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Point and Figure: Kauf- und Verkaufssignale

Point and Figure Charttechnik: Einfacher geht es kaum
von Wendelin Probst
20.11.2019
Ob für eine Aktie ein potenzielles Kaufsignal vorliegt oder nicht, ist bisweilen nicht einfach zu erkennen. Denn für die Beurteilung der üblichen Candlestick- oder Balkencharts ist schon eine Menge Erfahrung notwendig, um jegliche Chartkonstellationen treffend zu interpretieren. Beim Point-and-Figure-Chart hingegen sieht die Sache ganz anders aus.

Wie Sie bereits wissen könnten, besteht ein Point-and-Figure-Chart aus Säulen. In dieser Reihe beschränke ich mich auf Charts, die nicht nach Wyckoff konstruiert sind und deswegen nur reine X- und O-Säulen aufweisen. Diese werden in stetiger Abfolge aufgebaut, sodass sich ein Bild wie dieses ergibt:

Point and Figure: DAX im Point and Figure Chart mit einem Reversal von 3 | Online Broker LYNX
Point and Figure: DAX im Point and Figure Chart mit einem Reversal von 3 | Quelle: Eigene Darstellung

Dargestellt ist hier der DAX in einem Point-and-Figure-Chart mit einem Reversal von Drei. Das bedeutet, dass erst dann ein Spaltenwechsel erfolgt, wenn sich eine Gegenbewegung von mindestens drei Kästchen ereignet.

Die Kästchengröße wird in diesem Beispiel durch die Chartcraft-Einstellung festgelegt. Im dargestellten Kursbereich bedeutet das eine Größe von 100 Punkten, solange der DAX unterhalb von 10.000 Zählern notiert. 200 Punkte werden verwendet, sobald der deutsche Leitindex Kurse bei 10.000 und darüber generiert.

Achten Sie einmal auf die Ereignisse in den einzelnen X-Achsen. Es fällt auf, dass sobald eine X-Spalte die vorhergehende X-Säule überschreitet, die Bewegung sehr oft eine Weile läuft. Gleiches gilt auch für O-Säulen. Unterschreitet die aktuelle die vorhergehende O-Spalte, geht der Kursrutsch sehr oft noch eine ganze Weile weiter. Wohlgemerkt: Das ist nicht immer der Fall, nur eben sehr oft.

Ein Kaufsignal im Point and Figure Chart

Per Definition entsteht im Point-and-Figure-Chart ein Kaufsignal dann, wenn die aktuelle X-Säule die Vorhergehende X-Säule um mindestens ein X überschreitet. Das sieht also so aus:

Point and Figure: Kaufsignal im Point and Figure Chart | Online Broker LYNX
Point and Figure: Kaufsignal im Point and Figure Chart | Quelle: Eigene Darstellung

Ein Verkaufssignal im Point and Figure Chart

Entsprechendes gilt für das Verkaufssignal. Dieses entsteht dann, wenn die aktuelle O-Spalte die Vorhergehende O-Säule um mindestens ein O unterschreitet. Das sieht also so aus:

Point and Figure: Verkaufssignal im Point and Figure Chart | Online Broker LYNX
Point and Figure: Verkaufssignal im Point and Figure Chart | Quelle: Eigene Darstellung

Grundmuster für Kauf- und Verkaufssignale

Die oben vorgestellten Grundmuster für Kauf- und Verkaufssignale finden sich in allen signalgebenden Formationen wieder. Unter den zahlreichen Mustern sei nur das „Triple Top“. Das „Bullische Katapult“ oder das „Quadruple Top“ genannt. Diese Formationen einzeln vorzustellen, würde den Umfang dieses Artikels sprengen. Deswegen noch einmal mein Hinweis:

Konzentrieren Sie sich am besten auf die oben gezeigten Grundmuster. Diese finden sich natürlich auch in den komplexeren Formationen. Es geht nicht darum, möglichst viele Fachbegriffe zu kennen. Stattdessen ist es wichtig, Kauf- und Verkaufssignale auch als solche zu erkennen!

Denn prinzipiell gilt, dass ein Signal nur vor einem Gegensignal abgelöst werden kann. Weist also ein Chart ein Kaufsignal auf, bleibt dieses intakt, bis ein Verkaufssignal auftritt. Und dieses bleibt wiederum aktiv, bis ein Kaufsignal folgt, sodass es in diesem binären System nur „entweder … oder“ gibt. Das erklärt auch, warum es im Point-and-Figure-Chart keine „neutralen“ Chartsituationen gibt. Entweder weist ein Wert ein Kauf- oder eben ein Verkaufssignal auf.

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Wendelin Probst ist seit 1998 an der Börse aktiv und schreibt als Finanzjournalist seit mehr als 20 Jahren für verschiedene Finanzmedien. Nach dem Finanzwirtschafts-Studium und einem Praktikum bei der Börse München war er zunächst als Investor Relations Manager für mehrere deutsche Prime-Standard-Aktiengesellschaften tätig, bevor er sich 2007 als Tradingexperte und Finanzjournalist selbstständig machte. Seine Expertise liegt im Bereich Wachstums- und Technologieaktien, die er nach fundamentalen und charttechnischen Aspekten analysiert.

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