Ziemlich turbulent ging es zuletzt beim amerikanischen Fitnessgeräte-Hersteller Peloton zu. Das 2012 gegründete und mit einer Kickstarter-Kampagne groß gewordene Unternehmen profitierte mit seinen vor allem für das Home-Training geeigneten Geräten (Fahrradergometer, Laufband etc.) und Trainingsprogrammen anfänglich sehr stark von der Corona-Pandemie und expandierte beispielsweise 2020 mit seinem Angebot auch nach Deutschland. Vor allem die in den Lockdowns geschlossenen Fitnessstudios sorgten bei Peloton für ein rasantes Nutzerwachstum.

Als dann allerdings nach und nach die Beschränkungen durch die Corona-Pandemie aufgehoben wurden und die Menschen wieder zurück in ihre Fitnessstudios konnten, brach die Nachfrage nach den vergleichsweise teuren Produkten von Peloton kräftig ein und mit ihr auch die Geschäftszahlen des Unternehmens und der Kurs an der Börse.

Zuletzt musste Peloton Anfang November letzten Jahres seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich von 5,4 Milliarden Euro auf nur noch 4,4 bis 4,8 Milliarden Euro reduzieren. Auch die Zahl der Abonnenten wurde deutlich von 3,63 auf 3,35 bis 3,45 Millionen nach unten korrigiert. Und das, obwohl Peloton seine Preise deutlich reduzierte und damit wieder mehr Nutzer gewinnen wollte.

Die Anleger zogen daraufhin die Reißleine und die Aktien von Peloton stürzten heftig ab. Seit ihrem am 14. Januar 2021 bei 171,09 USD erreichten Rekordhoch haben Peloton-Aktien rund 85 Prozent an Wert verloren!

Amazon prüft Insidern zufolge Übernahme von Peloton

Für wieder deutlich höhere Kurse zum Wochenstart könnten allerdings Spekulationen über eine angebliche Übernahme des Fitnessgeräte-Spezialisten durch den Versandhandelsriesen Amazon sorgen. Die verbreitete letzten Freitag das „Wall Street Journal“ und berief sich dabei auf Insider, denen zufolge Amazon einen Kauf durch externe Berater prüfen lasse. 

Neben Amazon soll es den Gerüchten zufolge aber auch noch andere Interessenten geben, die aufgrund der in den letzten Monaten deutlich gesunkenen Bewertung von Peloton über eine Übernahme nachdenken.

Vor allem bei Amazon dürfte Geld für einen Kauf von Peloton kaum eine Rolle spielen, wie die Ende letzter Woche vorgelegten Quartalszahlen gezeigt haben. Nur der im vierten Quartal erzielte Gewinn von 14 Milliarden USD reicht bereits, damit Amazon Peloton kaufen und den Aktionären noch einen satten Aufschlag auf den letzten Kurs bezahlen kann.

Aktie reagiert mit Kurssprung auf Übernahmespekulationen

Die Anleger reagierten jedenfalls bereits letzten Freitag begeistert auf die Spekulationen: Peloton-Aktien, die den regulären Handel an der US-Börse noch mit einem kleinen Kursplus von 1,4 Prozent bei 24,60 USD beendeten, sprangen nachbörslich um knapp 30 Prozent auf fast 32 USD und dürften damit in die neue Handelswoche mit kräftigen Kursgewinnen starten.

Nun muss sich nur noch zeigen, wie viel tatsächlich an den Spekulationen dran ist und ob die Aktie die dadurch erzielten Kursgewinne auch tatsächlich halten kann.

Peloton Aktie: Chart vom 07.02.2022
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