Ziemlich ereignisreich verlief das letzte Jahr für den größten deutschen Immobilienkonzern Vonovia und damit auch für dessen Aktionäre. Mit der Übernahme des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen AG, bis dahin immerhin die Nummer zwei am deutschen Markt für Wohnimmobilien, hat der Konzern seine Marktposition nochmals kräftig ausgebaut.

Auch operativ lief es im letzten Jahr recht gut für den Immobilienkonzern, der in den ersten neun Monaten seine Erlöse um 9,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro steigern konnten. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen verbesserte sich von Januar bis September 2021 um 3,4 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro.

Einen kräftigen Anstieg gab es in diesem Zeitraum auch bei den bewirtschafteten Einheiten, die im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 639.878 anstiegen.

Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Deutsche Wohnen-Übernahme

Um die Übernahme der Deutsche Wohnen AG finanzieren zu können, hat sich Vonovia Ende letzten Jahres durch die Ausgabe von ca. 200 Millionen Aktien über eine Kapitalerhöhung rund acht Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgt und damit nach Unternehmensangaben auch den „Prozess des Zusammenschlusses mit der Deutsche Wohnen AG abgeschlossen“.

Analysten sehen weiteres Kurspotenzial bei Vonovia-Aktien

Den gestrigen Handelstag beendeten die im deutschen Leitindex DAX gelisteten Vonovia-Aktien mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 48,40 Euro und liegen damit jetzt wieder auf Höhe ihres Schlusskurses aus dem letzten Jahr. Geht es nach den Analysten der Deutschen Bank, Barclays oder von Goldman Sachs, dann könnten die Papiere mittelfristig aber wieder deutlich zulegen und wieder in Richtung des im August letzten Jahres bei 60,96 Euro erreichten Jahreshochs klettern.

In der Anfang Februar aktualisierten Studie hat die US-Großbank Goldman Sachs Vonovia-Aktien auf ihrer „Conviction Buy List“ bestätigt, das Kursziel allerdings leicht von 69 auf 67,80 Euro gesenkt. Der Grund für diesen Schritt waren die „Annahmen für die Betriebskapitalkosten angesichts steigender Zinsen“.

Nachdem nun die Deutsche Wohnen-Akquisition abgeschlossen sei und die Zinswende wohl bevorstehe, bleiben Vonovia-Aktien auch bei der Deutschen Bank auf „Buy“ und das Kursziel unverändert bei 65 Euro.

Die dritte im Bunde der Banken, die den Aktien weiteres Kurspotenzial zutrauen, ist die britische Investmentbank Barclays. Zwar gebe es nach Ansicht der Experten „mit Blick auf das Ausmaß der Leitzinssteigerungen einige Unsicherheiten und auf Immobilienbesitzer kämen zudem höhere Kosten zu“. Trotzdem zählen sie das Wohnimmobilien-Portfolio von Vonovia „qualitativ zu den stärksten in Deutschland“. Die Aktie von Vonovia erscheint den Barclays-Analysten „im Vergleich mit Papieren der Konkurrenz günstig bewertet“. Deshalb belassen sie ihre Einstufung auf „Overweight“, senken das Kursziel allerdings von 65 auf 60 Euro.

Vonovia Aktie: Chart vom 10.02.2022
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