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Der Ausverkauf an der Börse setzte sich auch heute zum Handelsstart fort: Der deutsche Leitindex DAX brach zwischenzeitlich um mehr als 250 Punkte bis auf das neue Jahrestief bei 11.865 Punkten ein und unterschritt damit erstmals seit 2020 auch wieder die Marke von 12.000 Punkten.

Hauptgründe für den anhaltenden Abwärtstrend bleiben unverändert Inflations- und Zinssorgen sowie eine immer wahrscheinlicher werdende Rezession. Darauf deutet auch der heute veröffentlichte GfK-Konsumgüterindex hin, der mit -42,5 Punkten auf ein neues Rekordtief einbrach. Experten hatten im Schnitt “nur” mit einem Rückgang auf -38,4 Punkte gerechnet.

In der zweiten Handelshälfte gelingt dem DAX aber wieder die Rückkehr über die 12.000er-Marke und kurz vor Handelsschluss hat der deutsche Leitindex sein Minus bei 12.115 Punkten auf 0,2 Prozent reduziert.

Uneinheitlich starten die US-Börse in den Handel: Der Dow Jones legt in der ersten halben Stunde 0,3 Prozent auf 29.225 Punkte zu, der breiter gefasste S&P 500 ebenfalls 0,3 Prozent auf 3.657 Punkte und der Nasdaq100 verliert leicht um 0,1 Prozent auf 11.260 Zähler.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Varta-Aktie: Kursrutsch geht auch heute weiter

Ein “Chart des Grauens” bietet sich inzwischen Varta-Aktionären. Und auch heute finden die Aktien des Batterieherstellers Varta keinen Boden und rutschen weitere rund zehn Prozent auf 32,33 Euro ab. Damit summieren sich die Verluste der letzten 30 Tage bereits auf 50 Prozent summieren! Seit Jahresbeginn haben die im MDAX notierten Papiere sogar schon mehr als 70 Prozent verloren.

Der heutige Kursrutsch dürfte zum Teil auf die aktualisierte Studie der Privatbank Berenberg zurückgehen, in der die Analysten die Einstufung für Varta zwar auf „Hold“ belassen, ihr Kursziel aber kräftig von 75 Euro auf nur noch 45 Euro reduzieren.

Die Berenberg-Analystin Charlotte Friedrichs rechnet u.a. „für den Konzern mit zweistelligen Volumenrückgängen im Unterhaltungsbereich, da der Großkunde Apple breiter auf Zulieferer zurückgreife“. Generell sieht sie für Varta aktuell „nur wenig positive Kurstreiber“. 

Heidelberg Materials: Zeitweilige Produktionsstopps durchaus möglich

Dominik von Achten, Chef des Baustoffkonzerns Heidelberg Materials (besser bekannt als HeidelbergCement), kann bei anhaltend hohen Energiekosten nicht ausschließen, „dass wir auch in Deutschland das eine oder andere Werk komplett vom Netz nehmen würden“.

Damit dieser Fall nicht eintritt, so von Achten vor Journalisten, müsse es für energieintensive Branchen „kurzfristig eine Deckelung von Strom- und Gaspreisen“ geben.

Die im DAX noch unter HeidelbergCement geführten Aktien geben heute 1,7 Prozent auf 40,31 Euro nach.

MorphoSys profitiert von positiven Alzheimer-Studiendaten bei Biogen

Der Lichtblick am deutschen Aktienmarkt sind heute die Aktien des Biotech-Unternehmens MorphoSys, die um rund 15 Prozent auf 21,23 Euro zulegen können. 

Die gute Laune der Anleger ist u.a. auf sehr ermutigende Studiendaten des US-Pharmakonzerns Biogen und dessen japanischem Forschungspartner Eisai Co zum Alzheimer-Medikament Lecanemab zurückzuführen, die diese in der letzten Nacht vorgelegt haben. Experten erwarten aufgrund dieser Daten nun auch positive Nachrichten zur Alzheimer-Forschung bei MorphoSys.

Vonovia will Mietern nicht wegen zu hoher Energiekosten kündigen

Gestern sah sich Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia einer Welle von Kritik ausgesetzt, nachdem aus Dokumenten, die zum Kapitalmarkttag vorgelegt wurden, wohl abgeleitet werden konnte, dass Vonovia Mietern, die wegen gestiegener Nebenkosten ihre Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen können, im Zweifel kündigen will.

Auf die Kritik folgt heute direkt das Dementi, und das kommt von ganz oben. Denn der Vonovia-CEO Rolf Buch sagte heute der „Welt“, dass „niemand eine Wohnung verlieren wird, nur weil die Heizkosten nicht gezahlt werden können“.

Geraten Mieter bei den Nebenkosten wegen der stark gestiegenen Energiepreise in Zahlungsschwierigkeiten, dann will man sich um diese Fälle intensiv kümmern, z.B. durch die Vereinbarung von Ratenzahlungen oder Hilfe bei der Suche nach Unterstützungsleistungen.

Die im DAX notierten Vonovia-Aktien geben heute rund ein Prozent auf 20,84 Euro nach.

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