Börse aktuell

EZB verleiht dem DAX nur kurzfristig Flügel – Wall Street gibt weiter die Richtung vor

Die Bühne gehörte am Donnerstag der Europäischen Zentralbank (EZB). Der DAX fiel jedoch nach einem kurzen Strohfeuer wieder zurück und beendete den Xetra-Handel mit einem Kursverlust. Das Bild bei den restlichen europäischen Indizes war ähnlich – die europäische Kurstafel färbte sich rot. Die EZB konnte die Investoren also nicht mehr allein mit billigem Geld und einem neuen TLTRO-Programm überzeugen. Der Leitzins verharrt unverändert bei 0,00 Prozent, der Einlagensatz verbleibt ebenfalls bei einem Minus von 0,40 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz blieb mit 0,25 Prozent auch unangetastet.

Die neuen TLTRO-Programme werden der EZB zufolge ab September aufgelegt. Diese neuen Refinanzierungsangebote der EZB haben eine Laufzeit von jeweils zwei Jahren. Obendrein wird 2019 nicht mehr von einer Zinsanpassung auszugehen sein. Negativ war vor allem der Ausblick. Die EZB geht für 2019 mit nur noch 1,1 Prozent von einem deutlich niedrigeren Wachstum in der Eurozone aus. Auch die Inflationsaussichten haben sich für 2019 auf 1,2 Prozent verringert. Zusätzlich wurde der Ausblick für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und die Inflation in den Jahren 2020 und 2021 nach unten revidiert.

An der Wall Street könnten die Indizes unter Druck kommen, sollte der US-Präsident seinen China-Deal nicht bald über die Bühne bringen. Die Erwartungshaltung ist hoch und zu einem großen Teil könnte der Deal mit der Rallye seit dem Januar bereits eingepreist sein. Somit könnte es schnell zu Enttäuschungen kommen, die sich in stärker fallenden Kursen niederschlagen. Vor allem aber ist es bis dato US-Präsident Trump selbst gewesen, der die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer mit seinen Twitter-Mitteilungen genährt hat. Doch es könnte auch anders kommen. Einen Vorgeschmack auf mögliche andere Ausgänge des USA-China-Deals zeichnete jüngst US-Außenminister Pompeo, als er davon sprach, Trump könne auch einfach aufstehen und gehen, wenn ihm der Deal nicht gefiele. Damit wird aus der erhofften neuen Rallye schnell ein Crash. Nichtsdestotrotz muss das US-Regierungslager – vor allem aus Sicht des Präsidenten – einen dicken Coup landen und einen hervorragenden Deal präsentieren. Der Blick richtet sich nicht nur auf die Märkte, sondern in erste Linie auf die Präsidentschaft im Jahr 2020. Der US-Wahlkampf hat in Washington längst wieder begonnen.

Auch am Freitag färbten sich die Kurstafeln in Asien-Pazifik, Europa und den USA durchweg rot. Die chinesischen Exportdaten trugen bereits in der Nacht zum Freitag zu einem verstärkten Abverkauf in Asien bei. Chinas Export im Februar brach auf US-Dollar-Basis – auf Jahressicht gerechnet – um 20,7 Prozent ein. Dies führte auch beim DAX zu Abschlägen. Die am Freitagnachmittag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten für den Februar brachten dann die nächste Enttäuschung mit sich. Die US-Wirtschaft schuf nur 20.000 neue Stellen und die Arbeitslosenrate fiel auf 3,8 Prozent. Der einzige Lichtblick waren die Lohninflationsdaten: Die US-Stundenlöhne stiegen auf Jahressicht um 3,4 Prozent.

Die neue Woche wird aus den USA den Einzelhandelsumsatz am Montag, die Verbraucherpreise am Dienstag, die Erzeugerpreise am Mittwoch, Im- und Exportpreise am Donnerstag und die Industrieproduktion am Freitag in den Fokus der Marktteilnehmer rücken.

USA stellt auf Sommerzeit um

In den USA werden in der Nacht zum Sonntag die Uhren von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. Da wir in Europa erst in der Nacht zum Sonntag, den 31. März nachziehen, liegt der Zeitunterscheid zwischen Frankfurt und New York bis dahin bei fünf Stunden. Die Wall Street öffnet somit bereits um 14:30 Uhr unserer Zeit.

Billiges Geld allein reicht dem DAX nicht mehr – Wall Street hat Lenkungswirkung

„Trotz neuer Tools aus dem EZB-Zauberkasten und weiterhin billigem Geld knickt der DAX schließlich nach unten weg.“, so Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für den Online-Broker LYNX. „Die Wall Street hat weiter die Führungsrolle und die Indizes der Eurozone konnten sich dem Abwärtsdruck von der Wall Street auch mit EZB-Schützenhilfe nicht entziehen“, erläutert Friczewsky.

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