Deutlich unter Druck gerieten zuletzt die Aktien des Schweizer Arzneimittelhändlers Zur Rose Group, zu dem u.a. auch die bekannte niederländische Versandapotheke DocMorris gehört. Seit ihrem Jahreshoch aus dem Februar bei 514,00 CHF haben sich die an der Schweizer Börse gehandelten Aktien mehr als halbiert.

Für zusätzlichen Abgabedruck sorgte zuletzt die ursprünglich für den 1. Januar 2022 geplante verpflichtende Einführung des digitalen Rezeptes (E-Rezept) in Deutschland. Da die „erforderlichen technischen Systeme noch nicht flächendeckend zur Verfügung stehen“ und „die durchgeführten Feldtests zur Erprobung des E-Rezeptes nicht ausreichten, um einen sicheren Betrieb zu garantieren“ wurde die Testphase vorerst verlängert, berichtet u.a. die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ) in ihrer Online-Ausgabe.

Für Versandapotheken wie Doc Morris oder die in Deutschland ebenfalls starke Shop Apotheke ist das ein ziemlicher Rückschlag, da sich beide Anbieter einen deutlichen Schub bei den Bestellungen erhoffen, wenn Kunden Rezepte auch bei Online-Anbietern einlösen können.

Direkt nach der Meldung über die verschobene Einführung des E-Rezeptes rutschen Aktien der Zur Rose Group, die letzten Freitag noch bei über 300 Euro aus dem Handel gingen, innerhalb von nur drei Tagen um über 20 Prozent ab.

Warburg Research bestätigt Kaufempfehlung, reduziert aber Kursziel

Etwas Hoffnung auf mittelfristig wieder höhere Kurse kommt heute von den Analysten der Investmentbank Warburg Research. Die haben zwar ihr Kursziel für die Aktien der Zur Rose Group wegen der verschobenen Einführung des E-Rezeptes von 505 auf 493 Euro reduziert, bestätigen aber ihre Einstufung mit „Buy“. Denn, so die Meinung des verantwortlichen Warburg-Analysten:

sei es positiv, dass die verpflichtende Einführung des elektronischen Rezeptes anscheinend bestehen bleibe und damit alle Beteiligten unter Druck blieben, die flächendeckende Infrastruktur dazu rasch verfügbar zu machen.

Zur Rose Group Aktie gibt weiter nach

Aufgeschoben ist also nicht aufgehoben, so die Devise der Analysten von Warburg Research. Aktien der Zur Rose Group hilft das aber heute nicht wirklich, die Papiere verlieren weiter und geben aktuell um 1,5 Prozent auf 235,50 CHF nach.

 

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