Deutsche Lufthansa – zum Kranich-Jubiläum gibt es das beste Jahresergebnis

Fundamentalbetrachtung der Lufthansa AG

Der Lufthansa-Kranich, das Firmensymbol des Lufthansa-Konzerns, feiert derzeit sein 100-jähriges Bestehen. Der Grafiker Otto Firle hatte das Logo 1918 für die Vorgängergesellschaft „Deutsche Luft-Reederei“ entworfen. Dieses Jubiläum feiert die Lufthansa aktuell mit dem besten Jahresergebnis der Unternehmensgeschichte. Der Lufthansa-Umsatz stieg 2017 um 12,4 Prozent auf 35,6 Mrd. Euro an, das Ergebnis (adjustiertes EBIT) zog um satte 69,7 Prozent auf 2,97 Mrd. Euro an. Besonders stark trug der im Jahr 2017 ergebniswirksame Einmaleffekt von 582 Mio. Euro aufgrund des Tarifabschlusses mit der Vereinigung Cockpit bei.

Die Deutsche Lufthansa AG bzw. Lufthansa Group ist Konzernangaben nach ein weltweit operierender und führender Luftfahrtkonzern. Im Jahr 2017 beförderte die Lufthansa Group mit 1.130.008 Flügen über 130 Mio. Fluggäste. Der Hauptsitz der Gruppe liegt in Frankfurt am Main, CEO des Konzerns ist Carsten Spohr.

Konzernstruktur

Die Lufthansa Group untergliedert sich in die Geschäftsfelder Network Airlines, Point-to-Point Airlines sowie in die Bereiche Logistik, Technik und Catering. Im Segment Network Airlines werden die Fluggesellschaften Lufthansa German Airlines, SWISS und Austrian Airlines gebündelt. Im Berichtsjahr 2017 trug allein dieses Segment mit 63,6 Prozent und mit einem Umsatz von 23,317 Mrd. Euro maßgeblich zum Gesamtumsatz der Lufthansa Group bei. Die Flugbetriebe Eurowings Group – die aus Eurowings, Germanwings und Eurowings Europe besteht – sowie Brussels Airlines werden im Point-to-Point Airlines-Segment gebündelt, das 11,4 Prozent zum Gesamtumsatz 2017 beisteuerte. Dazu gehört auch noch die Beteiligung SunExpress. Der Konzernbereich Technik steht für 10 Prozent des Gesamtumsatzes, die Bereiche Catering für 7,2 Prozent und Logistik für 7 Prozent.

Details zur Aktie

Die Lufthansa-Aktie kann seit 1966 an verschiedenen Wertpapierbörsen in Deutschland gehandelt werden und ist Mitglied im Deutschen Aktienindex (DAX). Insgesamt sind 471.259.644 Stückaktien ausstehend, die ein Grundkapital in Höhe von rund 1,0206 Mrd. EUR verbriefen. Der Streubesitz der Aktien liegt bei 100 Prozent. Rund 53 Prozent der Aktionäre sind institutionelle Anleger, rund 47 Prozent Privataktionäre.

Die Eigentümerstruktur weist mit einem Anteil von 72 Prozent Anleger aus Deutschland aus, Anleger in den USA halten 9,6 Prozent der Anteile. Die größten Aktionäre sind mit einem Anteil von 5,11 Prozent die US-Vermögensverwaltungsgesellschaft BlackRock und mit 3,62 Prozent Landsdowne Partners International. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 12,72 Mrd. EUR. Die Aktien kosteten in den letzten 52 Wochen 31,26 EUR im Hoch und 14,99 EUR im Tief.

Aktuelle Analysen

Die Analysten von Barclays, Bernstein, Citigroup, Commerzbank, Credit Suisse, Deutsche Bank, DZ Bank, HSBC, Independent Research, JPMorgan, Kepler Cheuvreux, Morgan Stanley, NordLB, Oddo BHF, RBC Capital und UBS haben im Jahr 2018 Studien zur Aktie gefertigt. Von den 16 Analysen gaben 14 eine Kurszielangabe, die Experten der Deutschen Bank und von RBC Capital blieben eine Kurszielangabe schuldig.

Das tiefste Kursziel lag bei 22,70 EUR (Kepler Cheuvreux vom 4. April 2018) und das höchste bei 35,00 EUR (HSBC vom 8. Februar 2018 und Citigroup vom 7. März 2018). Das Durchschnittskursziel liegt bei 30,24 EUR. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 26,99 EUR aus dem Xetra-Handel.

Fundamentaldaten 2017

Bei der Deutschen Lufthansa AG wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Der Umsatz lag im Jahr 2017 bei 35,579 Mrd. EUR, das EBITDA bei 5,362 Mrd. EUR, das betriebliche Ergebnis (EBIT) bei 3,310 Mrd. EUR und der Jahresüberschuss bei 2,364 Mrd. EUR. Das Ergebnis je Aktie betrug 5,03 EUR und der aktuelle Dividendenvorschlag lag bei 0,80 EUR je Aktie. Dies würde eine Ausschüttungssumme von 377,0 Mio. EUR bedeuten.

Die Gesellschaft weist für 2017 liquide Mittel in Höhe von 1,397 Mrd. EUR aus. Das gezeichnete Kapital liegt bei rund 1,206 Mrd. EUR und die Verbindlichkeiten wurden mit 26,669 Mrd. EUR angegeben. Die Bilanzsumme lag somit bei 36,267 Mrd. EUR. Die Eigenkapitalquote wurde zum Jahresende mit rund 26,5 Prozent ausgewiesen. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 129.424 Mitarbeiter.

Konsensschätzungen und Bilanzprognosen für 2018 und 2019

Die Umsätze könnten 2018 37,87 Mrd. EUR und 2019 39,39 Mrd. EUR betragen. Das EBIT könnte 2018 bei 2,96 Mrd. EUR und 2019 bei 3,15 Mrd. EUR liegen. Der Gewinn je Aktie könnte sich 2018 auf 4,52 EUR und 2019 auf 4,80 EUR belaufen. Die Dividende je Aktie könnte 2018 bei 0,81 EUR und 2019 bei 0,90 EUR liegen. Für das Jahr 2018 könnte ein Cashflow je Aktie von 8,93 EUR und 2019 von 9,85 EUR testiert werden. Das Nettovermögen je Aktie könnte 2018 23,80 EUR und 2019 28,05 EUR betragen. Die Nettoverschuldung von 2,01 Mrd. EUR 2018 könnte sich 2019 auf 1,29 Mrd. EUR reduzieren.

Die Konzernleitung ging gemäß ihrer Ergebnismeldung vom 15. März 2018 von einer stabilen Entwicklung der Stückerlöse für das Geschäftsjahr 2018 aus. Dabei sollen die Stückkosten um 1 bis 2 Prozent sinken und auch höhere Treibstoffkosten von rund 700 Mio. Euro sollen aufgrund einer besseren operativen Performance kompensiert werden. Man rechnet allerdings mit einem Ergebnis leicht unterhalb des Ergebnisses von 2017.

Die nächsten Termine

Die Lufthansa wird am 26. April ihren Zwischenbericht für das erste Quartal veröffentlichen, am 8. Mai 2018 findet dann die Hauptversammlung in Frankfurt statt. Am 31. Juli 2018 folgt dann der Halbjahresfinanzbericht 2018.

Langfristige Chartanalyse der Lufthansa Aktie

Der Verlauf der Aktie der Lufthansa AG der vergangenen fünf Handelsjahre kann prinzipiell in drei Phasen unterteilt werden. Von Mitte 2013 bis Mitte 2014 stieg die Aktie aus dem 15,00 Euro Bereich kommend bis auf circa 20,00 Euro an, um dann bis Oktober 2016 bis auf rund 9,00 Euro abzurutschen. Ab dem Jahr 2017 stieg der Wert dann sehr stark und konnte ein Hoch im Bereich von 31,00 Euro ausbauen . Gerade der letzte Anstieg im Jahr 2017 war sehr markant aufwärts und ohne nennenswerte Rücksetzer.

Seit Anfang 2018 steckt der Wert in einer leichten Konsolidierung, welche einen aktuellen Schlusskurs im Bereich von 26,50 Euro fand. Solange die Aktie oberhalb von 23,00 Euro notiert , besteht die Möglichkeit, dass es zur Wideraufnahme des Aufwärtstrends kommt. Das Erreichen der Hochs im Bereich von 31,00 Euro wäre dann definitiv als realistisch einzustufen . Sollte die Aktie jedoch nachhaltig unter 23,00 Euro absacken, so wäre die Aufwärtsseite als etwas unvorteilhafter zu bewerten und Käufe sollten zurückgenommen werden.

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