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Rüstungsaktien 2026

Diese Aktien aus der Rüstungsindustrie könnten von den stark steigenden Verteidigungsbudgets profitieren.
von Wendelin Probst
13.03.2026 | 17:38 Uhr

Die Aktienanalysen von Wendelin Probst basieren in erster Linie auf fundamentaler Analyse. Hierbei legt der Autor besonderen Wert auf Umsatz- und Gewinnwachstum, Innovationskraft und Marktposition eines Unternehmens. Auch allgemeine Rahmenbedingungen wie Konjunkturzyklus, Branchen- und Zukunftstrends werden in seinen Studien berücksichtigt. Neben den fundamentalen Aspekten stellt der Autor zur Einordnung der aktuellen Aktienkursentwicklung auch grundlegende markt- und charttechnische Betrachtungen an. Dies könnte beispielsweise die Börsenphase sein, in der sich der Aktienmarkt zum Betrachtungszeitpunkt befindet (z. B. Bullenmarkt, Korrektur oder Seitwärtsphase) oder der Trendverlauf der Aktie (z. B. Abwärtstrend oder Aufwärtstrend).

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In Europa setzt sich zunehmend die Überzeugung durch, dass auf die Schutzmacht USA unter ihrem Präsidenten Donald Trump nicht wirklich Verlass ist. Vor allem mit Blick auf den Ukraine-Krieg sind sich die Regierungschefs der wichtigsten europäischen Länder einig, dass mehr in die eigene Verteidigung investiert werden muss, damit die Sicherheit Europas aus eigener Kraft gewährleistet wird.

In diesem Artikel sehen wir uns an, ob man als Anleger von der militärischen Aufrüstung in Europa profitieren könnte, und stellen Ihnen zehn aus unserer Sicht interessante Rüstungsaktien vor. Drei der Rüstungsfirmen – Rheinmetall, Hensoldt und Leonardo – schauen wir uns dabei etwas näher an.

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Inhalt

Darf man mit Rüstungs-Aktien überhaupt Geld verdienen?

Ob man in Rüstungsaktien investiert, ist natürlich eine Gewissensfrage. Viele Privatanleger verzichten aus ethischen und moralischen Gründen auf Aktien des Rüstungssektors, weil sie nicht von den „schmutzigen Geschäften“ der Hersteller von tod- und leidbringenden Waffen und Kriegsgerät profitieren wollen. Doch andererseits wollen wir alle in Sicherheit, Freiheit und Frieden leben. Und dazu ist nun mal eine funktionierende Landesverteidigung notwendig. Sofern die Waffen und Rüstungsgüter also in den richtigen Händen sind, sichern diese Frieden und Freiheit, indem militärischen Bedrohungen durch Abschreckung begegnet wird.

Doch natürlich muss man deshalb noch längst nicht in Waffen-Aktien investieren. So wird ein überzeugter Veganer wohl genauso wenig in Fleischkonzerne investieren, wie ein Pazifist in Rüstungskonzerne. Und so sollte letztendlich jeder Anleger selbst entscheiden, in welchen Sektoren er investiert. Rein sachlich betrachtet sind Rüstungsaktien aufgrund der geringen Korrelation mit anderen Branchen zur Depotbeimischung jedoch recht gut geeignet.

Ukraine-Krieg führt zu stark steigenden Militärausgaben

Der Ukraine-Krieg und vor allem die europakritische US-Regierung unter Donald Trump zeigen jedoch, dass sich Europa und die NATO in Sachen Verteidigungsfähigkeit in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu stark auf die Weltmacht USA als wichtigsten Partner verlassen haben. Zuletzt häuften sich Berichte, die einen großangelegten Truppenabzug aus Europa oder sogar den Austritt der USA aus dem nordatlantischen Verteidigungsbündnis (NATO) für möglich halten.

Ob es tatsächlich so weit kommt oder nicht – es findet ein Umdenken statt, denn der aktuelle Status quo ist nicht mehr haltbar. Die Bundeswehr wird – wie andere europäische Heere – nicht zu Unrecht als Bonsai-Armee bezeichnet. Zwar gibt es hochmodernes Equipment, das jedoch nur in sehr kleinem Umfang funktionsfähig zur Verfügung steht. Es herrscht daher Einigkeit darüber, dass weder die Ausrüstung noch die Truppenstärke die Erfordernisse der heutigen Zeit erfüllen. Aus diesem Grund sollen in den kommenden Jahren allein in Deutschland etliche hundert Milliarden in Rüstung investiert werden. Die Schuldenbremse wurde dazu im Jahr 2025 mit einer Grundgesetzänderung stark aufgeweicht, so dass alle Verteidigungsausgaben oberhalb von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht mehr unter die Beschränkungen der Schuldenbremse fallen. Doch nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern soll gewaltig aufgerüstet werden. Analysten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass die Verteidigungsausgaben in Europa von 1,8 % des BIP im Jahr 2024 bis 2027 um rund ein Drittel auf 2,4 % der Wirtschaftsleistung ansteigen.

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Welche Rüstungs-Aktien kaufen?

Von den steigenden Verteidigungsausgaben auf dem europäischen Kontinent dürften heimische Rüstungshersteller am meisten profitieren. Denn schließlich will man aus politischer Sicht zum einen die technischen und materiellen Abhängigkeiten verringern und zum anderen möglichst vermeiden, dass amerikanische Konzerne am Ende gar zu Nutznießern der Trump-Politik werden.

Hier finden Sie eine Rüstungs-Aktien-Liste mit zehn börsennotierten Unternehmen, die stark im Bereich militärischer Güter engagiert sind – unsere Rüstungs-Aktien-Tabelle. Drei dieser Rüstungs-Werte stellen wir Ihnen im Anschluss kurz vor.

Rüstungs-Aktien-Liste

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Rüstungs-Aktie Market Cap (Mrd.) Kurs Währung Symbol ISIN
Hensoldt AG 9,38 79,60 EUR HAG DE000HAG0005
Rheinmetall AG 74,82 1.608,50 EUR RHM DE0007030009
Thales S.A. 51,86 248,80 EUR HO FR0000121329
RENK Group AG 5,89 57,82 EUR R3NK DE000RENK730
Leonardo S.p.A. 32,43 55,46 EUR LDO IT0003856405
RTX Corporation 268,54 203,50 USD RTX US75513E1010
Elbit Systems Ltd. 26,25 584,00 EUR EB2 IL0010811243
Airbus Group 156,79 196,90 EUR AIR NL0000235190
Lockheed Martin Corp. 150,15 649,58 USD LMT US5398301094
Howmet Aerospace Inc. 100,60 252,55 USD HWM US4432011082
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Rüstungs-Aktien

In folgende Rüstungs-Aktien könnten Anleger investieren, um von den stark steigenden Verteidigungsbudgets zu profitieren.

Rheinmetall: Größter deutscher Rüstungskonzern

Rheinmetall (ISIN: DE0007030009, Symbol: RHM – Währung: EUR), mit Sitz in Düsseldorf, ist das größte deutsche Rüstungsunternehmen und seit Anfang 2023 auch im Deutschen DAX-40-Index enthalten. Neben Rüstungsgütern ist das international aufgestellte Unternehmen auch als Zulieferer für die Automobilindustrie tätig. Rheinmetall, das den Großteil aller Bundeswehr-Fahrzeuge herstellt, ist am bekanntesten für seine gepanzerten Fahrzeuge. Darunter der Kampfpanzer Leopard, der Schützenpanzer Marder, der Flugabwehrkanonenpanzer Gepard, der Transportpanzer Fuchs, Spezialfahrzeuge wie Keiler und Biber sowie die schwere Panzerhaubitze M109. Neue Fahrzeug- und Waffensystementwicklungen, die Wartung der bestehenden Bestände und ein steigender Exportanteil sorgen seit Jahren für stetig steigende Umsätze.

Steigende Umsätze und Gewinne

Im letzten Geschäftsjahr 2024 beschleunigte sich das Wachstum des Rheinmetall-Konzerns deutlich. Während die Umsatzerlöse um +36 % auf 9,75 Mrd. EUR zulegten, kletterten die Gewinne um +34 % auf 16,51 EUR je Aktie. Dieser Trend setzte sich auch im Jahr 2025 fort. Während Analysten für das abgelaufene Jahr mit Umsätzen in Höhe von 12,62 Mrd. EUR (+30 %) und Gewinnen in Höhe von 27,38 EUR (+66 %) je Aktie rechnen, werden für das klaufende Jahr 2026 bereits Gesamterlöse in Höhe von 114,5 Mrd. EUR (+15 %) sowie ein Gewinn je Aktie in Höhe von 40,07 EUR (+46 %) in Aussicht gestellt. Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung rechnen Marktbeobachter in diesem Jahr mit einer starken Anhebung der Dividende von 8,10 EUR im Vorjahr auf ca. 15,50 EUR.

Rüstungs-Aktien: Kursentwicklung der Rheinmetall Aktie von März 2023 bis März 2026 | Online Broker LYNX
Rheinmetall Aktie: Chart vom 09.03.2026, Kurs: 1.625 EUR, Kürzel: RHM | Quelle: TWS

Nachdem die Rheinmetall-Aktie nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs zunächst nur noch eine Richtung (nach oben) kannte und sich bis Anfang Oktober 2025 auf 2.007 EUR verzwanzigfachte, korrigiert die Aktie seither und ist von ihrem Rekordhoch wieder ein gutes Stück zurückgekommen. Dies liegt auch daran, dass die optimistischen Umsatz- und Gewinnschätzungen der Analysten leicht nach unten korrigiert wurden. Die Aktie könnte im Bereich von 1.500 bis 1.600 EUR durchaus wieder für mögliche Neueinstiege in Frage kommen.

Hensoldt: Verteidigungs- und Sicherheitselektronik made in Germany

Hensoldt (ISIN: DE000HAG0005, Symbol: HAG – Währung: EUR) ist im Jahr 2017 entstanden, als die Elektroniksparte des Rüstungsgeschäfts von Airbus abgespalten und ausgegliedert wurde. Hauptprodukte sind Radare und optoelektronische Systeme, elektronische Kampfführung sowie Avionik. Auch Sensorlösungen in den Bereichen Datenmanagement, Robotik und Cyber-Security zählen zum Angebotsspektrum des Unternehmens mit Sitz in Taufkirchen bei München. Insbesondere die führende Marktstellung im Bereich Drohnen und Drohnenabwehrsysteme prädestiniert Hensoldt für lukrative Großaufträge. Neben Standorten in Deutschland ist das Unternehmen in Frankreich, Südafrika und Großbritannien mit größeren Niederlassungen aktiv.

Hensoldt-Aktie konsolidiert nach Rekordjagd

Das Unternehmen steigerte seine Umsätze im Jahr 2025 um + 10 % auf 2,46 Mrd. EUR und erzielte dabei ein Gewinnwachstum von +11 % auf 1,03 EUR je Aktie. Die Analystenerwartungen von 2,55 Mrd. EUR Umsatz und 1,30 EUR Gewinn je Aktie wurden damit deutlich verfehlt. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gehen Marktexperten von einem Umsatzwachstum in Höhe von +12 % auf 2,76 Mrd. EUR sowie einem Gewinn je Aktie von 1,83 EUR (+78 %) aus. Im kommenden Jahr 2027 sieht der Analystenkonsens dann Umsätze von 3,23 Mrd. EUR (+17 %) sowie Gewinne von 2,16 EUR (+18 %) je Aktie vor. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine Dividende in Höhe von 0,55 EUR vorgeschlagen.

Rüstungs-Aktien: Kursentwicklung der Hensoldt Aktie von März 2022 bis März 2025 | Online Broker LYNX
Hensoldt Aktie: Chart vom 09.03.2026, Kurs: 77,80 EUR, Kürzel: HAG | Quelle: TWS

Auch die Hensoldt-Aktie verzeichnete zwischen dem Jahresanfang 2022 und dem Herbst 2025 einen starken, treppenförmigen Aufwärtstrend. Anschließend fiel der Kurs wieder deutlich unter das bisherige Rekordhoch von 117,70 EUR zurück. Auf dem aktuellen Kursniveau von ca. 77,95 erscheint die deutsche Rüstungs-Aktie trotz der weiterhin guten Wachstumsaussichten recht ambitioniert bewertet. Sollten im Jahr 2026 die Erwartungen der Analysten jedoch erreicht bzw. übertroffen werden, so könnte die Aktie ihr bisheriges Rekordhoch mittelfristig wieder ins Visier nehmen.

Leonardo: Italienischer Rüstungsriese auf Wachstumskurs

Das italienische Unternehmen Leonardo (ISIN: IT0003856405, Symbol: LDO – Währung: EUR), mit Sitz in Rom, ist ein weltweit führender Rüstungskonzern mit einer breiten Palette an militärischer Ausrüstung. Der Konzern, der weltweit rund 60.000 Mitarbeiter beschäftigt, entwickelt und baut Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer, Satelliten, Drohnen, Raketen und Raumfahrtkomponenten, Geräte für die Kommunikations- und Informationstechnik, Schiffsgeschütze, Torpedos und Waffensysteme. Neben den Heimatstandorten in Italien befinden sich größere Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Polen, Großbritannien und den USA. Leonardo hält eine größere Beteiligung in Höhe von 25,1 % am Kooperationspartner Hensoldt und arbeitet auch mit Rheinmetall sowie dem türkischen Drohnenhersteller Baykar eng zusammen. Auf dem aktuellen Kursniveau von ca. 61,46 EUR kommt Leonardo auf eine Marktkapitalisierung von rund 35 Mrd. EUR.

Kampfdrohnen versprechen Wachstum

Die Umsätze stiegen im Jahr 2025 vorläufigen Zahlen zu Folge um + 11 % auf 19,5 Mrd. EUR, während die Gewinne um +7 % auf 2,00 EUR je Aktie zulegten. Für das Jahr 2026 gehen Marktexperten von Umsätzen in Höhe von 21,0 Mrd. EUR (+8 %) und einem Gewinn je Aktie in Höhe von 2,25 EUR (+12,5 %) aus. Im kommenden Jahr 2027 sollen dann bei 22,5 Mrd. EUR (+7 %) Umsatz rund 2,67 EUR (+19 %) Gewinn je Aktie erwirtschaftet werden.

Rüstungs-Aktien: Kursentwicklung der Leonardo Aktie von März 2023 bis März 2026 | Online Broker LYNX
Leonardo Aktie: Chart vom 09.03.2026, Kurs: 41,83 EUR, Kürzel: LDO | Quelle: TWS

Im Gegensatz zu den anderen beiden vorgestellten Verteidigungsaktien befindet sich die Leonardo-Aktie weiterhin in einem starken Aufwärtstrend, der durch die umfangreichen Investitionspläne der europäischen Regierungen zuletzt stark angefeuert wurde. Obwohl Leonardo die Analystenerwartungen zuletzt deutlich übertroffen hat, ist die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau kein Schnäppchen. Die Geschäftsaussichten sind dennoch glänzend, was sich auch am hohen Auftragsbestand ablesen lässt. Leonardo profitiert besonders stark von der anziehenden Nachfrage nach Kampfdrohnen.

Rüstungs-Aktien Vergleich: Liste nach Performance

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Rüstungs-Aktie Kurs 52 W Tief 52 W Hoch YTD 6 M 1 J 5 J
Thales 248,80 168,75 279,30 9,36 % 5,07 % 37,27 % 219,47 %
Hensoldt 79,60 42,60 117,70 8,45 % -6,79 % 67,72 % 477,23 %
RENK Group 57,82 26,16 90,20 7,23 % -5,09 % 93,28 %
Lockheed Martin 649,58 410,11 656,34 34,30 % 48,46 % 53,50 % 92,75 %
Rheinmetall 1.608,50 856,00 2.007,00 3,61 % 0,22 % 72,81 % 1.793,24 %
Howmet Aerospace 252,55 105,04 256,70 23,18 % 47,47 % 89,29 % 781,81 %
Elbit Systems 584,00 276,20 643,00 16,10 % 47,33 % 109,77 % 396,60 %
Leonardo 55,46 32,66 60,94 13,48 % 19,01 % 58,91 % 796,83 %
RTX 203,50 112,27 206,48 10,96 % 32,07 % 66,24 % 178,54 %
Airbus 196,90 129,90 221,25 -0,32 % 5,54 % 14,61 % 109,53 %

Diese Rüstungs-ETFs gibt es

Wer nicht in Einzelaktien aus dem Verteidigungssektor investieren möchte, dem stehen einige diversifizierte Rüstungs-ETFs als Alternative zur Verfügung. Denn aufgrund der starken Anlegernachfrage sind in den letzten Jahren einige ETFs mit Schwerpunkt Rüstungsindustrie aufgelegt worden, beispielsweise der 2,8 Mrd. EUR schwere Future of Defence UCITS ETF (ISIN: IE000OJ5TQP4 – Symbol: ASWC – Währung: USD) von HANetf, der in Rüstungs-Aktien aus NATO-Plus-Ländern investiert. Fast dreimal so groß ist der VanEck Defence UCITS ETF (ISIN: IE000YYE6WK5 – Symbol: DFEN – Währung: USD) mit einem aktuellen Investitionsvolumen von 8,1 Mrd. EUR. Dieser Rüstungsaktien-ETF investiert global in börsennotierte Unternehmen aus dem Verteidigungssektor. Gleiches gilt für den etwas iShares Global Aerospace & Defence UCITS ETF (ISIN: IE000U9ODG19 – Symbol: 5J50 – Währung: USD), der ein aktuelles Fondsvermögen von knapp 1,5 Mrd. EUR aufweist.

Anleger, die nicht direkt in die Waffenindustrie investieren möchten, könnten sich beispielsweise auf digitale Verteidigung (Cybersecurity) beschränken. In diesem Bereich gibt es beispielsweise den L&G Cyber Security UCITS ETF (ISIN: IE00BYPLS672 – Symbol: CBRS – Währung: USD), der aktuell auf ein Fondsvolumen von 2,2 Mrd. EUR kommt, oder den iShares Digital Security ETF (ISIN: IE00BG0J4C88 – Symbol: L0CK – Währung: USD) mit derzeit knapp 1,3 Mrd. EUR ETF-Volumen.

Informationen zu den Produkten finden Sie hier:
Future of Defence UCITS ETF – Risikoindikator: 4
VanEck Defence UCITS ETF – Risikoindikator: 5
iShares Global Aerospace & Defence UCITS ETF – Risikonindikator: 4
L&G Cyber Security UCITS ETF – Risikoindikator: 5
iShares Digital Security UCITS ETF USD – Risikoindikator: 4

Fazit: Weiterhin gute Wachstumsperspektiven, besonders für europäische Rüstungs-Aktien

Als Anleger sollte man sich darüber bewusst sein, dass produzierte Waffen bei Bedarf auch eingesetzt werden – so wie dies zu Verteidigungszwecken in der Ukraine seit mittlerweile mehr als drei Jahren leider der Fall ist. Auch im Iran entfaltet sich bei den sogenannten Präventivschlägen der USA und Israel die Zerstörungskraft moderner Waffensysteme.

DiplomatieEntspannung und Frieden sind in der Weltpolitik immer noch das positivste und wünschenswerteste Szenario. Die Konfliktlösung im Gazastreifen war zweifellos ein diplomatischer Erfolg, der auch Hoffnung für andere militärische Konflikte, wie z. B. in der Ukraine, bedeutet. Bislang haben die Verhandlungen zum Ukraine-Krieg allerdings zu keinem Ergebnis geführt, doch es gibt immer wieder Versuche, den Konflikt zu beenden. Zuletzt gab es einige Rückschläge bei den Friedensverhandlungen, so dass es leider noch nicht nach einer echten Entspannung aussieht. Sobald jedoch ein nachhaltiger Friedensplan vorliegt und die Kriegsparteien tatsächlich zu dessen Unterzeichnung bereit sind, könnte dies Anleger dazu veranlassen, Rüstungsaktien zu verkaufen, sodass kurzfristig Druck auf die zweifellos ambitionierten Aktienkurse der Rüstungsbranche entstehen könnte.

Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es für die NATO-Partner höchste Zeit ist, ihre verkümmerte Verteidigung auszubauen und zu modernisieren. Die Zeitenwende in der US-amerikanischen Außenpolitik ist ein Weckruf an die Europäer, ihren Schutz und ihre Sicherheit wieder in die eigene Hand zu nehmen und die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu verringern. Dies gelingt jedoch nur dann, wenn massiv in europäische Schlüsseltechnologien und Systeme investiert wird. Ansonsten bestünde jederzeit die Gefahr, dass die USA die Bereitstellung von Daten oder technologischen Grundlagen einschränken könnten, so wie dies bei der Ukraine bereits der Fall war. Aus diesem Grund haben vor allem europäische Rüstungsunternehmen in den kommenden fünf bis zehn Jahren glänzende Wachstumsperspektiven. Erwartungsgemäß sollen in verschiedenen europäischen Ländern zusätzliche Investitionsprogramme über etliche hundert Milliarden aufgelegt werden. Nachdem die Kurse vieler europäischer Rüstungsaktien und Rüstungs-ETFs seit Herbst etwas Luft abgelassen haben, könnten durchaus Neueinstiege oder Nachkäufe erwogen werden. Auch bei den drei von uns vorgestellten Rüstungsaktien RheinmetallHensoldt und Leonardo.

Quellen:
Manager Magazin: EU-Spitzen lockern Bremse für höhere Verteidigungsausgaben (09.03.2026); https://www.manager-magazin.de/politik/europa/eu-sondergipfel-eu-regierungen-lockern-bremse-fuer-hoehere-verteidigungsausgaben-a-4197b5b5-0b6b-48fc-8cea-8c89f4fca391
Goldman Sachs: How much will rising defense spending boost Europe’s economy? (09.03.2026); https://www.goldmansachs.com/insights/articles/how-much-will-rising-defense-spending-boost-europes-economy
Bloomberg: Trump pauses military aid to Ukraine after clash with zelenskiy (09.03.2026); https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-03-03/trump-pauses-military-aid-to-ukraine-after-clash-with-zelenskiy
Yahoo Finance: Analysten-Schätzungen (09.03.2026); https://finance.yahoo.com/
Rheinmetall IR-Webseite (09.03.2026); https://ir.rheinmetall.com/de/
Hensoldt IR-Webseite (09.03.2026); https://investors.hensoldt.net/de
Leonardo IR-Webseite (09.03.2026); https://www.leonardo.com/en/investors
Reuters: Rubio says concrete Ukraine proposals needed now, or US will step back (09.03.2026); https://www.reuters.com/world/europe/rubio-says-concrete-ukraine-proposals-needed-now-or-us-will-step-back-2025-04-29/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.03.2026 um 12:41 Uhr. Wir beabsichtigen, diesen Artikel mindestens alle 6 Monate zu aktualisieren.


Wendelin Probst ist seit 1998 an der Börse aktiv und schreibt als Finanzjournalist seit mehr als 20 Jahren für verschiedene Finanzmedien. Nach dem Finanzwirtschafts-Studium und einem Praktikum bei der Börse München war er zunächst als Investor Relations Manager für mehrere deutsche Prime-Standard-Aktiengesellschaften tätig, bevor er sich 2007 als Tradingexperte und Finanzjournalist selbstständig machte. Seine Expertise liegt im Bereich Wachstums- und Technologieaktien, die er nach fundamentalen und charttechnischen Aspekten analysiert.

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