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Ein möglicherweise drohender kompletter Einfuhrstopp russischen Gases nach Deutschland und die Sorge vor neuen Coronaeinschränkungen haben den DAX zum Wochenstart deutliche Verluste beschert. Der deutsche Leitindex fiel direkt nach Handelsstart um 1,8 Prozent auf sein bisherige Tagestief bei 12.784 Punkten und damit auch wieder unter die psychologisch wichtige 13.000er-Marke.

Zum Start der US-Börsen präsentiert sich der DAX wieder leicht erholt, das Minus beträgt aktuell beim Stand von 12.880 Zählern noch rund ein Prozent.

Deutlich schwächer starten auch die wichtigsten Indizes in den USA in die neue Woche. Der Dow Jones verliert direkt zum Handelsstart 0,5 Prozent auf 31.174 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 rund 0,7 Prozent auf 3.870 Punkte und an der Technologiebörse gibt der Nasdaq100 aktuell ein Prozent auf 12.003 Punkte nach.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Uniper: Finnland will keine Unterstützung durch Fortum

Geht es nach der finnischen Regierung, dann soll der strauchelnde Kraftwerksbetreiber Uniper keine Unterstützung von seinem Mehrheitsaktionäre Fortum – bei dem wiederum Finnland selbst mit rund 50 Prozent Mehrheitsaktionär ist – erhalten. Damit ist also weiter unklar, wie die Zukunft von Uniper aussieht, nachdem jüngst der deutsche Staat angekündigt hatte, er könne zur Liquiditätsbereitstellung bei Uniper mit bis zu 30 Prozent einsteigen.

Die Unsicherheit zeigt sich auch heute wieder bei den Aktien von Uniper, die um über 16 Prozent auf 9,09 Euro einbrechen und damit erneut der schwächste MDAX-Wert sind. In den letzten sechs Monaten summieren sich die Kursverluste damit bereits auf über 75 Prozent.

Twitter: Musk will nicht mehr kaufen, Twitter will klagen

Es wird immer turbulenter bei der von Tesla-Gründer Elon Musk im April angekündigten Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter. Denn nachdem sich Musk angeblich bereits die volle Finanzierungssumme für den ca. 44 Milliarden US-Dollar schweren Deal gesichert hatte, zieht er nun endgültig zurück. Der Grund dafür soll weiterhin die hohe Diskrepanz zwischen den bei Twitter existierenden Fake-Accounts sein, den die eine Seite mit rund fünf Prozent beziffert, die andere mit bis zu 25 Prozent. Und das hätte das Twitter-Management ihm – also Herrn Musk – verschwiegen und demzufolge wäre die Firma nicht annähernd so viel wert, wie von ihm ursprünglich geboten.

In nächster Zeit dürften sich jetzt also häufiger die Anwälte beider Seiten treffen, denn zum einen war eine Strafe von ca. einer Milliarde US-Dollar für denjenigen vereinbart, der vom Deal zurücktritt. Außerdem hat Twitter seit der Ankündigung viel an Reputation und an guten Mitarbeitern verloren. Zudem dürften sich aber auch viele Aktionäre über den Tisch gezogen fühlen, denn durch das Verhalten von Herrn Musk haben einige mit Sicherheit viel Geld verloren.

Unter Druck bleiben auch Twitter-Aktien: Bereits letzten Freitag haben die Papiere an der US-Börse rund fünf Prozent auf 36,81 US-Dollar verloren und entfernen sich damit immer weiter von der Übernahmeofferte von 54,20 US-Dollar. Die Kursverluste gehen auch zum Wochenstart weiter, Twitter-Akten starten an der Nasdaq mit einem Abschlag von über sechs Prozent bei 34,31 US-Dollar in den Handel.

Airbus verkauft im Juni mehr Flugzeuge

Weiter Rückenwind verspürt der Flugzeugbauer Airbus. Wie der Konzern heute mitteilte, konnten im Juni 60 Jets an Kunden ausgeliefert werden, nachdem es im Mai noch 47 waren. Damit kommt Airbus auch seinem Ziel von insgesamt 720 ausgelieferten Flugzeugen in diesem Geschäftsjahr ein ganzes Stück näher.

Die Anleger bewerten diese Nachricht ebenfalls positiv, Airbus-Aktien legen als einer der stärksten DAX-Werte aktuell ein Prozent auf 96,95 Euro zu.

Siemens: Bernstein stuft Siemens herab und senkt Kursziel deutlich

Mit Kursverlusten reagieren heute die Aktien des Industriekonzerns Siemens auf die Herabstufung durch die Analysten von Bernstein Research.

Im Rahmen einer Branchenstudie hat Bernstein-Analyst Nicholas Green die Bewertung europäischer Investitionsgüterkonzerne angepasst und sechs davon auf „Underperform“ herabgestuft, unter denen sich auch Siemens befindet. Siemens gehören seiner Meinung nach – neben Siemens Energy und Kion – zu den Konzernen, die „am wenigsten auf eine Rezession vorbereitet schienen“. Parallel zur Herabstufung reduziert er sein Kursziel für die Aktie ziemlich deutlich von 117 Euro auf 68 Euro.

Die im DAX notierten Siemens-Aktien gehören heute mit einem Minus von 2,7 Prozent auf 97,10 Euro zu den größten Indexverlierern.

 

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