Der Fibonacci Indikator – Anlegen mit einer mathematischen Formel

Der Fibonacci Indikator ist häufiger Bestandteil der technischen Analyse eines Basiswertes, er ist jedoch nicht ganz einfach anzuwenden. Aber was bedeutet diese mathematische Formel eigentlich und auf welche Weise kann dieser Indikator verwendet werden? Wir werden Ihnen diese Fragen im folgenden Artikel beantworten und zeigen Ihnen zudem, wie Sie den Fibonacci Indikator korrekt in der LYNX Handelsplattform in einen Chart einfügen.

Was ist die Fibonacci-Folge?

Die Fibonacci-Folge ist eine der bekanntesten Zahlenfolgen und stellt eine unendliche Folge natürlicher Zahlen dar, die ursprünglich mit zweimal der Zahl 1 beginnt, aber heutzutage mit einer führenden Zahl 0 versehen ist. Die auf eine Zahl der Folge folgende Zahl entspricht jeweils der Summe der zwei vorhergehenden Zahlen. Nach den ersten zwei Zahlen der Fibonacci-Folge, der 0 und der 1, folgt wieder die Zahl 1 (0 + 1 = 1), darauf die 2 (1 + 1), dann die 3 (1 + 2) usw..

Der Anfang der Fibonacci-Folge sieht folgendermaßen aus:

0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, 610, 987, 1597, 2584, 4181, 6765, 10946, …

Benannt ist die Folge nach dem Rechenmeister Leonardo da Pisa, auch Fibonacci genannt, der damit im Jahr 1202 das Wachstum einer Kaninchenpopulation beschrieb. Die Zahlenfolge war allerdings schon in der Antike sowohl den Griechen als auch den Indern bekannt.

fibonacci-indicator

Die Prozentsätze, die für die Fibonacci-Linien in der Charttechnik verwendet werden, errechnen sich, indem man Zahlen der Fibonacci-Folge miteinander dividiert. Auf den genauen Grund dieser Herangehensweise werden wir im Folgenden nicht näher eingehen, sondern wir konzentrieren uns auf die richtige Anwendung der Fibonocci-Linien, welche Unterstützungs- und Widerstandszonen mithilfe horizontaler Linien im Chart darstellen und zum Treffen von Trading-Entscheidungen herangezogen werden können.

Wie stark ein Trend auch ist, Aktienmärkte bewegen sich nie geradlinig nach oben oder nach unten. Es kommt immer wieder zu zwischenzeitlichen Gegenbewegungen, auf welche im Anschluss eine Fortsetzung des Trends oder eine Trendumkehr folgt. Mithilfe der Fibonacci-Linien wird daher versucht abzuschätzen, an welcher Stelle eine Bewegung der Kurse im Chart ihr Ende finden könnte.

Wie werden die Fibonacci-Linien verwendet?

Wenn Sie einen längerfristigen Anlagehorizont verfolgen, dann ist es angebracht, den Fibonacci-Indikator auch in einem längerfristigen Chart zu verwenden. Ein Chart mit einer Zeitspanne von ungefähr einem Jahr oder länger würde sich in diesem Fall anbieten

Haben sie hingegen nur einen sehr kurzen Anlagehorizont und Wertpapiere werden von Ihnen nur kurz gehalten, dann sollten Sie einen Chart mit einer entsprechend kurzen Zeitspanne für die Fibonacci-Linien verwenden.

Bevor die Fibonacci-Linien über den Chart gelegt werden, ist es zunächst wichtig zu bestimmen, ob sich der zu analysierende Wert in einem Aufwärts- oder Abwärtstrend befindet. Dies ist sehr wichtig, da diese Tatsache darüber entscheidet, wie die Fibonacci-Linien im Chart angelegt werden.

Im folgenden Beispiel gehen wir von einem fallenden Trend aus. Daher stellen wir bei Punkt 1, dem höchsten Stand des vergangenen Jahres, das 0%-Level ein. Dies bildet den Ausgangspunkt der Analyse.

Bei Punkt 2, dem tiefsten Stand des letzten Jahres, setzen wir das 100%-Level an. Die gestrichelte Linie, die Punkt 1 und Punkt 2 verbindet ist deutlich abwärtsgerichtet und zeigt den angenommenen Abwärtstrend an.

Um die Anfangs- und die Endpunkte der Fibonacci-Linien zu bestimmen, verwenden Sie bitte immer die Hoch- und die Tiefpunkte im Chart, wie im obigen Beispiel beschrieben.

Wenn Sie einen Wert in einem Aufwärtstrend mit Hilfe der Fibonacci-Linien analysieren wollen, dann gehen sie entgegengesetzt wie in unserem Beispiel vor. Stellen Sie das 0%-Level auf den Tiefpunkt im Chart ein und dass 100%-Level auf den Hochpunkt.

Im obenstehenden Chart sehen Sie den Kursverlauf des niederländischen AEX-Index für ein Jahr. Der Hochpunkt in der gewählten Zeitspanne stammt aus dem Juli 2015 und liegt bei etwa 505 Punkten. Der Tiefpunkt lag bei 378 Punkten und dieses Niveau wurde im Februar 2016 erreicht. Nachdem der Index dieses Tief erreicht hatte, konnte er sich schnell erholen. Für die Analyse auf Basis der Fibonacci-Linien wurde in diesem Beispiel ein Abwärtstrend angenommen.

Der grüne Pfeil deutet auf das 38,2%-Level, an welchem der AEX-Index zu einer Korrektur ansetzte. Von diesem Niveau aus, verlor der Index in der Folge ungefähr 4%. Wie bei allen Indikatoren spielt auch bei dem Fibonacci-Indikator die Tatsache eine Rolle, dass je mehr Anleger diesen Indikator verwenden, desto besser dieser funktioniert. Da dieser Indikator sehr beliebt unter Anlegern ist, kommt es sehr häufig vor, das Aktien, Indizes, Währungen etc. an oder in der Nähe von Fibonacci-Linien Widerstände bzw. Unterstützungen finden und daher ist der Indikator sehr gut geeignet, um den richtigen Zeitpunkt für Käufe oder Verkäufe zu bestimmen.

Fibonacci über LYNX

Über die LYNX Handelsplattform haben Sie nicht nur Zugriff auf den Fibonacci-Indikator, sondern auf über 120 weitere technische Indikatoren. Wie Sie den Fibonacci-Indikator in der LYNX Handelsplattform im Chart einstellen, beschreiben wir Ihnen im folgenden Absatz:

Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den Chart, in den Sie die Fibonacci-Linien hinzufügen möchten. Danach erscheint das oben dargestellte Fenster und Sie gehen mit der Maus auf „Fibonacci-Linien hinzufügen“. Wählen Sie im Anschluss mit dem Cursor der Maus einen Hochpunkt oder Tiefpunkt im Chart aus, drücken und halten Sie die linke Maustaste und bewegen Sie den Coursor im Anschluss zu einem weiteren markanten Punkt im Chart. Die Fibonacci-Linien erscheinen und wenn Sie die linke Maustaste loslassen, werden die Fibonacci-Linien im Chart mit den entsprechenden Level dargestellt.

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