Tele Columbus AG - Reift hier der nächste Übernahmekandidat heran?

Die Tele Columbus AG ist ein Anbieter für digitales Kabelfernsehen, Telefon und Internet. Seinen Kunden bietet das Unternehmen verschiedene Service-Kombinationen nach Bedarf – mit Telefonanschluss, Mobilfunk, Internet-Flatrate und HD-Fernsehen mit zubuchbarer Maxdome-Flat, EXTRA-HD oder Sky. Das Angebot von  Tele Columbus ist in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Teilen Nordrhein-Westfalens erhältlich. Seit 1985 ist der drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber als Multimedia- und Telekommunikationsanbieter tätig.

Geschichte der Tele Columbus AG

Die Tele Columbus AG ist aus der Verschmelzung einzelner regionaler Kabelnetzbetreiber entstanden und war zunächst nur Infrastrukturanbieter, doch nach und nach entwickelte sich das Unternehmen auch zum endkundenorientierten Telekommunikationspartner. Heute kann das Unternehmen auf 3,6 Millionen angeschlossene Haushalte verweisen. Mittels hybrider Glasfaserstruktur und dem modernen Übertragungsstandard DOCSIS 3.0 sind Übertragungsraten von mehreren hundert Megabit pro Sekunde möglich.

Tele Columbus – Führungsspitze

Der Konzern wird von Ronny Verhelst als CEO sowie Frank Posnanski (CFO), Tobias Schmidt (CMO), Ludwig Modra (CTO), Diana-Camilla Matz, Jean-Pascal Roux, Roland Schleicher und Richard Fahringer geleitet.

Konzernportfolio

Das analoge Fernsehangebot von Tele Columbus umfasst bis zu 40 TV-Programme, es gibt rund 70 hochauflösende HDTV-Programme. Dazu gehören unter anderem  bis zu 20 unverschlüsselte HD-Programme von ARD und ZDF dazu. Das digitale Fernsehen hat eine Kapazität von über 100 Programmen.

Tele Columbus hat zudem Premium-Programme für Abonnenten, bietet analoge und digitale Radioprogramme, Telefonanschlüsse nach digitalen Standards und deutschlandweite Festnetz-Flatrates sowie Internetzugänge mit bis zu 400 Megabit pro Sekunde. Das Angebot wird mit Internet-Flatrates und E-Mail-Postfächern abgerundet, außerdem lassen sich Mobilfunkverträge zubuchen.

Als erster Anbieter startete das Unternehmen Internetanschlüsse mit 400 Megabit pro Sekunde. Neuerdings bietet Tele Columbus auch Mobilfunkdienste in Kooperation mit dem Mobilfunkprovider Drillisch AG an. Im Bereich der Wohnungswirtschaft hat sich Tele Columbus in seiner mehr als 25-jährigen Unternehmensgeschichte als verlässlicher Partner für Hausverwaltungen, Eigenheimbesitzer, Wohnungsunternehmen und Mieter entwickelt.

Analysen zur Aktie

Bankhaus Lampe, Barclays, Berenberg, Commerzbank, Equinet, Goldman Sachs, Hauck & Aufhäuser, JPMorgan und Macquarie haben seit November 2016 Analysen zur Aktie der Tele Columbus AG gefertigt. Die Kurszielspanne reicht von 8,00 Euro (Macquarie vom 07.02.2017) bis 12,20 Euro (Hauck & Aufhäuser vom 30.05.2016). Kumuliert man die Kursziele der 9 Analysen, so ergibt sich daraus ein Durchschnittskursziel in Höhe von 10,34 Euro. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 9,80 Euro aus dem Xetra-Handel. Kurspotenzial wäre demnach zumindest noch leicht vorhanden.

Die Aktie und ihre Aktionärsstruktur

Tele Columbus ist seit dem 23.01.2015 am regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und seit  Juni 2015 ist das Unternehmen Mitglied im S-DAX. Dies ist ein großer Schritt, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen erst 2013 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.

Die Aktien wurden beim Börsengang  zu einem Ausgabepreis von 10,00 Euro gehandelt und  insgesamt sind 127.556.251 Aktien ausstehend.

Der Markt bewertet die Tele Columbus AG derzeit mit 1,25 Mrd. Euro. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 10,12 Euro im Hoch und 6,92 Euro im Tief. Der Durchschnittskurs der letzten 250 Tage lag bei rund 8,08 Euro.

Auf Sicht von einem Jahr lag die Performance bei rund 19 Prozent. Damit wurde der Benchmark-Index SDAX, der sich im gleichen Zeitraum mit einem Plus von rund 27 Prozent entwickelte, von der Aktie bei weitem nicht geschlagen. Die Aktie ist ein klarer Underperformer.

Die größten Anteilseigner sind United Internet Ventures mit 28,52 Prozent, Ameriprise Financial (Threadneedle) mit 11,46 Prozent, die  Capital Research and Management Company mit 8,70 Prozent, York Capital Management Global Advisors mit 5,60 Prozent, Cross Ocean European Special Situation Fund mit 3,80 Prozent, T. Rowe Price International mit 3,35 Prozent, BlackRock mit 3,04 Prozent und  3D N.V. mit 3,02 Prozent.

Fundamentaldaten zur Aktie der Tele Columbus AG

Für das Geschäftsjahr 2016 (bilanziert wird bei der Tele Columbus zum 31.12. gemäß IFRS in Euro) wies der Konzern einen Umsatz in Höhe von 476,8 Mio. Euro aus (2015: 279,2 Mio. Euro; 2014: 213,1 Mio. Euro; 2013: 206,2 Mio. Euro; 2012: 205,3 Mrd. Euro). Die Umsatzzahlen weisen zumindest in die richtige Richtung und auf eine stetige Steigerung hin. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei einem Minus von 10,6 Mio. Euro und das  Zinsergebnis lag bei einem Minus von 75,1 Mio. Euro. Als Jahresfehlbetrag wurden für das Jahr 2016 13,3 Mio. Euro ausgewiesen.

Das Nettoergebnis je Aktie lag bei einem Minus von 0,08 Euro. Bis dato gab es keine Dividendenzahlungen. Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigte das Unternehmen gemäß Bilanz 1.424 Mitarbeiter. An liquiden Mitteln wurden für 2016 55,2 Mio. Euro erklärt , das gezeichnete Kapital beträgt 127,6 Mio. Euro, das wirtschaftliche Eigenkapital ist mit 527,6 Mio. Euro angesetzt und die Verbindlichkeiten werden mit 1,6 Mrd. Euro ausgewiesen.

Die Bilanzsumme liegt bei 2,1 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalquote betrug für 2016 24,93 Prozent. In den Bilanzprognosen für 2017 und 2018 werden Umsätze in Höhe von 505,33 Mio. und 533,86 Mio. Euro angeführt. Das EBIT soll 2017 99,90 Mio. Euro betragen, 2018 sollen es 138,72 Mio. Euro sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2017 demnach bei 0,155 Euro liegen und sich 2018 auf 0,0347 Euro deutlich steigern.

Eine Dividende wird es auch im Jahr 2017 nicht geben, jedoch könnte sie 2018 bei 0,12 Euro je Stammaktie liegen. Der Cashflow je Aktie könnte 2017 bei 1,076 liegen und sich 2018 auf 1,362 Euro reduzieren. Das Nettovermögen je Aktie sollte sich 2017 bei 4,42 Euro einpendeln und 2018 bei 4,43 Euro liegen. Für 2017 könnte die Nettoverschuldung bei 1,21 Mrd. Euro liegen und  2018 sollte sich die Nettoverschuldung auf 1,16 Mrd. Euro leicht reduzieren.

Die Tele Columbus AG hält am 21.06.2017 ihre Hauptversammlung in Berlin ab. Am 24.08.2017 werden die Ergebnisse zum zweiten Quartal veröffentlicht beziehungsweise für das erste Halbjahr und am 22.11.2017 werden die Ergebnisse für das dritte Quartal publiziert.

Chartanalyse

Mit dem Blick auf den Chart der  Aktie von Tele Columbus fallen grundlegend zwei Punkte sofort ins Auge. Der Wert tendierte bereits kurz nach dem Start im ersten Halbjahr 2015 recht stark abwärts und danach – mehr oder weniger zwischen den Grenzen 7,00 Euro und 10,00 Euro – seitwärts. Beide Richtungen bieten einer trendfolgenden Kaufstrategie kaum Vorteile. Ebenfalls auffallend ist ein Gap von Ende 2015, das erst in den letzten Tagen und Wochen als annähernd geschlossen gewertet werden kann. Betrachtet man den Wert allein im aktuellen Jahr 2017, lässt sich ein recht interessanter Aufwärtstrend ausmachen, der am vergangenen Freitag zu einem Schlusskurs von rund 9,80 Euro führte. Charttechnisch könnte sich der Wert jetzt durchaus in einem brauchbaren Aufwärtstrend befinden, der gegebenenfalls durch Käufe ausgenutzt werden könnte. Mehr Klarheit brächte allerdings eine anhaltende Bewegung der Aktie über den Widerstand von 10,25 Euro. Somit wären – je nach Risikoneigung – Käufe aktuell oder nach einem Ausbruch über den genannten Widerstand denkbar. Der Bereich 10,80 Euro und folgend die Marke von 12,00 Euro wären durchaus als realistische Ziele einzustufen. Ein Absacken unter den Widerstand von rund 9,30 Euro wäre charttechnisch etwas ungünstig für die Aufwärtsseite, Käufe sollten dann etwas zurückgenommen werden.

20170619-Aktie-tele-columbus-euro-lynxOffenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

 

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