Deutsche Pfandbriefbank – Spezialbank zur Finanzierung von Immobilien und öffentlichen Investitionen

Die Deutsche Pfandbriefbank ist eigenen Angaben zufolge eine europäische Spezialbank für gewerbliche Immobilienfinanzierung und öffentliche Investitionsfinanzierung. Sie gilt als wichtiger Partner bei der Finanzierung der Immobilienwirtschaft und der öffentlichen Infrastruktur. Obendrein ist der Konzern der größte Pfandbriefemittent und ein wichtiger Emittent von Covered Bonds in Europa.

Unternehmensstruktur

Das Unternehmen hat Standorte in Madrid, Paris, München, Eschborn, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Stockholm und London. An diesen  ist es nicht nur niedergelassen, sondern begleitet vor Ort Projekte und liefert die Expertise über alle Funktionen des Finanzierungsprozesses hinweg. Die Deutsche Pfandbriefbank strukturiert Darlehen, auch grenzüberschreitend, und arbeitet im jeweiligen Finanzierungsprozess auch mit anderen Finanzierungspartnern zusammen.

Der Neugeschäfts-Fokus liegt aktuell auf pfandbrieffähigem Geschäft in den Kerngebieten wie Deutschland, ausgewählten europäischen Märkten und an der US-Ostküste. Die Deutsche Pfandbriefbank hat einen Marktanteil von 9 Prozent an ausstehenden Pfandbriefen. Das Portfolio hat eine hohe Qualität, die Risikostrategie ist konservativ. Die Refinanzierungsbasis ist als stabil und gut diversifiziert einzustufen. Für Privatkunden bietet die Bank Tages- und Festgeldanlagen über pbb direkt an.

Konzernsitz ist Unterschleißheim im Landkreis München. Die Vorstände Andreas Arndt (CEO und CFO), Thomas Köntgen und Andreas Schenk leiten das Unternehmen.

Guter Start in 2017 – Deutsche Pfandbriefbank auf Kurs

Mit dem ersten Quartalsbericht (Berichtsperiode 1.1.– 31.3.) legte die Deutsche Pfandbriefbank gleich zu Jahresbeginn einen guten Start hin. Mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 47 Mio. Euro übertraf man den Vorjahreswert (45 Mio. Euro). Vor allem im herausfordernden Zinsumfeld ist der gesteigerte Zinsüberschuss hervorzuheben. Der Zins- und Provisionsüberschuss liegt bei 106 Mio. Euro. Das Neugeschäft liegt mit 2,4 Mrd. Euro jedoch unterhalb des Wertes des Vorjahresquartals (2,9 Mrd. Euro). Die Konzernleitung strebt für das Gesamtjahr 2017 ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 150 – 170 Mio. Euro und ein Neugeschäftsvolumen von 10,5 und 12,5 Mrd. Euro an.

Analysen zur Aktie

Bankhaus Lampe, Berenberg, Commerzbank, Citigroup, Deutsche Bank, Equinet, HSBC, JPMorgan, Kepler Cheuvreux und NordLB haben seit Mai 2016 Analysen zur Aktie der Deutschen Pfandbriefbank gefertigt. Die Kurszielspanne reicht von 11,30 Euro (Equinet vom 15.5. 2017) bis 14,00 Euro (Commerzbank vom 17.5. 2017). Kumuliert man die Kursziele der zehn Analysen, ergibt sich daraus ein Durchschnittskursziel in Höhe von 12,41 Euro. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 12,20 Euro aus dem Xetra-Handel. Das weitere Potenzial könnte demnach als dünn zu bezeichnen sein.

Die Aktie und ihre Aktionärsstruktur

Die Aktien der Deutschen Pfandbriefbank notieren  seit dem Börsengang vom 16.7.2015  im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.  Der Emissionspreis lag bei 10,75 Euro je Aktie, der erste Kurs bei 11,45 Euro. Es handelt sich um auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag. Insgesamt sind 134.475.308 Aktien ausstehend. Die Aktien der Deutschen Pfandbriefbank sind Mitglied im Index MDAX.

Der Markt bewertet die Deutsche Pfandbriefbank derzeit mit 1,64 Mrd. Euro. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 12,875 Euro im Hoch und 7,87 Euro im Tief. Der Durchschnittskurs der letzten 250 Tage lag bei rund 9,70 Euro. Auf Sicht von einem Jahr lag die Performance bei rund 33 Prozent. Damit wurde der Benchmark-Index MDAX, der sich im gleichen Zeitraum mit einem Plus von rund 23 Prozent entwickelte, von der Aktie outperformed.

Mit einem Streubesitz von 42,84 Prozent sind die größten Anteilseigner Hypo Real Estate mit 20 Prozent, Main First SICAV mit 4,99 Prozent, Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH mit 4,95 Prozent, Norges Bank mit 3,47 Prozent, Artemis Investment Management LLP mit 3,39 Prozent, The Capital Group Companies mit 3,12 Prozent, Ethenea Independent Investors mit 2,99 Prozent, President and Fellows of Harvard College mit 2,97 Prozent, David Einhorn mit 2,89 Prozent, Allan & Gill Gray Foundation mit 2,82 Prozent, Maverick Capital Ltd. mit 2,79 Prozent und UBS Group mit 2,78 Prozent.

Fundamentaldaten zur Aktie der Deutschen Pfandbriefbank

Für das Geschäftsjahr 2016 (bilanziert wird bei der Deutschen Pfandbriefbank zum 31.12. gemäß IFRS in Euro) wies der Konzern ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 301,0 Mio. Euro aus (2015: 195,0 Mio. Euro; 2014: 54,0 Mio. Euro; 2013: 165,0 Mio. Euro). Das Zinsergebnis lag bei 404,0 Mio. Euro (2015: 426,0 Mio. Euro; 2014: 421,0 Mio. Euro; 2013: 319,0 Mio. Euro). Als Jahresüberschuss wurden für 2016 197,0 Mio. Euro ausgewiesen (2015: 230,0 Mio. Euro; 2014: 4,0 Mio. Euro; 2013: 160,0 Mio. Euro).

Das Nettoergebnis je Aktie betrug 1,46 Euro. Für 2016 schüttete der Konzern eine Dividende von 1,05 Euro je Anteilsschein aus. Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigte das Unternehmen gemäß Bilanz 791 Mitarbeiter (2013 waren es noch 852 Mitarbeiter).

An liquiden Mitteln wurden für 2016 1,1 Mrd. Euro erklär t, das wirtschaftliche Eigenkapital ist mit 2,8 Mrd. Euro angesetzt, das gezeichnete Kapital beträgt 380,0 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten werden mit 59,8 Mrd. Euro ausgewiesen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen bei 3,2 Mrd. Euro.

Die Bilanzsumme liegt bei 62,6 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalquote betrug für 2016 rund 4,1 Prozent. In den Bilanzprognosen für 2017 und 2018 werden Umsätze in Höhe von 387,50 Mio. und 403,00 Mio. Euro angeführt. Das EBIT soll 2017 176,01 Mio. Euro betragen, 2018 sollen es 206,07 Mio. Euro sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2017 demnach bei 0,94 Euro liegen und sich 2018 auf 0,95 Euro steigern.

Die Dividende könnte 2017 auf 0,53 Euro je Anteilsschein gesenkt  werden, für 2018 dürfte sie bei  0,55 Euro je Stück liegen. Das Nettovermögen je Aktie soll 2017 bei 20,74 Euro liegen und sich in 2018 auf 21,40 Euro weiter erhöhen.

Die Deutsche Pfandbriefbank wird am 30.5.2017  ihre Hauptversammlung abhalten. Den Zwischenbericht zum 30.6.2017  beziehungsweise die Ergebnisse für das zweite Quartal 2017 gibt es am 14.8.2017 . Die Quartalsmitteilung für das dritte Quartal 2017 soll am 13.11.2017  erfolgen.

Chartanalyse

Die Aktie der Deutschen Pfandbriefbank zeigte in den vergangenen eineinhalb Jahren ein Bild mit verschiedenen Facetten. Von August 2015 bis Februar 2016 tendierte der Wert mittel bis stark abwärts, vom Februar 2016 bis zum Februar 2017 zeigten sich Seitwärtsphasen in verschiedenen Volatilitätsausprägungen und seit Februar 2017 scheint sich ein halbwegs sauberer Aufwärtstrend herauszukristallisieren .

Mit einem trendfolgenden Gedanken hätte diesen Bewegungen nur schlecht gewinnbringend gefolgt werden können. Aktuell liegt der Schlusskurs im Bereich von 12,50 Euro und somit nur leicht höher als beim Start im August 2015. Mit Blick auf die vergangenen Monate wäre es prinzipiell aus charttechnischer Sicht eine Überlegung wert, sich mit Kaufgedanken auseinander zu setzen.

20170522-Aktie-deutsche-pfandbriefbank-euro-lynxErneute Hochs wären aus aktueller Sicht denkbar und somit als Ziel ausnutzbar. Betrachtet man jedoch die Bewegungen der vergangenen zwei Jahre, sollten Handlungen mit erhöhter Vorsicht genossen werden – schnelle Richtungswechsel sind schon diverse Male eingetreten und könnten auch wieder eintreten. Alles in allem ein Wert, bei dem aus charttechnischer Sicht nicht zwingend sofort agiert werden muss.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

 

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