Börse aktuell

DAX fällt parallel zum desaströsen Einkaufsmanagerindex in den Keller – US-Anleihemarkt mit inverser Zinsstruktur alarmiert – Biogen crasht

Europa ist weiterhin mit sich selbst beschäftigt und dreht sich politisch betrachtet beim Brexit im Kreis. Eine verlängerte Frist für Großbritanniens EU-Austritt macht die Entwicklungen keinen Deut besser. Dies alles wirkt lähmend und nachteilig für die Wirtschaft in der Eurozone. Konjunkturverlangsamungen und sogar Rezessionsgefahren sind in den Kernländern der Eurozone bereits deutlich abzulesen. Dies bestätigte insbesondere der mit 44,7 Punkten desaströs ausgefallene deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für den Monat März, der neben dem DAX auch den EUR/USD-Kurs in den Keller schickte.

Ein Blick auf diesen aktuellen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe belegt die Annahme nahe, dass der am Montag zur Veröffentlichung anstehende deutsche ifo-Index unter Umständen ebenfalls deutlicher enttäuschen könnte. Zumindest sollte man auf etwas schlechtere Daten vorbereitet sein. Sollte der ifo dennoch leicht positiv überraschen können, würde dies dem DAX im Verlauf des Montags etwas Erholungspotenzial mit auf den Weg geben.

Die US-Notenbank gab sich mit ihrem jüngsten Zinsentscheid unmissverständlich taubenhaft. Der Zinskorridor verbleibt bei 2,25 bis 2,50 Prozent. Bis zum Jahresende 2019 wird nicht mehr an der Zinsschraube gedreht. Die Federal Reserve schenkt somit der konjunkturellen Eintrübung mehr als ausreichend Aufmerksamkeit. Ein besonders ernstzunehmendes Signal sendete die US-Zinsstrukturkurve, denn diese wies eine inverse Zinsstruktur auf. Der Geldmarktzins liegt oberhalb des Kapitalmarktzinses. Langfristige US-Staatsanleihen notierten am Freitag im Vergleich zu kurzfristigeren Staatsanleihen mit einer niedrigeren Verzinsung. So lag die Rendite bei Dreimonatsläufern bei 2,459 Prozent und bei Zahnjahresläufern bei 2,437 Prozent. Dieses Phänomen am US-Anleihemarkt sendet ein gehöriges Warnzeichen an jeden Marktbullen, denn das gab es zuletzt vor 12 Jahren. Im Jahr 2007 kündigte dieser Indikator allerdings mehr als nur eine Rezession, sondern eine Weltwirtschaftskrise an.

Einen herben Bugschuss bekamen die Aktionäre des US-Biotech-Riesen Biogen verpasst. Die Aktie crashte auf Wochensicht um 34,30 Prozent und notiert somit beinahe wieder auf dem Kursniveau von Ende Juni 2016. Das mögliche Alzheimer-Medikament „Aducanumab“ entpuppte sich in der FDA-Phase-III als wirkungslos – für potenzielle Patienten ebenso wie für den Aktienmarkt.

Welches Event ist schlimmer für den Markt – Brexit oder ein gescheiterter US-China-Deal?

„Das makroökonomische Event eines gescheiterten USA-China-Handelsdeals würde das makroökonomische Event namens Brexit bei weitem überstrahlen“, so Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für LYNX Broker. „Man wird aber bis zur letzten Minute beide Events vermeiden wollen“, erläutert Friczewsky. „Bevor es zu einem ungeregelten Brexit kommt, wird London den Antrag gemäß Artikel 50 des EU-Vertrags eher zurückziehen. Auch Donald Trump wird mit den Chinesen einen Deal machen, denn er ist innenpolitisch unter Zugzwang und braucht einen Erfolg, schließlich ist in den USA bereits der Präsidentschaftswahlkampf eröffnet “, führt Friczewsky aus.

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