Letzte Woche gab der Industrie- und Stahlkonzern thyssenkrupp bekannt, in Saudi-Arabien über sein Gemeinschaftsunternehmen Uhde Chlorine Engineers (UCE) zusammen mit dem italienischen UCE-Partner De Nora eines der weltweit größten Projekte zur Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff bauen zu wollen. Der Auftraggeber für die Anlage, die fast ausschließlich mit Solarstrom betrieben werden soll und eine Gesamtkapazität von zwei Gigawatt hat, ist der US-Industriegas-Hersteller Air Products.

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage, die Teil des saudischen Megacity-Projektes „Neom“ werden soll, ist für 2026 geplant. Das Gesamtvolumen des Auftrages liegt nach Angaben von thyssenkrupp im „größeren“ dreistelligen Millionenbereich.

Erst kürzlich hatte thyssenkrupp angekündigt, für seine Wasserstoffsparte Uhde Chlorine Engineers verschiedene Optionen zu prüfen, um das Geschäft mit den Wasserstoff-Aktivitäten des Konzerns auszugliedern. Einer der Favoriten des Managements soll demnach ein Börsengang von UCE sein, der bereits im ersten Quartal 2022 über die Bühne gehen und thyssenkrupp bis zu 5 Mrd. Euro in die Kassen spülten könnte.

Geld, dass der Konzern zum Abbau seines beträchtlichen Schuldenberges sowie zur weiteren Transformation des Konzerns benötigt. Allerdings sieht sich thyssenkrupp hier auf einem guten Weg, wie die jüngst konkretisierten Mittelfristziele des Konzerns zeigen. Im laufenden Geschäftsjahr soll ein bereinigtes operatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 1,5 bis 1,8 Mrd. Euro erwirtschaftet werden und damit mindestens doppelt so viel, wie im Vorjahr (796 Mio. Euro). Den Jahresüberschuss will thyssenkrupp sogar auf über 1 Mrd. Euro steigern, nachdem hier im Vorjahr noch ein Verlust von 25 Mio. Euro verbucht werden musste.

Jefferies-Analysten sehen noch reichlich Kurspotenzial

Die Entwicklung bei thyssenkrupp schätzen auch die Analysten der Investmentbank Jefferies positiv ein, bestätigten heute ihre Einstufung der Aktien mit „Buy“ und belassen ihr Kursziel bei 15,85 Euro. 

In den ersten Handelstag der Weihnachtswoche starten die im MDAX gelisteten Aktien von thyssenkrupp allerdings mit einem kräftigen Abschlag von vier Prozent bei 8,96 Euro

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