Die besten Marihuana Aktien 2018

Hinweis zum Handel von Marihuana-Aktien: LYNX bietet den Handel von Aktien von Unternehmen aus der Cannabis-Branche direkt an den Heimatbörsen der Unternehmen in den USA und Kanada an. Daher können Sie auch in Zukunft diese Produkte über LYNX problemlos handeln und sind nicht von dem Handelsverbot der Clearstream in Luxemburg betroffen. Zudem profitieren Sie von günstigen Kommissionen für den Handel ausländischer Aktien, engen Spreads und einem hohen Handelsvolumen. Der Besitz von Cannabis-Aktien bleibt in Deutschland natürlich weiterhin erlaubt. Falls ein LYNX Kunde eine von der Clearstream-Sperrung betroffene Aktie im Depot hält, die über LYNX weiterhin in den USA gehandelt werden kann, wird automatisch und kostenfrei am 19.09. ein Lagerstellenwechsel von Clearstream (EUR) zu USD durchgeführt. Depotüberträge von Cannabis-Aktien können aus Compliance-Gründen nicht angenommen werden. Es gibt aber die Möglichkeit, die Position beim bisherigen Broker zu schließen und über LYNX neu aufzubauen.

Die besten Aktien, mit denen Sie 2018 von einer Rallye der Marihuana Aktien profitieren könnten

Marihuana Aktien gehörten seit Mitte 2017 an der Börse zu den absoluten Überfliegern. Kein Wunder, denn in immer mehr Regionen der Welt wird Cannabis, zumindest zu medizinischen Zwecken, legalisiert. Auch Deutschland zählt dazu sowie immer mehr Bundesstaaten der USA.

In Kanada ist man schon einen Schritt weiter: Die medizinische Nutzung ist bereits seit 2001 legal und ab Oktober 2018 wird auch das „Kiffen“ offiziell erlaubt. Die letzte parlamentarische Hürde wurde nach monatelangen Debatten Ende Juni genommen, so dass Kanada der erste G7 Staat und nach Uruguay das zweite Land ist, in dem Haschisch auch zum privaten Genuss freigegeben wird. „Es war zu einfach für unsere Kinder Marihuana zu bekommen – und für Kriminelle, daraus Gewinne einzusacken. Heute ändern wir das“, schrieb Kanadas liberaler Premierminister Justin Trudeau beim Kurznachrichtendienst Twitter. Prognosen zufolge wird sich der kanadische Marihuana-Markt durch die geplante Legalisierung mehr als verzehnfachen. Kurz bis mittelfristig steht daher vor allem der kanadische Markt im Fokus der Anleger.

USA: Immer mehr Bundesstaaten legalisieren Marihuana

Nordamerika nimmt bei der Legalisierung von Cannabis eine Vorreiterrolle ein. So ist in den USA der Konsum von Marihuana seit Jahresbeginn 2018 auch im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien sowie in Nevada, Maine, Massachusetts und Vermont legal. Damit ist der straffreie Genuss von Cannabis mittlerweile bereits in neun US-Bundesstaaten mit insgesamt über 50 Mio. Einwohnern möglich. Weitere Bundesstaaten wollen folgen und Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2020 insgesamt 18 Bundesstaaten den Alltagskonsum freigeben. In insgesamt 30 Bundesstaaten ist zudem schon der Konsum zu medizinischen Zwecken erlaubt.

Auf Bundesebene illegal in einzelnen Staaten erlaubt

Trotzdem wird Marihuana auf Bundesebene von den US-Behörden noch immer ausschließlich als illegale Droge betrachtet. Dennoch unterstehen Drogenvergehen der Gesetzgebung der Bundesstaaten, so dass es diesen freisteht, vom Bundesrecht abzuweichen. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich von unterschiedlichen Regulierungen. In New York beispielsweise soll der Besitz kleiner Mengen Marihuana zumindest entkriminalisiert werden. Wer dort mit bis zu 25 Gramm Cannabis erwischt wird begeht zukünftig keine Straftat mehr, sondern riskiert allenfalls eine vergleichsweise geringe Verwaltungsstrafe.

US-Markt verspricht immenses Marktpotenzial

Langfristig verspricht der US-Markt das höchste Wachstumspotenzial. Allein dort soll das Volumen für medizinisches Marihuana Experten zufolge von 10 Mrd. USD im Jahr 2017 auf bis zu 40 Mrd. USD im Jahr 2021 ansteigen. Auch Bloomberg rechnet bei einer nationalen Legalisierung mit einem Marktpotenzial von 35 Mrd. USD bis 45 Mrd. USD. Und die amerikanische Bevölkerung steht hinter der Freigabe.

Bevölkerung befürwortet Legalisierung

Laut einer landesweiten Umfrage, die das Institut Gallup seit mehreren Jahrzehnten durchführt, sprechen sich über 68% der befragten US-Bürger für eine Legalisierung in den USA aus. Im ersten Umfragejahr 1969 waren nur 12% der amerikanischen Bevölkerung für eine Cannabis-Freigabe. Für eine medizinische Zulassung stimmten der Quinnipiac University zufolge sogar neun von zehn Befragten.

Die Steuereinnahmen sprudeln

Wie sehr die Bundesstaaten von der Freigabe profitieren, zeigen Colorado und Washington: Neben zahlreichen Arbeitsplätzen und Cannabis-Touristen sprudeln auch die Steuereinnahmen. Colorado verbuchte im Jahr im Jahr 2016 bereits rund 260 Mio. USD an Steuereinnahmen bei Marihuana-Umsätzen in Höhe von 1,7 Mrd. USD. Washington nahm 2017 mit 319 Mio. USD rund 100 Mio. USD mehr ein als mit Alkoholsteuern.

Ein neuer Industriezweig entsteht

Durch die voranschreitende Legalisierung bzw. Entkriminalisierung entsteht mit Forschung, Medizin, Anbau, Verarbeitung, Vertrieb und Konsum eine milliardenschwere Branche, die aktuell trotz hohen Investitionen noch in den Kinderschuhen steckt. Auf der einen Seite winken den Unternehmen hohe Einnahmen, auf der anderen Seite lassen sich wechselnde Gesetzeslagen und Risiken zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht wirklich überblicken. Vergleichbar ist die Goldgräberstimmung in der Branche mit den Zeiten des Neuen Marktes und der Internetblase. Von den zahlreichen gegründeten Unternehmen setzten sich nur die überlebensfähigsten und größten durch, während die meisten kleinen Firmen wieder von der Bildfläche verschwanden. Investitionen in die Cannabis-Branche versprechen daher durchaus hohes Gewinnpotenzial, sind aber auch mit extrem großen Unsicherheiten und hohen Risiken verbunden. Anleger sollten daher nur einen geringen Depotanteil setzen.

Cannabis-Aktien mit wilden Kursausschlägen

Der Global Cannabis Stock Index verdreifachte sich allein von Oktober 2017 bis Ende 2017 und korrigierte anschließend wieder um rund 40%. Durch die wilden Spekulationen ähneln die Kurskapriolen den Preisbewegungen von Kryptowährungen wie Bitcoin und Co.. Im Hinblick auf die Pflanze könnte man fast sagen, die Spekulation treibt seltsame Blüten.

Branche im Übernahmefieber

In der Branche geht es derzeit auch in Sachen Übernahmen hoch her, denn nur wer rechtzeitig aus den Startlöchern kommt, darf mit einem entsprechend großen Stück vom Marihuana-Kuchen rechnen. Dabei geht es vor allem darum, die Produktionskapazitäten schnell auszubauen und möglichst als erster Marktlücken zu schließen. So gab das kanadische Unternehmen Aphria beispielsweise Anfang 2018 ein Angebot in Höhe von 800 Mio. CAD für Nuuvera, einen Hersteller von medizinischem Cannabis ab. Zuvor hatte das Unternehmen bereits die Übernahme des Marihuana Produzenten Broken Coast Cannabis für bis zu 230 Mio. bekannt gegeben. Die ebenfalls in Kanada beheimatete Firma Aurora Cannabis leitete bereits Ende 2017 die Übernahme des Wettbewerbers Cannimed Therapeutics für 1,1 Mrd. CAD ein. Dadurch will Aurora den Konkurrenten und bisherigen Marktführer Canopy Growth in Sachen Marktanteile und Börsenwert überholen oder zumindest einholen.

Vorsicht vor Pump-and-Dump-Betrug

Auch wenn sich die Wachstumsaussichten für die meist noch sehr kleinen Unternehmen der jungen Marihuana-Branche insgesamt stetig verbessern, sollten Sie bei Aktieninvestments sehr vorsichtig sein: Besonders beim Thema Marihuana fallen viele Betrügereien nach dem „Pump-and-Dump-Schema“ (Aufpumpen und Abladen) auf. Dabei werden Aktien von wertlosen, kleinen Firmen mit viel PR und Jubelmeldungen gezielt in die Höhe getrieben. Dazu wird auch mit teils deutschsprachigen (!) Pressemeldungen sowie in bekannten Diskussionsforen gezielt für diese angeblichen Geheimtipps mit unglaublichem Kurspotenzial „getrommelt“. Dass die Geschichten dahinter frei von PR-Profis erfunden wurden, können sich viele Anleger nicht vorstellen. Denn auch die aufwändig erstellten Internetseiten, Pressemeldungen und Kaufempfehlungen wirken sehr professionell.

Bei wertlosen Firmen spielt jeder Aktienverkauf 100% Gewinn in die Taschen der Betrüger

Für unterstützende „Dienstleistungen“ ein paar Aktien abzugeben macht sich für die Hintermänner der Betrügereien bezahlt: Denn wenn wertlose oder fast wertlose Firmen künstlich auf eine millionenschwere Bewertung aufgepumpt werden, bedeutet jeder einzelne Aktienverkauf an Anleger bis zu 100% Gewinn – egal zu welchem Kurs verkauft wird. Sind alle Aktien mit PR und gekauften Kaufempfehlungen unters Volk gebracht, so ebbt das Trommelfeuer der PR-Meldungen ab und die Aktien streben ihrem eigentlichen Wert bei null entgegen.

Sie erkennen diese Firmen meist daran, dass Sie in den USA oder Kanada im OTC-Markt gelistet sind, d.h. nicht an einer regulierten Börse wie der NYSE oder der Nasdaq. Weil es sich zudem herumgesprochen hat, dass sich hierzulande besonders viele leichtgläubige Anleger finden lassen, gehört ein Zweitlisting in Deutschland zum Plan vieler Abzocker.

Große Preisschwankungen vorprogrammiert

Bitte beachten Sie auch folgendes: Alle Prognosen zur Entwicklung des Cannabis-Marktes in den kommenden Jahren sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. So lässt sich weder die Entwicklung des Angebots noch die tatsächliche Nachfrage der Konsumenten seriös schätzen. Da unzählige Anbieter auf den Markt drängen, steht in den Sternen wo der Marktpreis für Cannabis liegen wird. Es ist auch gut möglich, dass in absehbarer Zeit durch die hohen Investitionen ein Überangebot an Marihuana entsteht, das auf die Preise drückt. Hohe Preisschwankungen und ein harter Verdrängungswettbewerb scheinen dann vorprogrammiert. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen oder die Besteuerung können sich gemäß der politischen Stimmungslage schnell ändern und möglicherweise zu Verwerfungen und starken Kursschwankungen bei den Cannabis-Aktien führen.

Setzen Sie auf etablierte First Mover

Nachhaltig vom Marihuana-Boom profitieren werden vor allem Firmen, die bereits einige Jahre Erfahrung haben und sich im Markt schon jetzt positionieren und etablieren konnten. Wenn Sie spekulativ investieren möchten, so sollten Sie auf alle Fälle einen Anlagehorizont von mehreren Jahren haben. Wählen Sie nur Aktien von finanzstarken Unternehmen, die bereits Umsatzerlöse im zweistelligen Millionenbereich vorweisen können. Neben einem liquiden Aktienhandel an der Heimatbörse sollten Sie zudem eine Marktkapitalisierung von mehr als 500 Mio. Euro voraussetzen.

Deutsche Börse stellt Handel mit Cannabis-Aktien ab September ein

Bitte beachten Sie, dass Sie Marihuana-Aktien zukünftig nur an den jeweiligen Heimatbörsen in den USA und Kanada handeln können. Die Deutsche Börse setzt Aktien von 145 Unternehmen, die Cannabis produzieren, ab dem 24. September vom Handel aus. Grund ist eine neue Vorgabe aus Luxemburg, dem Sitz der Abwicklungs-Tochtergesellschaft Clearstream, wo ausländische Aktien verwahrt werden. Die Börsenaufsicht des Landes stuft den Handel mit Cannabis-Aktien als illegal ein und ordnete deshalb die Einstellung an. In Luxemburg ist der Konsum von Cannabis verboten und das betrifft auch den medizinischen Einsatz. Der Besitz von Cannabis-Aktien bleibt in Deutschland natürlich weiterhin erlaubt, denn hierzulande ist – wie eingangs erwähnt – auch der Einsatz zu medizinischen Zwecken gestattet.

Die drei besten Marihuana Aktien

Aufgrund der anstehenden Marktöffnung kristallisiert sich vor allem Kanada als Dreh- und Angelpunkt der Branche heraus. Die kanadische Regierung erwartet, dass 4,6 Mio. Kanadier jährlich ca. 655.000 kg Cannabis konsumieren werden und dafür 4,5 bis 6,2 Mrd. CAD ausgeben. Aus diesem Grund entstehen dort derzeit die größten Unternehmen der Branche.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Aktien von drei bereits milliardenschweren First Movern vor, die „Big Three“ des Cannabismarktes, die langfristig betrachtet das Zeug haben, zum Weltmarktführer aufzusteigen. Beachten Sie jedoch, dass Marihuana-Aktien im Jahr 2017 einen regelrechten Hype erlebt haben und manche Experten bereits von einer Blase sprechen. Es kann daher jederzeit weitere scharfe Kurs-Rücksetzer geben.

Aphria Inc.: Der Kostenführer

Der kanadische Produzent Aphria Inc. (ISIN: CA03765K1049 – Symbol: APH – Währung: CAD) bietet seinen Kunden neben medizinischem Cannabis auch Öl aus getrocknetem Marihuana an. Aphria gehört zu den wenigen Unternehmen, die autorisiert sind, medizinisches Marihuana an Länder mit medizinischem Bedarf wie Deutschland oder Australien zu exportieren. Dazu gibt es bereits Vertretungen in 10 Ländern auf 5 Kontinenten. Das Hauptaugenmerk des Unternehmens aus Leamington, Ontario liegt jedoch zunächst auf dem Heimatmarkt.

Produktionsmenge soll vervielfacht werden

Prognosen zufolge wird sich der kanadische Marihuana-Markt durch die geplante Legalisierung mehr als verzehnfachen. Aphria strebt daher an, die Produktionskapazitäten für getrocknetes Cannabis bis Anfang 2019 auf 255 Tonnen zu vervielfachen. Anfang des Jahres gab Aphria bekannt, den ebenfalls in Kanada ansässigen kleineren Marihuana Produzenten Broken Coast Cannabis für 217 Mio. zu übernehmen. Der Kaufpreis für das Unternehmen, das zum damaligen Zeitpunkt 40.000 medizinische Kunden hatte, wurde in bar und in Aktien beglichen. Kurz darauf gab man ein Angebot in Höhe von 800 Mio. CAD für Nuuvera, einen Hersteller von medizinischem Cannabis ab. Aufgrund des vorübergehenden Kurseinbruchs bei Cannabisaktien wurde das Angebot dann jedoch wieder deutlich reduziert, so dass schließlich 425 Mio. CAD für die erfolgreiche Übernahme ausreichten. Da ab Herbst mit einem erheblichen Angebotsengpass gerechnet wird, ist es für die Produzenten entscheidend, möglichst schnell in die erwartete Lücke vorzustoßen, um sich Marktanteile zu sichern. Um die Finanzierung der geplanten Produktionsausweitung sicherzustellen, wurden durch eine neue Kapitalerhöhung zuletzt weitere knapp 260 Mio. CAD eingenommen.

 

Beteiligung am Schöneberger Krankenhaus in Berlin

Im Mai beteiligte sich das Unternehmen dann sogar für 1,2 Mio. Euro mit 25,1% am Schöneberger Krankenhaus in Berlin. Aphria möchte zum einen den medizinischen Nutzen von Cannabis in einem klinischen Umfeld belegen und zum anderen einen Fuß in die Tür des attraktiven deutschen Marktes für Medizinhanf bekommen. Denn hierzulande werden bereits über 30.000 Patienten mit Marihuana-Wirkstoffen behandelt.

Beeindruckendes Wachstum

Bislang ist das Wachstum des Unternehmens durchaus beeindruckend: Von gerade mal 0,5 Mio. CAD im Jahr 2014/15 und 8,4 Mio. CAD im Jahr 2015/16 wurden die Umsätze 2016/17 auf 20 Mio. CAD gesteigert. Im ersten Quartal 2017/18 konnte der Umsatz von 5,1 auf 10,3 Mio. CAD verdoppelt werden. Und das Beste: Im Gegensatz zu den Hauptkonkurrenten wird zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bereits ein Gewinn erzielt: Das EBITDA-Ergebnis lag im vergangenen Jahr bei 6 Mio. CAD und im ersten Quartal 2017/18 bei knapp 3 Mio. CAD. Zudem fällt auch der operative Cash Flow bereits positiv aus. Anfang 2018 konnte mit der kanadischen Apotheken-Kette Shoppers Drug Mart ein Lieferabkommen für medizinisches Cannabis abgeschlossen werden. Die Vereinbarung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Prüfung durch die kanadischen Behörden. Dazu kamen in den vergangenen Monaten weitere Kooperationen und Liefervereinbarungen u.a. mit Spirituosenherstellern zur Vermarktung cannabishaltiger Getränke.

Günstigste Produktionskosten der Branche

Ein weiteres Argument für Aphria: Unter den größeren kanadischen Cannabis-Anbietern hat man mit 1 CAD / Gramm bislang mit Abstand die günstigsten Produktionskosten für getrocknetes Marihuana. Der Verkaufspreis hingegen liegt aktuell bei über 7 CAD / Gramm. Gelingt es diese Effizienz über Skaleneffekte auch im größeren Maßstab zumindest beizubehalten, so dürfte damit ein enormer Wettbewerbsvorteil einhergehen. Wenn alles nach Plan läuft, dürfte mit dem Aufschwung von Aphria eines der profitabelsten Unternehmen der Branche entstehen.

Nur für spekulative Anleger geeignet


Mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,8 Mrd. Euro ist Aphria das kleinste der drei vorgestellten Unternehmen und die Aktie weist gleichzeitig auch etwas höhere Kursschwankungen auf. Unsicherheiten bezüglich der Legalisierung in Kanada bestehen noch bezüglich der Besteuerung und der erzielbaren Marktpreise. Die Aktie des Unternehmens vervierfachte sich seit Sommer 2017 und halbierte sich seitdem wieder. Trotz des Kursrückgangs ist die Aktie – wie alle Cannabis-Aktien – mit recht vielen Vorschusslorbeeren bedacht. Deshalb ist das Papier nichts für konservative Anleger, sondern eignet sich vielmehr für spekulative Anleger zur Depotbeimischung. Gelingt es dem Unternehmen den aktuellen Marktanteil von etwa 10% in Kanada auch nach der Legalisierung zu halten oder sogar auszubauen, dann könnte die Aktie auch längerfristig zu einer Erfolgsgeschichte an der Börse werden.

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Canopy Growth Corporation: Der Weltmarktführer

Zehn lizensierte Produktionsstätten für Marihuana besitzt die Canopy Growth Corporation (ISIN: CA1380351009 – Symbol: WEED – Währung: CAD) mittlerweile. Canopy Growth ist mit einer Marktkapitalisierung von 5,3 Mrd. Euro der größte an der kanadischen Börse in Toronto notierte Marihuana-Konzern, der sich gleichzeitig auch als Weltmarktführer bezeichnet. Auch das Unternehmen aus Smiths Falls in Ontario dürfte besonders von der anstehenden Marktöffnung in Kanada profitieren. Neben Nordamerika hat das Unternehmen Märkte wie Australien, Spanien, Brasilien, Chile und Deutschland, aber auch kleinere Länder wie Dänemark und Jamaika im Blick.

Dreistellige Wachstumsraten

Im Geschäftsjahr 2016/17 legten die Umsätze des Unternehmens um +214% auf 39,9 Mio. CAD zu. Auch 2017/18 hielt das starke Wachstum an und mit 78 Mio. CAD wurde der Vorjahresumsatz nahezu verdoppelt. Investitionsbedingt wurde dabei nochmals ein Verlust von 0,40 CAD je Aktie verbucht. Einige Analysten rechnen damit, dass Canopy Growth ab dem laufenden Geschäftsjahr operativ profitabel wird.

Kooperation mit dem Spirituosenhersteller Constellation Brands

Für Kursauftrieb sorgte Ende 2017 eine Partnerschaft mit Constellation Brands, einem weltweit marktführenden Unternehmen bei alkoholischen Getränken. Im Zuge der Kooperation beteiligte sich Constellation mit knapp 10% an Canopy Growth und bezahlte dafür 245 Mio. CAD. Der Getränkegigant setzt dadurch vorsichtig einen Fuß in die Tür eines lukrativen Marktes. Gemeinsam sollen Getränke wie z.B. cannabishaltiges Bier entwickelt und vermarktet werden. Durch weitere Kapitalerhöhungen nahm Canopy Growth im Jahr 2018 weitere Mittel ein, so dass mit aktuell über 300 Mio. CAD genügend Kapital für die weitere Expansion vorhanden ist.

Für langfristige Anleger interessant


Die Aktie gehört mit einem Kursplus von mehr als 300% seit Sommer 2017 zu den großen Gewinnern, ist nach den Kursanstiegen jedoch nicht mehr günstig bewertet. Das ist bei marktführenden Wachstumsunternehmen jedoch fast nie der Fall und die hervorragende Marktpositionierung und die starke Partnerschaft mit Constellation Brands rechtfertigen einen Aufschlag gegenüber der Konkurrenz. Der Kursrücksetzer zu Jahresbeginn wurde bereits wieder wett gemacht und Mitte Juni erzielte die Aktie ein neues Allzeithoch. Für langfristig orientierte Anleger könnte sich ein Investment in die Canopy Aktie auszahlen.

Aurora Cannabis Inc.: Der Herausforderer

Mit Aurora Cannabis Inc. (ISIN: CA05156X1087 – Symbol: ACB – Währung: CAD) ist auch die dritte betrachtete Aktie in Kanada beheimatet. Obwohl das Unternehmen aus Vancouver bereits einige Jahre existierte, wurden erst 2016, nach dem Erhalt der entsprechenden Lizenz, zum ersten Mal Einnahmen mit medizinischem Marihuana verbucht.

Gleich im ersten vollen Produktionsjahr 2016/17 konnten Umsätze in Höhe von 18 Mio. CAD erzielt werden und in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurden bereits 36 Mio. CAD Umsatz verzeichnet, eine Verdopplung des kompletten Vorjahresumsatzes. Natürlich erwirtschaftet auch Aurora bislang noch einen Nettoverlust, der auch für 2017/18 erwartet wird. Analysten gehen jedoch davon aus, dass das Unternehmen ab 2018/19 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen und in den darauffolgenden Jahren schwarze Zahlen schreiben wird.

Ambitionierte Wachstumspläne

Die Pläne des Unternehmens sind ehrgeizig: Bis zum Geschäftsjahr 2020/21 sollen die Erlöse auf 300 Mio. USD gesteigert und dazu die Produktionskapazitäten schrittweise auf über 200 Tonnen ausgebaut werden. Die Finanzierung hierfür ist eigenen Angaben zufolge bereits gesichert. Insgesamt verfügt das Unternehmen nach mehreren Kapitalerhöhungen über liquide Mittel in Höhe von mehr als 500 Mio. CAD. Auch die Expansion nach Deutschland, Italien und Australien läuft mit ersten Auslieferungen bereits auf Hochtouren.

 

Milliardendeal: Erfolgreiche Übernahme von CanniMed Therapeutics

Ende 2018 gab Aurora ein Übernahmeangebot für den kleineren nationalen Konkurrenten Cannimed Therapeutics ab und bot in Aktien umgerechnet 24 CAD pro Aktie. Das Management von Cannimed wies das Angebot jedoch als unangemessen zurück und stemmte sich gegen die Übernahme. Ein auf umgerechnet 43 CAD pro Aktie verbessertes Angebot von 3,4 Aurora-Aktien je Cannimed-Aktie und 1,1 Mrd. CAD Gesamtwert überzeugte schließlich, so dass beide Unternehmen den Zusammenschluss bekanntgaben. Durch den Deal entstand ein Unternehmen mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von rund 3,5 Mrd. Euro. Damit schloß Aurora in Sachen Marktkapitalisierung zwar noch nicht – wie vom Management erwartet – zu Canopy Growth auf, aber dies könnte sich bald ändern.

Nächste Milliarden-Übernahme im Visier: MedReleaf

Das nächste Übernahmeziel heißt MedReleaf. Für die Übernahme des börsennotierten Produzenten wurden satte 3,2 Mrd. CAD in eigenen Aktien geboten. Pro MedReleaf-Aktie bietet Aurora ca. 3,6 eigene Aktien. Falls der Deal über die Bühne geht, wäre dies der bislang größte Marihuana-Übernahmedeal. Laut Unternehmensangaben soll in erster Linie die Produktionskapazität ausgebaut werden, die dann schlagartig bei 32.300 kg pro Jahr liegen würden. Auch das Produktionsziel würde dann von 400 Tonnen im Jahr auf 570 Tonnen erhöht werden. In den Medien stieß das Vorhaben auf ein geteiltes Echo, denn bei rund 45 Mio. CAD erwartetem Umsatz im Jahr 2018 scheint der Kaufpreis mehr als ambitioniert.

Marktführerschaft um jeden Preis: Aktie nur für sehr spekulative Anleger geeignet


In der kanadischen Cannabis-Branche geht es derzeit mit Kooperationen, Beteiligungen, Kapitalerhöhungen und Übernahmeangeboten richtig rund, allen voran Aurora Cannabis. Kein Wunder, denn wenn kanadische Konsumenten in Kürze wie geplant bis zu 30 Gramm Marihuana besitzen dürfen, wird sich das Marktvolumen schlagartig verzehnfachen. Erklärtes Ziel des Aurora-Managements ist es Canopy Growth die Marktführerschaft abzujagen und es scheint als sei dafür kein Preis zu hoch. Nachdem die Cannimed-Übernahme für 1,1 Mrd. CAD abgeschlossen ist, versucht Aurora Cannabis im Gerangel um die Verteilung des Marihunana-Kuchens auch noch den Mitbewerber MedReleaf für 3,2 Mrd. CAD zu schlucken. Ob dies gelingt oder ob sich Aurora hierbei übernimmt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Insgesamt betrachtet ist auch Aurora trotz einer deutlichen Korrektur alles andere als günstig bewertet. Für sehr risikofreudige Anleger könnte sich ein langfristiges Investment dennoch auszahlen. Denn geht die zweifellos riskante Strategie des Managements auf, so könnte Aurora tatsächlich zum Weltmarktführer aufsteigen.

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Die besten Cannabis Aktien (Videozusammenfassung)

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