es sieht alles danach aus, als würde sich die Situation bezüglich der Überkapazitäten und hohen Lagerbestände derzeit wieder deutlich verbessern. Doch der Gegenwind durch die Trump-Regierung und deren Zoll- und Steuerpolitik muss erst noch vollständig bewältigt werden. Doch wie bei jeder Konsolidierung werden dann einige Solar-Player gestärkt aus der trüben Zeit hervorgehen. Wer nicht auf die sehr schwankungsfreudigen Einzelwerte setzen möchte, könnte sich stattdessen einen Solar-ETF, wie z. B. den vorgestellten iShares Global Clean Energy ETF, näher anschauen.

Quellen:
Solar Power Europe: BloombergNEF expects up to 700 GW of new solar in 2025 (09.12.2025); https://www.pv-magazine.com/2025/03/13/bloombergnef-expects-up-to-700-gw-of-new-solar-in-2025/ Yahoo Finance: Analysten-Schätzungen (09.12.2025); https://finance.yahoo.com/
First Solar IR-Webseite (09.12.2025); https://investor.firstsolar.com/
Jinko Solar IR-Webseite (09.12.2025); https://ir.jinkosolar.com/
Canadian Solar IR-Webseite (09.12.2025); https://investors.canadiansolar.com/
Leitl, M. (2020): Was ist Chapter 11? (09.12.2025); https://www.manager-magazin.de/hbm/was-ist-chapter-11-a-00000000-0002-0001-0000-000030036702

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 13.04.2026 um 15:08 Uhr. Wir beabsichtigen, diesen Artikel mindestens alle 12 Monate zu aktualisieren.

 

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Wendelin Probst ist seit 1998 an der Börse aktiv und schreibt als Finanzjournalist seit mehr als 20 Jahren für verschiedene Finanzmedien. Nach dem Finanzwirtschafts-Studium und einem Praktikum bei der Börse München war er zunächst als Investor Relations Manager für mehrere deutsche Prime-Standard-Aktiengesellschaften tätig, bevor er sich 2007 als Tradingexperte und Finanzjournalist selbstständig machte. Seine Expertise liegt im Bereich Wachstums- und Technologieaktien, die er nach fundamentalen und charttechnischen Aspekten analysiert.

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