Handel auf Margin
Beim Handel auf Margin stellt der Broker Ihnen Kapital zur Verfügung, um Wertpapiere zu kaufen. Dadurch können Sie größere Positionen eingehen, als es mit Ihren eigenen Mitteln möglich wäre. Dies kann zwar Ihre potenziellen Gewinne erhöhen, zugleich besteht jedoch das Risiko, dass Verluste über Ihre ursprüngliche Investition hinausgehen. In diesem Fall sind Sie verpflichtet, einen entsprechenden negativen Kontosaldo sowie anfallende Zinsen auszugleichen.
Der Handel auf Margin eignet sich ausschließlich für erfahrene Anleger mit hoher Risikotoleranz. Dabei besteht das Risiko, mehr als Ihre ursprüngliche Investition zu verlieren, und Verluste können innerhalb kurzer Zeit erheblich ausfallen.
Ein einfaches Beispiel
Sie verfügen über Barmittel in Höhe von 3.000 EUR und möchten Aktien im Wert von 10.000 EUR kaufen. Sie haben folgende Optionen:
- Die erste Option besteht darin, zusätzliche Mittel auf Ihr Depot zu überweisen, die Gutschrift abzuwarten und anschließend den Aktienkauf durchzuführen.
- Alternativ können Sie Ihrem Broker gestatten, Ihr vorhandenes Barvermögen als Sicherheit zu verwenden, wodurch Sie Zugang zu den zusätzlich erforderlichen Mitteln für den Kauf im Wert von 10.000 € erhalten. In diesem Fall verlangt der Broker eine Sicherheit, den sogenannten Ersteinschuss, in Höhe von 3.000 €. Der verbleibende Betrag von 7.000 € wird Ihnen vom Broker zur Verfügung gestellt. Auf den geliehenen Betrag von 7.000 € zahlen Sie Sollzinsen, die ab diesem Tag berechnet werden.
Dieses Beispiel ist vereinfacht dargestellt. Es berücksichtigt keine Transaktionskosten, Kommissionen, Finanzierungskosten oder steuerlichen Auswirkungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können abweichen. Das Beispiel dient ausschließlich dazu, die Funktionsweise von Hebeleffekten zu veranschaulichen.
Der Handel auf Margin ermöglicht es Ihnen, größere Verpflichtungen einzugehen, ohne über entsprechende Barmittel verfügen zu müssen.
Nehmen wir nun an, die von Ihnen erworbene Aktienposition im Wert von 10.000 € steigt um 1 % und ist 10.100 € wert. Der Gewinn von 100 € gehört vollständig Ihnen. Was bedeutet das für Ihr Eigenkapital? Es steigt von 3.000 € auf 3.100 €. Das entspricht einer Steigerung von (100 € / 3.000 €) = 3,33 %, obwohl der Aktienkurs nur um 1 % gestiegen ist.
Betrachten wir nun das umgekehrte Szenario. Die Aktienposition, die Sie für 10.000 € erworben haben, fällt um 1 % und ist nun nur noch 9.900 € wert. Der Verlust von 100 € geht vollständig zu Ihren Lasten. Was bedeutet das für Ihr Eigenkapital? Es sinkt von 3.000 € auf 2.900 €. Das entspricht einem Rückgang von (100 € / 3.000 €) = 3,33 %, obwohl der Aktienkurs ebenfalls nur um 1 % gefallen ist.
| Handel mit eigenen Mitteln | Handel auf Margin | |
|---|---|---|
| Ersteinzahlung | 3.000 EUR | 3.000 EUR |
| Verfügbar zum Investieren | 3.000 EUR | 10.000 EUR |
| Aktienkauf | 3.000 EUR | 10.000 EUR |
| Verfügbares Guthaben nach dem Kauf | 0 EUR | 7.000 EUR |
| Gewinn/Verlust aus der Investition (1% Zunahme/Abnahme) | (-) 30 EUR | (-) 100 EUR |
| Eigenkapitalrendite | (-) 1,00% | (-) 3,33% |
Wie funktioniert der Handel auf Margin?
Ein Margin-Depot ermöglicht es Ihnen, mit zusätzlichen Mitteln zu handeln, indem Sie Ihr Barguthaben und Ihre Wertpapiere als Sicherheiten hinterlegen. Die hierfür erforderliche Sicherheitsleistung wird als Ersteinschuss (Initial Margin) bezeichnet.
- Ein negativer Barbestand zeigt an, dass Sie Kapital leihen, um Ihre Transaktionen zu finanzieren. In diesem Fall zahlen Sie Sollzinsen auf den negativen Betrag.
- Durch die Nutzung Ihrer Wertpapiere als Sicherheit können Sie Ihre verfügbaren Mittel hebeln und dadurch auf zusätzliches Kapital für Ihre Handelsaktivitäten zugreifen.
Wenn Sie beispielsweise einen Kauf über 10.000 € tätigen, müssen Sie nur einen Bruchteil dieses Betrags als Sicherheit hinterlegen – dies wird als Initial Margin bezeichnet.
Der Handel auf Margin ist erst ab einem Depotwert von 2.000 EUR möglich. Fällt der Depotwert unter 2.000 EUR, wird das Margin-Depot automatisch als Bar-Depot behandelt, sodass Sie nicht mehr auf Margin handeln können.
Vor- und Nachteile eines Margin-Depots
- Ein Margin-Depot ermöglicht es Ihnen in gehebelte Produkte wie Hebelzertifikate und Knock-Out-Zertifikate zu investieren.*
- Der Handel auf Margin ermöglicht es Investoren auch mit weniger volatilen Produkten signifikante Performance zu erzielen.*
- Mit einem Margin-Depot haben Sie Möglichkeit, nach verschiedenen Optionsstrategien zu handeln.*
- Ein Leerverkauf ist mit einem Margin-Depot möglich.*
- Anleger haben die Möglichkeit, Futures mit einem Margin-Depot zu handeln.*
- Beim Margin-Handel können sowohl Gewinne als auch Verluste vervielfacht werden, was bedeutet, dass ein Verlust, welcher das eingesetzte Kapital übersteigt, ebenfalls möglich ist.
- Sollten Sie nicht über genügend Barmittel verfügen, um den Mindesteinschuss (engl. Maintenance Margin) zu decken, kann dies zu Liquidationen in Ihrem Depot führen.
- Beim Handel auf Margin zahlen Sie Sollzinsen auf den geliehenen Betrag.
- Der Einsatz des Leverage-Effekts kann die Komplexität bei der Verwaltung Ihres Portfolios erhöhen.
* Vorausgesetzt, dass Ihr Kontostand und Ihre Handelserfahrung dies zulassen.
Marginauswirkungen einsehen
Marginauswirkungen in LYNX+ prüfen
Bevor Sie eine Order übermitteln, können Sie prüfen, welche Auswirkungen diese Order auf Ihre Margin-Anforderungen hat.
Diese Funktion unterstützt Sie dabei, die zusätzlichen Verpflichtungen und Risiken einer neuen Position besser einzuschätzen.
Marginauswirkungen in der TWS prüfen
Die Marginauswirkungen können Sie in der TWS bei der Orderübermittlung einsehen. Klicken Sie im Orderticket auf Vorschau. Die Spalte Veränderung unter Salden gibt an, wie sich die Margin-Anforderungen nach der Orderausführung ändern werden.
Sie können Marginauswirkungen auch für Ihre offenen Positionen einsehen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Position in Ihrer Watchliste und dann auf das Pfeil-Symbol unten, um die Anzeige aufzuklappen.
Wählen Sie Finanzinstrument-Info und dann Margin-Auswirkungen anzeigen. Im angezeigten Fenster können Sie einsehen, wie sich die Schließung dieser Position auf die Margin-Anforderungen auswirken würde.
Marginauswirkungen in der LYNX Trading App prüfen
Um sich die Marginauswirkungen in der App anzeigen zu lassen, klicken Sie unten im Orderticket auf Vorschau. Es öffnet sich die Margin-Anzeige für die ausgewählte Position.
Berechnungen zur Margin-Auswirkung sind Schätzwerte. Sie können sich durch Marktbewegungen oder geänderte Anforderungen seitens Börsen oder Broker jederzeit ändern. Das Anzeigen der Margin-Auswirkung garantiert nicht, dass Margin Calls oder Zwangsliquidationen vermieden werden. Stellen Sie stets sicher, dass ausreichend Liquidität vorhanden ist, um potenzielle Verluste und Finanzierungskosten abzudecken.
Übersicht über die Margin-Anforderungen
Die risikobasierte Margin bewertet die Risiken Ihres gesamten Portfolios, um die erforderlichen Margin-Anforderungen festzulegen. In bestimmten Fällen kann dieses Verfahren eine höhere Hebelwirkung ermöglichen. Es bedeutet jedoch auch, dass Verluste bei miteinander korrelierten Produkten Ihr Portfolio stärker beeinträchtigen können.
Für in Europa ansässige Anleger, die mit Aktien handeln, gilt das risikobasierte Margin-Modell. Dieses Modell bewertet das Gesamtrisiko Ihres Portfolios, um die jeweiligen Margin-Anforderungen zu berechnen.
Ein diversifiziertes Portfolio kann zu niedrigeren Anforderungen führen, korrelierte Risiken können jedoch bei Realisierung zu stärkeren Verlusten führen.
Risikobasierte Margin
- Simuliert Marktbewegungen, um potenzielle Entwicklungen und Risiken zu bewerten.
- Bietet ein Margin-Modell, das die Anforderungen an die Zusammensetzung Ihres Portfolios anpasst. In bestimmten Fällen kann dies zu einer Reduzierung der erforderlichen Margin führen, beseitigt jedoch nicht das Risiko erheblicher Verluste.
Ausgleich korrelierter Risiken
- Innerhalb einer gemeinsamen Basiswertgruppe können Gewinne und Verluste teilweise verrechnet werden. Allerdings bedeutet dies auch, dass Verluste in einem Produkt das Risiko deutlich erhöhen können, wenn die ausgleichende Position schlechter abschneidet.
- Beispiel: Befindet sich in einem Portfolio eine Aktienposition und gleichzeitig eine Long-Put-Option auf dieselbe Aktie, können Verluste bei der Aktie infolge eines Kursrückgangs durch Gewinne aus der Put-Option teilweise ausgeglichen werden.
Zulassungsvoraussetzungen
- Variieren je nach Region des Anlegers, persönlichen Details und Börsenregeln.
Geeignete Positionen
- Umfasst eine breite Auswahl an Aktieninstrumenten und Derivaten, darunter ausländische Aktien, Optionen, Futures, Optionsscheine und indexbasierte Finanzinstrumente. Dieses System ermöglicht ein präzises Risikomanagement und eine optimierte Nutzung der Margin in vielfältig zusammengesetzten Portfolios.
Die Berechtigung zur Nutzung der risikobasierten Margin hängt von der Region, den personenbezogenen Angaben sowie den Vorgaben der jeweiligen Börse ab. Margin-Anforderungen können sich häufig ändern und sind nicht garantiert stabil.
Für europäische Anleger, die mit Futures und Futures-Optionen (FOPs) handeln, gilt ein risikobasiertes Margin-System. Dieses Verfahren bewertet das Risiko des gesamten Portfolios, um die erforderlichen Margin-Anforderungen festzulegen. Dabei werden Risikoszenarien berücksichtigt, die von den zuständigen Clearingstellen definiert werden. Zwar kann dieses System in bestimmten Fällen zu einer Freisetzung von Margin führen, die zugrunde liegenden Risiken des Handels mit Futures werden dadurch jedoch nicht reduziert.
Die Margin-Anforderungen für Futures basieren auf risikobasierten Algorithmen. Alle Margin-Anforderungen werden in der jeweiligen Handelswährung des Produkts ausgedrückt und können sich häufig ändern. Die Algorithmen legen eine Reihe standardisierter Marktszenarien mit einem Zeithorizont von einem Tag zugrunde. Für jedes Produkt wird durch die entsprechende Clearingstelle ein sogenannter Preisspannbereich definiert.
Zu beachten ist, dass bei Rohstoffen einschließlich Futures, Aktienfutures und Futures-Optionen die Margin den Betrag bezeichnet, den ein Kunde als Sicherheit hinterlegen muss, um einen Futures-Kontrakt abzusichern. Bei Wertpapieren entspricht die Margin dem über Kredit finanzierten Betrag.
Die Margin-Anforderungen für Futures werden von den jeweiligen Börsen festgelegt und können sich regelmäßig, auch im Tagesverlauf, ändern. Anleger sollten daher jederzeit sicherstellen, dass ausreichend Liquidität vorhanden ist, um auf aktualisierte Anforderungen reagieren zu können.
Weitere Informationen sowie eine Übersicht über die aktuellen Margin-Anforderungen für Futures und FOPs finden Sie auf der folgenden Seite:
Futures & FOPs Margin-Anforderungen | Interactive Brokers Ireland
Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat neue Regeln für den Handel mit CFDs für Privatanleger erlassen, die seit dem 1. August 2018 in Kraft sind. Die AFM und andere nationale Regulierungsbehörden haben die ESMA-Regelungen umgesetzt. In diesem Abschnitt werden diese neuen Vorschriften und ihre Umsetzung näher beleuchtet. Diese Regelungen betreffen keine professionellen Kunden.
Die neuen Gesetze und Vorschriften erfordern eine Mehrkontenstruktur mit einem separaten CFD-Segment. Es ist nicht gestattet, Wertpapiere in Ihrem Konto als Sicherheit für Ihre CFD-Positionen zu nutzen. Um diesen Anforderungen zu entsprechen, haben wir ein separates CFD-Segment in Ihr Konto integriert. Sie können dies im Kontofenster der Trader Workstation (TWS) und der LYNX Trading App einsehen.
Weitere Informationen und eine Übersicht der Margin-Anforderungen finden Sie auf der folgenden Seite:
CFDs Margin Anforderungen | Interactive Brokers Ireland
Für europäische Anleger, die mit Metallen handeln, gilt ein risikobasiertes Margin-System. Dieses Verfahren bewertet das Risiko auf Portfolioebene, um die erforderlichen Margin-Anforderungen festzulegen. Die Berechnung erfolgt dabei auf Grundlage des jeweiligen Portfoliorisikos. Dieses Verfahren reduziert jedoch nicht die Marktrisiken, insbesondere nicht die Auswirkungen von Kursschwankungen, die weiterhin zu Verlusten führen können, die über die ursprünglich geleistete Sicherheitsleistung hinausgehen.
Weitere Informationen sowie eine Übersicht über die Margin-Anforderungen für Metalle finden Sie auf der untenstehenden Seite:
Metalle Margin Anforderungen | Interactive Brokers Ireland
Für europäische Anleger, die mit Optionen handeln, gilt ein risikobasiertes Margin-System. Dieses berücksichtigt die Risiken im gesamten Portfolio zur Festlegung der erforderlichen Margin. Es bietet ein dynamisches Rahmenwerk, das sich an die Portfoliorisiken anpasst. Der Einsatz von Hebelwirkung erhöht allerdings stets sowohl die Gewinn- als auch die Verlustmöglichkeiten.
Risikobasierte Margin
- Simuliert Marktbewegungen zur Bewertung potenzieller Risiken und Szenarien.
- Bietet ein maßgeschneidertes Margin-Modell, das Anlegern eine höhere Hebelwirkung ermöglichen kann.
Verrechnung korrelierter Risiken
- Innerhalb einer gemeinsamen Basiswertgruppe können Gewinne und Verluste teilweise verrechnet werden.
- Beispiel: Hält ein Portfolio eine Aktienposition sowie eine Long-Put-Option auf dieselbe Aktie, können Kursverluste der Aktie durch Gewinne aus der Put-Option ausgeglichen werden.
Zulassungsvoraussetzungen
- Abhängig von der jeweiligen Region, den persönlichen Angaben des Anlegers und den geltenden Börsenregeln.
Zulässige Positionen
- Umfassen eine breite Auswahl an Aktien und Derivaten, z. B. ausländische Aktien, Optionen, Terminkontrakte, Optionsscheine und indexbasierte Finanzinstrumente.
Dieses System ermöglicht eine präzise Risikosteuerung und eine optimierte Nutzung von Margin über ein diversifiziertes Portfolio hinweg.
Die Berechnung der Margin in der Theorie
Interactive Brokers verwendet ein risikobasiertes Modell namens Portfolio-Margin. Dabei werden die Margin-Anforderungen auf Basis der historischen Volatilität ermittelt. Je nach Produkt gibt es dabei unterschiedliche Berechnungsweisen, zwei davon stellen wir hier vor:
Das Theoretische Intermarket Margin System (TIMS) und die Singleton-Margin-Methode
Beide Verfahren sind mathematische Methoden zur Simulation unterschiedlicher Szenarien im Portfolio und zur Berechnung der Risiken im Zusammenhang mit Optionen und Futures:
- Das Theoretische Intermarket Margin System (TIMS) analysiert das gesamte Portfolio, um Risiken zu bewerten. Dabei werden die zwei größten Positionen mit einer Kursveränderung von ± 30 % und alle übrigen mit ± 5 % simuliert. Die Berechnung berücksichtigt zudem die Auswirkungen extremer Kursschwankungen und einer hohen Risikokonzentration. Entsprechend beeinflussen auch die implizite Volatilität, große Positionen und die verbleibenden Tage bis zum Verfall die Margin-Anforderungen. Bitte beachten Sie, dass die Initial Margin in der Regel höher ist als die erforderliche Maintenance Margin.
- Im Gegensatz dazu dient die Singleton-Margin-Methode der Berechnung von Margin-Anforderungen für Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (unter 500 Millionen US-Dollar). Sie simuliert mögliche Kursbewegungen mit einem Anstieg von 30 % und einem Rückgang von 25 %. Das Szenario mit dem potenziell höchsten Verlust wird ausgewählt und als Anforderung für das Portfolio festgelegt. Die Margin-Anforderungen für Aktien liegen dabei typischerweise zwischen 15 % und 30 % des Marktwerts, abhängig von der jeweiligen Berechnungsgrundlage.
Diese Berechnungsmethoden sind technischer Natur und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Sie dienen der Bewertung potenzieller Risiken, können jedoch nicht alle Marktsituationen vorhersagen.
Standard Portfolio Analysis of Risk (SPAN)
Die Chicago Mercantile Exchange (CME) hat SPAN als risikobasierte Methode zur Berechnung von Margin-Anforderungen für Futures und Futures-Optionen entwickelt. Bei der Methode wird Ihr Portfolio unter hypothetischen Szenarien getestet, um Kursveränderungen und die implizite Volatilität der Optionen zu untersuchen. Mithilfe von “In-House-Szenarien” werden extreme Preisschwankungen und deren Einfluss auf die aus dem Geld liegenden Optionen untersucht. Das Szenario des größtmöglichen Verlusts wird als Margin-Anforderung gewählt.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Handel auf Margin mit zusätzlichen Gebühren und Kosten verbunden?
Ja. Der Handel auf Margin kann mit zusätzlichen Kosten verbunden sein. Wenn Sie geliehene Mittel in Anspruch nehmen, fallen Sollzinsen auf diese Beträge an. Die Höhe der Sollzinsen ist variabel und kann sich im Zeitverlauf ändern. Wenn Sie auf Margin handeln möchten, können Sie Ihr Bar-Depot kostenfrei in ein Margin-Depot umwandeln.
Wie stelle ich mein Depot auf ein Margin-Depot um?
Loggen Sie sich zunächst im Client Portal ein. Gehen Sie anschließend über das Benutzersymbol auf Einstellungen. Navigieren Sie dann zum Abschnitt Kontoeinstellungen und klicken auf Kontotyp. Wählen Sie nun die Option eines Margin-Depots aus. Bitte beachten Sie, dass Sie möglicherweise Ihre bisherige Erfahrung im Margin-Handel angeben und anschließend den Risikohinweis für den Handel auf Margin bestätigen müssen.
Werden Margin-Calls ausgegeben?
Wenn die Margin-Anforderungen nicht erfüllt werden, kann Interactive Brokers Positionen automatisch liquidieren, um das erforderliche Sicherheitsniveau wiederherzustellen.
Diese Liquidationen können ohne vorherige Ankündigung erfolgen.
Werde ich vor oder nach einer Margin-Liquidation benachrichtigt?
Nein, eine Benachrichtigung vor der Liquidation erfolgt in der Regel nicht. Es liegt in Ihrer Verantwortung, Ihr Depot eigenständig zu überwachen und sicherzustellen, dass die Margin-Anforderungen jederzeit eingehalten werden. Auch nach einer Liquidation ist eine Benachrichtigung nicht garantiert. Sie können jedoch manuell Handelswarnungen einrichten, um über Kontoaktivitäten – einschließlich Liquidationen – informiert zu bleiben.
Zur Unterstützung bietet das System farbcodierte Informationen in der Kontoübersicht, um auf eine sich abzeichnende Unterschreitung der Margin-Anforderungen hinzuweisen. In der TWS wird die entsprechende Zeile hervorgehoben, sobald sich ein Risikozustand abzeichnet. Die Farbcodes haben folgende Bedeutung:
- Gelb: Ihr Depot weist nur noch einen Puffer von 10 % über der erforderlichen Margin auf. Bewegt sich das Eigenkapital Ihres Depots plötzlich von einem Puffer von mehr als 10 % in einen Marginverstoß, kann es zu einer sofortigen Liquidation kommen, ohne vorherige gelbe Warnung.
- Orange: Der Margin-Puffer ist aufgebraucht. Sie haben nur noch eine kurze Reaktionszeit, um marginreduzierende Maßnahmen zu ergreifen. In diesem Zustand können keine neuen Positionen eröffnet werden, die die Margin-Belastung erhöhen würden.
- Rot: Ihre Positionen werden in Kürze automatisch liquidiert, um die Margin-Anforderungen wieder einzuhalten.
Ist es notwendig, ein Margin-Depot zu haben?
Selbstverständlich können Sie auch ein Bar-Depot über LYNX führen. Allerdings gibt es einige Finanzprodukte, für die Sie ein Margin-Depot benötigen. Diese Produkte sind:
- Futures
- CFDs
- Short Optionen und komplexe Optionsstrategien
Welche Anforderungen muss ich erfüllen, um auf Margin handeln zu können?
Sie müssen mindestens 21 Jahre alt sein, um auf Margin handeln zu können. Der Nettoliquidierungswert Ihres Depots muss außerdem mindestens 2.000 EUR betragen. Wenn der Nettoliquidierungswert unter 2.000 EUR fällt, wird Ihr Depot automatisch wie ein Bar-Depot behandelt. Weitere Informationen zu Mindestanforderungen finden Sie auf unserer Webseite.
Kann ich alle Finanzprodukte auf Margin handeln?
Nein, nicht alle Finanzinstrumente können auf Margin gehandelt werden. Für bestimmte risikoreiche Vermögenswerte, wie beispielsweise Penny Stocks, Optionsscheine oder strukturierte Produkte, ist häufig eine vollständige Abdeckung mit eigenen Mitteln (100 %) erforderlich.
Einige hochriskante Instrumente unterliegen einer Margin-Anforderung von 100 %, was bedeutet, dass kein Hebel zur Verfügung gestellt wird.
Wie oft ändern sich die Margin-Anforderungen?
Die Anforderungen für den Erst- und den Mindesteinschuss werden von den Börsen und dem Broker festgelegt. Häufig erfolgt eine tägliche Anpassung der Margin-Anforderungen, obwohl dies variieren kann.
Wie kann ich meine Überschüssige Liquidität erhöhen?
Wenn Sie die Überschüssige Liquidität erhöhen möchten, um Ihr Depot vor Liquidationen zu schützen, können Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen:
- Sie können eine Einzahlung auf Ihr Depot vornehmen. Weitere Informationen finden Sie hier.
- Sie können eine Order zur Positionsschließung oder -reduzierung ausführen, die Ihre aktuellen Margin-Anforderungen senkt.
- In der Trader Workstation können Sie mit der rechten Maustaste auf eine Position in Ihrem Portfolio klicken und anschließend den Parameter “Zuletzt Liquidieren” aktivieren auswählen. Wenn dieser Parameter im Pop-Up-Fenster nicht angezeigt wird, können Sie diesen einblenden, indem Sie auf das graue Dreieck unten klicken. Wenn möglich, wird das System versuchen, diese Positionen vor Liquidation zu schützen. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass diese Positionen auch tatsächlich nicht früher systemseitig liquidiert werden.
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