Börse aktuell

Börsen in Europa und den USA zum Wochenschluss mit schwachen Handelsergebnissen – Ölpreise trotz geopolitischer Spannungen erholt – Fed-Zinsentscheid und Hexensabbat voraus

Die Börsen in Europa fielen zum Wochenschluss durchweg leicht zurück. Mit einem Minus von 0,60 Prozent und einem Schlusskurs von 12.096,40 Punkten hatte der DAX verglichen mit anderen umsatzstarken europäischen Indizes den stärksten Kursverlust zu verbuchen. An der Wall Street schlossen die drei führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ 100 und S&P 500 allesamt mit leichten Abgaben. Beim marktbreiten S&P 500 fielen vor allem die eher defensiv ausgeprägten Sektoren Versorger, Immobilien und Nicht-Basiskonsumgüter ins Gewicht, die sich mit Kursgewinnen ins Wochenende bewegten. Alles in allem schien sich das Gros der Markteilnehmer vor dem Wochenschluss mit der derzeitigen Gemengelage aus Handelskonflikt, erhöhtem geopolitischem Risiko im Mittlerer Osten und der anstehenden Fed-Sitzung nicht ins Risiko begeben zu wollen.

Am Rohölmarkt zogen die Notierungen der beiden Rohölleitkontrakte Brent und WTI am Donnerstag und Freitag sichtlich an. Ausgerechnet die im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährliche Situation zweier offenbar angegriffener, in Flammen stehender Tanker im Golf von Oman sendete die Ölpreise aufwärts. Man befürchtete Lieferunterbrechungen aufgrund der wichtigen Schifffahrtsstrecke und eine Eskalationsspirale in der Region.

In der neuen Handelswoche werden vor allem zwei Marktereignisse die Märkte bewegen. Am Mittwoch steht um 20:00 Uhr der Fed-Zinsentscheid und im Anschluss die Fed-Pressekonferenz an. Am Freitag gilt es, den Hexensabbat an der Eurex zu beachten. Doch zunächst zum Thema Fed. Einerseits rechnet man dem Terminmarkt gemäß mit einer rund 77-prozentigen Wahrscheinlichkeit eines unveränderten Zinskorridors von 2,25 bis 2,50 Prozent. Auf der anderen Seite war die Fed schon öfter für eine Überraschung gut und könnte bereits im Juni die Zinsen senken. Fraglich ist jedoch, ob sie dies tatsächlich tun wird oder ob sie nicht die nächsten Inflationsdaten abwarten will. In den letzten Wochen kam es schließlich zu einem regelrechten Abverkauf am Ölmarkt und dieser recht starke Preisabschlag fällt bei den Verbraucherpreisen meist deutlich ins Gewicht. Sollten die Verbraucherpreise im Juni wesentlich schwächer tendieren, wäre eher anzunehmen, dass die Fed die Zinsschraube erst im Juli um 25 Basispunkte verstellt. Diese These wird auch mit einer bis zu 88-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung am 31. Juli gestützt. Die wichtigste Antwort der Fed-Führungsetage bleibt jedoch bis zur Fed-Pressekonferenz noch offen: Angaben, inwieweit und mit welchen Tools die US-Notenbank den möglichen Auswirkungen des Handelskonfliktes begegnen will. In Bezug auf den Hexensabbat wird man in der neuen Woche möglicherweise einmal mehr mit erhöhter Volatilität zu rechnen haben. Es verfallen unter anderem die Optionen und Futures auf den DAX, sowie Optionen und Futures auf Einzelaktien.

USA-China-Handelskonflikt: US-Wirtschaftsberater Kudlow verschärft die Tonlage

„Der USA-China-Handelskonflikt geht in die nächste Runde und der Exportmeister Deutschland droht in der Mitte zerquetscht zu werden“, so Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für LYNX Broker. „Die USA holen sich rund um das Thema Handelskonflikt ein oder zwei blaue Augen und weitere Prellungen, China wird unterdessen ins Krankenhaus geschickt werden müssen und Deutschlands Prognosen zum Bruttoinlandsprodukt weisen ebenfalls auf eine bald notwendige Therapie hin“, erläutert Friczewsky.

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