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Die FED hat in ihrer gestrigen Sitzung den US-Leitzins erwartungsgemäß um 50 Basispunkte erhöhtund auf eine „unerwünscht hohe Inflation“ hingewiesen. Aber FED-Chef Jerome Powell bleibt seiner bisherigen Linie treu und fühlt sich mehr den Aktienmärkten als der Realwirtschaft verpflichtet. Deshalb fielen viele begleitende Maßnahmen – wie beispielsweise der Abbau der Bilanzsumme durch die FED oder die Drosselung von Wertpapierkäufen – wesentlich milder aus, als allgemein erwartet.

Am Aktienmarkt löste das eine „Erleichterungsrallye“ aus: Der Dow Jones, der vor dem Zinsentscheid sogar kurz noch leicht im Minus gelegen hat, sprang um über 900 Punkte nach oben auf den Schlusskurs von 34.061 Zählern.

Dieses positive Momentum nutzten heute auch die Anleger zum Start am deutschen Aktienmarkt: Der DAXbegann den Handel am Tageshoch bei 14.308 Zählern, gibt aber einen Großteil der Gewinne inzwischen wieder ab und liegt kurz vor Handelsschluss noch mit 0,5 Prozent bzw. 90 Punkten im Plus bei 14.060 Zählern.

Nach den gestern erzielten kräftigen Kursgewinnen realisieren heute zum Handelsstart Anleger einen Teil ihrer Gewinne: Der Dow Jones verliert in der ersten Handelsstunde 1,5 Prozent auf 33.580 Zähler, der breiter gefasste S&P 500 gibt 1,5 Prozent auf 4.230 Punkte nach und an der Technologiebörse startet der Nasdaq100 2,3 Prozent im Minus bei 13.230 Punkten.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Vonovia: Übernahme sorgt für deutliche Gewinnsteigerung

Dank der Übernahme der Deutsche Wohnen sowie weiter steigender Mieteinnahmen konnte Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia die Summe der Segmenterlöse von Januar bis März 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal um 42,6 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro steigern. Ohne die Übernahme der Deutsche Wohnen wären die Erlöse um ca. 286 Millionen Euro geringer ausgefallen.

Mit 44,4 Prozent auf 564 Millionen Euro legte der operativen Gewinn (FFO) im Auftaktquartal noch stärker zu. Rechnet man die Übernahme der Deutsche Wohnen raus, hätte der Zuwachs noch bei 8 Prozent gelegen.

Im aktuell laufenden Geschäftsjahr soll der Konzernumsatz auf 6,2 bis 6,4 Milliarden Euro steigen (2021: 5,2 Milliarden Euro), der operative Gewinn auf 2,0 bis 2,1 Milliarden Euro (2021: 1,67 Milliarden Euro).

Die im Leitindex DAX gelisteten Vonovia-Aktien legen heute kräftig um 3,7 Prozent auf 36,58 Euro zu.

Vonovia Aktie: Chart vom 05.05.2022

BMW steigert Profitabilität im ersten Quartal stärker als erwartet

Der Münchner Premium-Autobauer BMW konnte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sowohl operativ wie auch durch Sondererträge aus Bewertungszuwächsen (Mehrheitsübernahme am chinesischen Joint-Venture BMW Brilliance Automotive (BBA) im Februar) beim Ergebnis besser als erwartet abschneiden.

Von Januar bis März 2022 steigerte BMW das operative Ergebnis vor Steuer und Zinsen (EBIT) um zwölf Prozent auf 3,39 Milliarden Euro und schlägt damit die Markterwartungen. Die Umsatzerlöse auf Konzernebene steigerten die Münchner sogar um 16 Prozent auf 31,1 Milliarden Euro. 

Die ebenfalls im deutschen Leitindex DAX notierten BMW-Aktien starteten heute mit einem kräftigen Plus in den Handelstag und erreichten bei 82,71 Euro ihr Tageshoch. Im Tagesverlauf rutschte der Kurs aber immer weiter ab und kurz vor Handelsschluss liegen die Papiere sogar mit 0,2 Prozent im Minus bei 79,30 Euro.

MTU bekommt neuen Vorstandsvorsitzenden

Beim Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines gibt es eine Veränderung im Vorstand. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Reiner Winkler gibt seinen Posten überraschend aus persönlichen Gründen zum Jahresende auf.

Als neuer CEO folgen soll Winkler dann der bisherige Technikvorstand Lars Wagner. 

MTU-Aktien verlieren heute als einer der schwächeren DAX-Werte 0,2 Prozent auf 191,95 Euro.

Lanxess brechen nach Zahlen ein

Quartalszahlen hat heute der Chemiekonzern Lanxess vorgelegt und hält weiterhin an seiner bisherigen Gesamtjahresprognose fest.

Dank einer starken Nachfragesituation „aus der Bau-, Öl- und Gasindustrie“ legte der Konzernumsatz von Januar bis März 2022 um 43,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu. Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) konnte in diesem Zeitraum um 32,2 Prozent auf 320 Millionen Euro gesteigert werden, das Konzernergebnis verbesserte sich um 55,6 Prozent auf 98 Millionen Euro. 

Im Gesamtjahr peilt Lanxess weiterhin ein EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich über Vorjahresniveau (2021: 1,01 Milliarden Euro) an. Allerdings könnte ein Embargo von russischem Erdgas einen direkten negativen Effekt auf das EBITDA von bis zu zehn Prozent des 2021er-Wertes haben.

Die im MDAX notierten Lanxess-Aktien brechen heute um rund sechs Prozent auf 35,81 Euro ein.

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