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Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia hat gestern Abend Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt und gleichzeitig einen Blick auf das laufende Jahr geworfen.

Vor allem dank der Übernahme der Deutsche Wohnen und weiter gestiegenen Mieteinnahmen konnte Vonovia bei Umsatz und Ergebnis zulegen. Allerdings fällt der Blick voraus deutlich vorsichtiger aus. Und auch bei der Dividende bleibt Vonovia vorsichtig und will für das letzte Jahr eine niedrigere Dividende zahlen. 

Die Anleger bleiben ebenfalls zurückhaltend, denn nach der Vorlage der Zahlen und dem Dividendenvorschlag gaben Vonovia-Aktien gestern in den letzten Handelsstunden deutlich nach. 

Umsatz und Ergebnis entwickeln sich wirtschaftlich stabil

In einem „herausfordernden Umfeld“ blickt Vonovia eigenen Angaben zufolge „auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurück“.  Die Integration der Deutsche Wohnen konnte erfolgreich abgeschlossen werden und die Zufriedenheit der Mieterschaft erreichte angabegemäß „den höchsten Stand seit Beginn der Erhebung“.

Auch wirtschaftlich ist Vonovia mit dem letzten Jahr zufrieden: Die Segmenterlöse konnten 2022 um 19,9 Prozent auf 6,256 Milliarden Euro gesteigert werden. Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) legte 22,6 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro zu, das Periodenergebnis sprang auf 2,44 Milliarden Euro (Vorjahr: -669 Millionen Euro).

Die für Immobilienunternehmen besonders wichtige Kennzahl FFO I (Funds from Operations) konnte um 20,1 Prozent auf 2,035 Milliarden Euro verbessert werden.

Prognose für 2023 in etwas auf Vorjahresniveau

Vorsichtiger fällt der Blick auf das laufende Geschäftsjahr aus, d.h. die im letzten Jahr erzielten Wachstumswerte werden 2023 nicht erreicht werden. Bei den Segmenterlösen rechnet Vonovia mit einem kleinen Anstieg auf 6,4 bis 7,2 Milliarden Euro. 

Das EBITDA wird in einer Spanne von 2,60 bis 2,85 Milliarden Euro erwartet und damit in etwa unverändert zum Vorjahr. Der FFO I soll in einer Bandbreite von 1,75 bis 1,95 Milliarden Euro liegen und damit sogar leicht unter dem Vorjahreswert.

Dividendenvorschlag liegt deutlich unter dem Vorjahr

Für viele Beobachter überraschend fällt der Dividendenvorschlag aus. Denn um die „Balance zwischen zwei unterschiedlichen Erwartungshaltungen“ unter den Eigentümern zu finden, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 0,85 Euro pro Aktie vor. Zum Vergleich: Für das Jahr 2021 haben Vonovia-Aktionäre noch eine Dividende von 1,66 Euro erhalten.

Vonovia-Aktie startet mit leichten Gewinnen in den Handel

Vor allem der Dividendenvorschlag – aber zum Teil auch der vorsichtigere Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr – haben bereits gestern die Stimmung der Anleger getrübt. Nach der Vorlage der Zahlen beschleunigten Vonovia den Abwärtstrend und gingen am Ende mit einem Minus von 4,4 Prozent bei 19,23 Euro aus dem Handel.

In den letzten Handelstag der Woche starten die Aktien aber wieder etwas erholt und legen aktuell rund ein Prozent auf 19,42 Euro zu.

Vonovia-Aktie: Chart vom 17.03.2023, Kürzel VNA | Online Broker LYNX
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