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Automatic Data Processing Aktie Prognose Dividendenaristokrat ADP: War alles nur eine Fata Morgana?

News: Aktuelle Analyse der Automatic Data Processing Aktie

In diesem Artikel
Automatic Data Processing
ISIN: US0530151036
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Ticker: ADP --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Automatic Data Processing Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Wenn große Sorgen auf starke Fundamentaldaten treffen: Hat der Markt die KI-Gefahr bei Automatic Data Processing überschätzt?

Die KI-Angst bröckelt

Es gibt Unternehmen, die liefern nahezu immer ab. Automatic Data Processing (ADP) ist eines davon. Das hat jedoch nicht verhindert, dass der Kurs ordentlich unter Druck gekommen ist.

Einer der Hauptgründe dürfte die Sorge gewesen sein, dass ADP zu den Verlierern des KI-Booms gehören könnte. Schließlich versprechen neue KI-Anwendungen, viele Aufgaben im Personalwesen zu automatisieren und könnten damit die Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber senken.

Bisher handelt es sich jedoch nur um Befürchtungen. An den Geschäftszahlen lassen sich keinerlei Probleme erkennen. Umsatz, Margen und Gewinn entwickeln sich weiterhin in die richtige Richtung.
Auch mehrere Jahre nach der Veröffentlichung von ChatGPT (Ende 2022) und zahllosen neuen KI-Anwendungen und Start-Ups erzielt Automatic Data Processing ein Rekordergebnis nach dem anderen.
Die Kundenbindung ist weiterhin hoch und ADP integriert selbst zunehmend KI-Funktionen in seine Plattform.

Der Dividendenaristokrat setzt sich wieder durch

Automatic Data Processing bietet cloudbasierte Lösungen für den Bereich Human Resources an.

Unternehmen können über die Software von ADP nahezu alle Aufgaben im Bereich Human Resources abwickeln. Das umfasst die Erstellung von Gehaltsabrechnungen, die Erfassung der Arbeitszeit, die Rekrutierung neuer Mitarbeiter, Bonusprogramme, Versicherungen und Ähnliches.

Themen wie medizinische Versorgung sind in Deutschland selbstverständlich, in den USA aber keineswegs. Auch dieses Thema wird abgedeckt.

Selbst kleinere Unternehmen müssen auf ADP oder ähnliche Angebote zurückgreifen und die meisten Kunden bleiben über Jahre hinweg treu.
Eine Umstellung von Systemen innerhalb eines Unternehmens ist mitunter kompliziert bis kaum durchführbar.

Ferner ist ADP ein Dividenden-Aristokrat und hat die Ausschüttung 51 Jahre in Folge erhöht.
Die Dividendenrendite liegt derzeit bei 2,71 % und ist gut finanziert.

In den letzten zehn Jahren kletterte der Umsatz von 11,67 auf 20,56 Mrd. USD. Da das Geschäft nicht kapitalintensiv ist, konnte man sich gleichzeitig noch umfangreiche Aktienrückkäufe leisten. Die Zahl der ausstehenden Papiere wurde in diesem Zeitraum von 457 auf 407 Millionen reduziert.

Wachstum ohne erkennbare Schwäche

Darüber hinaus hat sich die Profitabilität in dieser Zeit verbessert. Der Gewinn konnte daher überproportional gesteigert werden, von 3,26 auf 10,01 USD je Aktie.

Im laufenden Geschäftsjahr (6/2026) hat sich die positive Entwicklung konsequent fortgesetzt.

Im ersten Quartal lag der Gewinn mit 2,49 USD je Aktie über den Erwartungen von 2,44 USD. Mit einem Umsatz von 5,20 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 5,12 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus und einem Anstieg des Gewinns um 6 %.

Im zweiten Quartal lag der Gewinn mit 2,62 USD je Aktie über den Erwartungen von 2,58 USD. Mit einem Umsatz von 5,36 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen erfüllt.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 5 % und einem Gewinnsprung um 11 %.

Daraufhin wurden die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr von plus 8 bis 10 % auf plus 9 bis 10 % leicht erhöht.

Ausblick und Bewertung

Im dritten Quartal lag der Gewinn mit 3,37 USD je Aktie wieder über den Erwartungen von 3,28 USD. Mit einem Umsatz von 5,94 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 5,86 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 6 % und einem Gewinnsprung um 10 %.

Daraufhin wurde die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von plus 6 % auf plus 6 bis 7 % erhöht und die Gewinnerwartungen auf plus 10 – 11 %.

Dazu passen die Konsensschätzungen, die einen Gewinnsprung um 11 % auf 11,06 USD je Aktie vorhersehen. Automatic Data Processing kommt demnach auf eine forward P/E von 22,7.

Die Wachstumsraten von ADP liegen damit in etwa auf dem langfristigen Durchschnittsniveau. Eine Abkühlung oder nennenswerte Probleme sind nicht zu erkennen.
Es scheint, als würde sich die Furcht vor einer KI-Disruption als Fata Morgana herausstellen.

Sollte Automatic Data Processing in den kommenden Quartalen ebenfalls abliefern und die KI-Angst zerstreuen, könnte die Bewertung wieder auf das historisch übliche Niveau steigen.
Im langjährigen Durchschnitt lag die P/E bei 28,5. Aktuell würde das einem Kursziel von 315,21 USD entsprechen.

Sollte das Ergebnis im Geschäftsjahr 6/2027 wie erwartet um 10 % auf 12,22 USD je Aktie steigen, entspräche das einem Kursziel von 348,27 USD.

Automatic Data Processing Aktie: Chart vom 14.07.2026, Kurs: 251,05 USD – Kürzel: ADP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Automatic Data Processing Aktie: Chart vom 14.07.2026, Kurs: 251,05 USD – Kürzel: ADP | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein nachhaltiger Ausbruch über 250 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 268 und 286 USD.

Für antizyklische Investoren wären die Unterstützungen bei 233 sowie 225 und 211 – 216 USD interessant.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.07.2026 um 10:51 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

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