Aumann AG

Automatisierungsspezialist für die Elektromobilität von morgen

Die Aumann AG ist ein weltweit führender Hersteller von innovativen Spezialmaschinen und automatisierten Fertigungslinien mit dem Fokus auf Elektromobilität. Aumann wurde im Jahr 2015 ein Teil der MBB-Beteiligungsgesellschaft. Die MBB wandelte das Unternehmen 2016 zur Aktiengesellschaft um brachte es 2017 an die Börse. Die Aumann AG hat ihren Sitz im nordrhein-westfälischen Beelen und wird von CEO Rolf Beckhoff geleitet.

Leistungsspektrum des Maschinenbaukonzerns Aumann

Seit über 80 Jahren gilt Aumann weltweit als führender Spezialist für Drahtlackier- und Spulenwickeltechnik und Automation. Das Unternehmen ist seit 30 Jahren Partner für die Erstausrüster (OEM) im Bereich Automotive. Die Aumann AG fertigt an sechs Standorten in Deutschland, China und den USA. Die wohl bekanntesten Kunden aus der Automobil- und Automobil-Zuliefererindustrie sind BorgWarner, Bosch, BMW, Continental, Daimler, Ford, Volkswagen, ThyssenKrupp und ZF.

Das Unternehmen gliedert sich in die beiden Geschäftsbereiche Classic und E-Mobility. Im Segment Classic konstruiert, fertigt und vertreibt Aumann Spezialmaschinen und automatische Fertigungslinien für die Bereiche Automotive, Luft- und Raumfahrt, Schienenverkehr, Verbraucherelektronik, Landwirtschaft und Cleantech.

Im Segment E-Mobilty schreibt man sich auf die Fahnen, Weltmarktführer für Spezialmaschinen und Produktionslinien für elektrische Antriebsstränge zu werden. Großkunden aus den Bereichen Automotive und E-Bikes wie beispielsweise Volkswagen oder Bosch verwenden die Aumann-Technik, um die neueste Generation von E-Motoren zu fertigen. Zusätzlich zu E-Motor-Komponenten bietet Aumann auch Spezialmaschinen und Fertigungslinien zur Produktion von automobilen Energiespeichersystemen, Hybridmodulen und kompletten elektrischen Antriebssträngen.

Mit der Akquisition der Karl Utz Sondermaschinen GmbH (USK) baute Aumann das Geschäftsfeld E-Mobility wesentlich aus und schuf im Jahr 2017 63 Prozent anorganisches Wachstum.

Details zur Aumann Aktie

Die 15.250.000 ausstehenden Aktien der Aumann AG sind nennwertlose Inhaberstückaktien. Die Erstnotiz fand am 24. März 2017 statt. Der Ausgabepreis lag bei 42,00 Euro. Die Aumann-Aktien notieren im Handelssegment Prime Standard der Deutschen Börse und sind unter anderem in den SDAX eingebunden. Bis zum 17. Oktober 2017 ging es auf das Rekordhoch von 95,48 Euro hinauf. Am 5. Dezember 2017 erfolgte eine Kapitalerhöhung um 1,25 Mio. Aktien zum Preis von 64,00 Euro je Aktie. Seitdem hat sich der Wert halbiert.

Der größte Aktionär ist die Beteiligungsgesellschaft MBB SE, die nach dem Börsengang von Aumann 38,00 Prozent der Aktien hält. Auf dem nächsten Plätzen folgen die FMR LLC mit 9,72 Prozent der Anteile, Sycomore Asset Management mit 4,99 Prozent, Oppenheimer Global Opportunities Fund mit 3,28 Prozent und BlackRock mit 3,05 Prozent. Der Streubesitz liegt bei 32,2 Prozent.

In den letzten 52 Wochen verlor die Aktie rund 37 Prozent an Wert, während etwa der SDAX im Vergleichszeitraum lediglich eine Negativperformance von gut 6 Prozent aufwies. Die Wertpapiere sind somit ein Underperformer. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse via Xetra mit 683,96 Mio. Euro. Die Aktien kosteten via Xetra in den letzten 52 Wochen 74,07 EUR im Hoch und 38,80 EUR im Tief.

Aktuelle Analysen

Auf Jahressicht gibt es gerade einmal sechs Analysen. Das höchste Kursziel stammt von Bankhaus Lampe in Höhe von 100,00 Euro, das niedrigste Kursziel wies das Bankhaus Metzler mit 55,00 Euro aus. Die hochaktuellen Analysen vom 1. November stammen von der Commerzbank und von Hauck & Aufhäuser, die 72,50 und 75,00 Euro als Kursziel auswiesen. Das Durchschnittskursziel liegt bei 74,43 Euro. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 44,85 Euro aus dem Xetra-Handel.

Langfristige Chartanalyse der Aumann Aktie

Der Blick auf die vergangenen 18 Monate der Aktie der Aumann AG zeigt eine recht starke Schwankungsbreite. Im zweiten Halbjahr 2017 konnte vorerst eine recht gute Entwicklung verzeichnet werden und der Wert stieg aus dem Kursbereich von rund 60,00 Euro hinauf auf gut 95,00 Euro – eine Entwicklung von rund 50 Prozent. Dieses Hoch konnte die Aktie jedoch nur kurz halten und es startete eine behäbige Abwärtsbewegung, die bis dato nach wie vor anhält. Die aktuellen Bewegungstiefs liegen unterhalb von 40,00 Euro und der aktuelle Schlusskurs der Vorwoche nur unweit höher knapp unterhalb von 45,00 Euro.

Aus charttechnischen Gesichtspunkten ist weiterhin nicht auszuschließen, dass sich erneute Bewegungstiefs anschließen, wobei die angenommenen Unterstützungen von 32,50 Euro und folgend auch 25,00 Euro durchaus realistisch erreicht werden könnten. Erst ein nachhaltiges Steigen über den Widerstand von 55,00 Euro könnte den Abwärtsdruck gegebenenfalls etwas bremsen und Kaufgedanken kämen eventuell zum Tragen. Alles in allem ein eher unvorteilhafter Kursverlauf für eine positive Entwicklung.

Fundamentaldaten 2017

Bei der Aumann AG wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Die Umsatzhistorie, die Entwicklung der Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und der Jahresüberschüsse in den letzten Jahren lassen unschwer eine stetige Aufwärtsbewegung erkennen.

Im Jahr 2017 lag der Umsatz bei 210,377 Mio. Euro und das EBT bei 19,143 Mio. Euro. Von 2015 zu 2017 verdoppelte sich das Konzernergebnis nahezu: 2017 lag es bei 13,040 Mio. Euro, 2015 waren es noch 6,9 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie fiel mit 0,94 Euro im Vergleich zum Vorjahr 2016 mit 1,08 Euro jedoch schwächer aus. Folglich wurde auch die Dividende geringer. Im Jahr 2017 wurden nur 0,20 Euro je Anteilsschein ausgeschütte, hingegen wurden 2016 noch rund 0,32 Euro je Aktie ausgekehrt. Insgesamt betrug die Ausschüttungssumme 2017 3,0 Mio. Euro.

Die Gesellschaft wies für 2017 liquide Mittel in Höhe von 106,7 Mio. Euro aus. Das wirtschaftliche Eigenkapital lag bei 180,653 Mio. Euro, das gezeichnete Kapital bei 15,250 Mio. Euro und die Gesamtverbindlichkeiten wurden mit 146,136 Mio. Euro angegeben. Die Eigenkapitalquote wurde mit 55,3 Prozent ausgewiesen und die Bilanzsumme lag bei 326,789 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 981 Mitarbeiter. Im Vorjahr lag die Mitarbeiterzahl noch bei 558.

Der Wandel in der Automobilindustrie hin zur E-Mobilität treibt die Nachfrage bei Aumann

Die Vergangenheit ist zwar kein Garant für zukünftige Entwicklungen, doch das Geschäftsjahr 2017 war für Aumann das erfolgreichste der Unternehmensgeschichte. Besonders das Segment E-Mobility trug mit einer Wachstumsrate beim Umsatz in Höhe von über 43 Prozent auf 60,8 Mio. Euro bei. Die Konzernleitung sprach von einer hohen Nachfrage für Fertigungslinien im E-Mobility-Segment. Der Anteil des Geschäftsbereichs E-Mobility liegt aktuell bei 31 Prozent. Blickt man in die Zukunft, so werden 2020 geschätzt 13 Mio. Elektrofahrzeuge produziert. 2025 werden es nach den Prognosen bereits 32 Mio. Fahrzeuge sein. Davon will Aumann profitieren. Allein der Großkunde VW plant bis 2025 80 vollelektrische Modelle. Das Segment E-Mobility wird demnach wohl weiter wachsen.

Bilanzprognosen für 2018 und 2019

Im Halbjahresfinanzbericht gab die Konzernleitung ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2018 ab. Man geht von einem Umsatz von mehr als 300 Mio. Euro sowie von einem bereinigten EBIT von 28 bis 31 Mio. Euro aus. Dies liegt leicht unterhalb der bis dato bekannten Bilanzprognose. Für 2018 gehen die Konsensschätzungen von rund 307,00 Mio. Euro Umsatz, einem EBIT von 32,40 Mio. Euro und einem Gewinn je Aktie von 1,50 Euro aus. Die Dividende könnte sich 2018 somit bei 0,39 Euro einpendeln. Der Nettogeldbestand des Konzerns könnte bei 67 Mio. Euro liegen.

Natürlich kann in den nächsten Monaten und über das Jahr hinweg, besonders infolge vieler Handelskonflikte, noch einiges passieren, doch ein Blick auf das Geschäftsjahr 2019 kann zumindest das Potenzial verdeutlichen: Der Umsatz 2019 wäre bei 364,00 Mio. Euro, das EBIT bei 43,40 Mio. Euro und der Gewinn je Aktie bei 2,04 Euro zu verorten. Dies könnte eine Dividende von 0,53 Euro möglich machen. Der Nettogeldbestand würde sich 2019 bei 69,50 Mio. Euro befinden.

Termine

Die Aumann AG wird am 16. November ihren Quartalsbericht für das dritte Quartal 2018 veröffentlichen. Am 27. November präsentiert sich das Unternehmen beim Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt und am 4. Dezember auf der Berenberg European Conference in Pennyhill, Großbritannien.

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