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Sollte es jemanden geben, der der Corona-Pandemie eine Träne nachweint, dann könnten dazu durchaus auch die Stakeholder (Aktionäre, Mitarbeiter, etc.) des kalifornischen Softwarespezialisten für Videokonferenzen Zoom Video Communications Inc. (Zoom) gehören. 

Denn die monatelange Homeoffice-Pflicht in vielen westlichen Ländern sorgte beim Unternehmen für ein rasantes Wachstum bei Umsätzen und Gewinnen und damit nicht nur für ein starkes operatives Wachstum, sondern auch eine unglaubliche Kursrallye bei den Aktien des Unternehmens. Die im US-Technologieindex Nasdaq100 notierten Papiere, die erst im April 2019 an die Börse gebracht wurden, legten im Jahr 2020 um unglaubliche 420 Prozent zu und erreichten dabei im Jahresverlauf ihr immer noch aktuelles Rekordhoch bei 588,84 US-Dollar.

Seitdem ging es aber stetig bergab und nachdem Zoom-Aktien gestern an der US-Börse 1,7 Prozent tiefer bei 80,26 US-Dollar aus dem Handel gingen, summieren sich die Kursverluste seit dem Rekordhoch bereits auf rund 86 Prozent. Seit Jahresbeginn 2022 haben die Papiere schon 56 Prozent an Wert verloren. Zoom-Aktien leiden dabei unter der Schwäche von Technologiewerten im Allgemeinen sowie im Speziellen unter der nachlassenden Wachstumsdynamik aufgrund der nicht mehr vorhandenen Effekte aus der Corona-Pandemie.

Das zeigen auch die gestern nachbörslich vorgelegten Quartalszahlen, mit denen Zoom bei den Anlegern erneut für Enttäuschung sorgte.

Wachstum schwächt sich im 3. Quartal weiter ab

Im Ende Oktober abgeschlossenen dritten Quartal stiegen die Umsätze bei Zoom nur noch um ganze fünf Prozent auf 1,01 Milliarden US-Dollar, das ist das bislang schwächste Wachstum seit der Unternehmensgründung (Vorjahr: 0,95 Milliarden US-Dollar).

Für noch größere Enttäuschung dürfte aber der Quartalsgewinn sorgen, denn aufgrund der stark gestiegenen Kosten brach dieser im Jahresvergleich um 85 Prozent auf 48,4 Millionen US-Dollar ein (Vorjahr: 340,3 Millionen US-Dollar).

Angesichts der schwachen Quartalsergebnisse senkte das Zoom-Management die Prognose für das laufende Geschäftsjahr und erwartet 2022 nur noch einen Konzernumsatz von ca. 4,38 Milliarden US-Dollar.

Zoom-Aktien brechen nachbörslich ein

Die Anleger senken weiter den Daumen über Zoom-Aktien. Die Papiere, die den regulären Handel mit einem Verlust von 1,7 Prozent bei 80,26 US-Dollar beendeten, brachen nach der Vorlage der Zahlen nachbörslich knapp sieben Prozent auf 74,85 US-Dollar ein.

In den Handel starten Zoom-Aktien heute entsprechend schwach und verlieren aktuell neun Prozent auf 73,05 US-Dollar.

Zoom Video-Aktie: Chart vom 22.11.2022, Kürzel ZM | Online Broker LYNX
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