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Viel tiefer kann die Zalando-Aktie doch gar nicht fallen, dürften einige denken, nachdem der Kurs seit dem im Juli 2021 markierten Rekordhoch in der Spitze über 70 Prozent nachgegeben hat. Aber aktuell scheint es, als könnte es doch passieren. Und begründbar wäre es durchaus.

Das Problem für den Online-Händler ist nur in zweiter Linie der Umsatz. Aber auch da muss man befürchten, dass Druck entsteht. Immerhin werden hier Mode und Schuhe angeboten, Artikel, die man nur dann in größerem Umfang kaufen würde, wenn man es sich leisten kann. Jedes „Mehr“ an Heiz- und Benzinkosten, jeder Preisanstieg im Supermarkt verringert das Umsatzpotenzial für die typischen Zalando-Produkte. Aber selbst, wenn der Umsatz im Gesamtjahr noch zulegen würde, wovon Zalando im Zuge der Bilanz des ersten Quartals Anfang Mai noch ausging:

Die Margen geraten jetzt erheblich unter Druck. Die Produktionskosten der Zulieferer steigen, die Logistikkosten für Zalando erst recht. Wenn man das nicht mit einem erheblichen Anstieg des Umsatzes wettmachen kann, ist ein Verlust zu befürchten, denn die Gewinnmargen sind hier eher klein und damit anfällig für Irritationen. Und immerhin, schon im ersten Quartal war das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ja negativ geworden. Und da hatten andere Einzelhändler noch relativ gute Zahlen abgeliefert. Richtig ungemütlich wurde es ja nicht nur in den USA erst im April, sondern auch hierzulande, was durch die sehr schwachen Einzelhandelsumsätze des Aprils, die gestern Früh für Deutschland gemeldet wurde, bestätigt wird.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Zalando Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: So gesehen wundert es nicht, dass die Zalando-Aktie gleich zum Start in den neuen Börsenmonat schon wieder nachgab. Und alleine seit Dienstag senkte RBC sein Kursziel für Zalando von 110 auf 60 Euro, Barclays das seine von 52 auf 48 Euro. Und die Analysten bei Bryan Garnier stuften die Aktie von „Neutral“ auf „Verkaufen“ nach unten.

Wenn Zalando nachhaltig in die Verlustzone rutschen sollte … und das ist aus aktueller Sicht wahrscheinlicher als das Erreichen der bisherigen 2022er-Prognose … wäre auch das momentane Kursniveau nicht „billig“. Und genau das antizipieren diejenigen, die Zalando, die zu Wochenbeginn an der oberen Begrenzung einer konsolidierenden Flaggenformation angekommen war, wieder verkaufen. Sollte diese Flagge mit Schlusskursen unter 32 Euro nach unten verlassen werden, wäre zwar das bisherige, am 12. Mai bei 29,91 Euro markierte Jahres-Verlaufstief das nächste, womöglich aber nicht das letzte Kursziel der Bären!

Zalando-Aktie: Chart vom 01.06.2022, Kurs 35,36 Euro, Kürzel ZAL | Online Broker LYNX
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