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Nach guten Vorgaben aus den USA und Asien knüpft der DAX an die starke Performance vom vergangenen Freitag an und startet mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 13.025 Punkte in die neue Handelswoche. Dabei gelingt auch der Sprung zurück über die psychologisch wichtige 13.000er-Marke. 

Ob die Anleger weiter risikofreudig bleiben und sich damit die Erholung im Wochenverlauf weiter fortsetzt, hängt auch von der EZB ab, die am Donnerstag über die weitere Entwicklung der Leitzinsen in der Eurozone tagt. Zuletzt hatten die europäischen Währungshüter angekündigt, auf ihrer Juli-Sitzung den Leitzins nur leicht um 0,25 Prozentpunkte anheben zu wollen. Damit hinken sie weit hinter ihren Kollegen von der FED her, nicht zuletzt der Grund für die inzwischen erreichte Euro-Dollar-Parität.

Auch in den USA starten die wichtigsten Indizes freundlich in die neue Handelswoche und knüpfen an die Kursgewinne aus der zweiten Hälfte der vergangenen Woche an. Der Dow Jones legt zu Handelsbeginn rund ein Prozent auf 31.599 Punkte zu, der breiter gefasste S&P 500 startet 0,9 Prozent höher bei 3.897 Punkte und an der Technologiebörse klettert der Nasdaq100 ca. 1,1 Prozent auf 12.108 Punkte.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Uniper nimmt KfW-Kreditlinie in Anspruch

Der kriselnde Gaskonzern Uniper schöpft bestehende Liquiditätsreserven aus und nimmt die bestehende KfW-Kreditfazilität in Höhe von zwei Milliarden Euro auf. Damit ist der Kreditrahmen bei der staatlichen KfW nach Unternehmensangaben vollständig ausgeschöpft.

Damit reagiert das Unternehmen eigenen Angaben zufolge „auf die anhaltenden Lieferunterbrechungen von russischem Gas und die damit verbundenen Entwicklungen an den Energiemärkten und -börsen“.

Wie es für Uniper weitergeht, sollte Russland den Gashahn nicht mehr aufdrehen und wie man dann den bestehenden Lieferverpflichtungen nachkommt, darüber wird auch intensiv mit der Bundesregierung beraten. Zuletzt war sogar ein Einstieg des Bundes in Höhe von bis zu 30 Prozent des Grundkapitals von Uniper im Gespräch. Die Anleger dürften also gespannt auf Donnerstag warten, wenn die Wartung an Nord Steam 1 offiziell beendet sein soll.

Uniper-Aktien starten mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 9,50 Euro in die neue Handelswoche.

Uniper Aktie: Chart vom 18.07.2022

Delivery Hero: Aktien legen trotz Gewinnwarnung bei der Konkurrenz deutlich zu

Obwohl heute der britische Konkurrent Deliveroo sein Wachstumsziel für das Gesamtjahr nach Vorlage der Daten für das zweite Quartal deutlich nach unten geschraubt hat, können die Aktien des Essenslieferanten Delivery Hero kräftig zulegen.

Ursprünglich wollte Deliveroo den Bruttotransaktionswert im laufenden Geschäftsjahr um 15 bis 25 Prozent steigern, nach Abschluss des zweiten Quartals senkt das Unternehmen das Wachstumsziel auf nur noch 4 bis 12 Prozent.

Anleger greifen heute trotzdem bei den Aktien von Delivery Hero zu und die im MDAX notierten Papiere verteuern sich um knapp sechs Prozent auf 38,30 Euro.

Linde baut Stellen ab

Der Industriegaskonzern Linde plant nach Angaben von Reuters bzw. genauer von „informierten Personen“ den Abbau von 400 bis 500 Arbeitsplätzen im Anlagenbau. Linde selbst gab keine Stellungnahme zu den Spekulationen ab.

Linde-Aktien starten mit einem Kursplus von 0,5 Prozent bei 275,70 Euro in die neue Handelswoche.

E.ON beabsichtigt beschleunigten Glasfaser-Ausbau

Der Energiekonzern E.ON kündigt an, den Ausbau von besonders schnellen Breitbandanschlüssen in Deutschland zu forcieren. Dazu will E.ON mit dem Partner Igneo Infrastructure Partners (Igneo) ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Igneo wird sich an der bislang 100prozentigen E.ON-Tochtergesellschaft Westenergie Breitband GmbH mit 50 Prozent beteiligen. 

Gemeinsam wollen beide Unternehmen mehr als 1,5 Millionen deutschen Haushalten Glasfaser-Anschlüssen anbieten. Westenergie wird für das Gemeinschaftsunternehmen Dienstleistungen erbringen.

E.ON-Aktien starten freundlich in die neue Handelswoche und legen bis zum Nachmittag ein halbes Prozent auf 8,09 Euro zu.

BASF-Aktien profitieren von Kaufempfehlung

Noch deutlich zulegen können zum Wochenstart im deutschen Leitindex DAX die Aktien Chemiekonzerns BASF, die von einer Kaufempfehlung durch die Bank of America (BoA) profitieren.

BoA-Analyst Matthew Yates stellt in seiner Branchenstudie fest, dass bei BASF „der Markt die Absicherungsgeschäfte bei der Öl- und Gastochter Wintershall verkenne“. Deshalb empfiehlt er BASF zum Kauf mit einem Kursziel von 50 Euro.

BASF-Aktien verteuern sich heute um 3,6 Prozent auf 42,94 Euro.

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