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Der deutsche Leitindex DAX startet erneut schwächer in den Handel: Konjunktursorgen aufgrund von Lieferengpässen beim Gas sowie Problemen in der Lieferkette wegen neuer Corona-Lockdowns in China drücken den deutschen Leitindex in den ersten Handelsstunden mit einem Tagestief von 12.660 Punkten wieder deutlich unter die 13.000er-Marke. 

Von diesem Tagestiefs kann sich der DAX aber wieder deutlich erholen, nachdem die US-Börsen direkt zu Handelsbeginn zulegen und sich damit von ihrem vorbörslichen Minus erholen können. Am späten Nachmittag fällt das Minus beim DAX mit 0,1 Prozent bei 12.817 Zählern vergleichsweise moderat aus.

Nachdem die wichtigsten US-Indizes vorbörslich teils noch deutlich im Minus lagen, wechseln sie direkt nach Handelsbeginn in den grünen Bereich: Der Dow Jones legt aktuell 0,4 Prozent auf 31.290 Punkte zu, der breiter gefasste S&P 500 um 0,5 Prozent auf 3.872 Punkte und an der Technologiebörse verbessert sich der Nasdaq100 sogar um ein Prozent auf 11.985 Punkte.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Telekom vor Verkauf ihrer Funkturm-Sparte?

Die Deutsche Telekom könnte Medienberichten zufolge kurz vorm Verkauf ihrer Funkturm-Sparte (bzw. eines Mehrheitsanteils davon) an ein vom Finanzinvestor KKR angeführtes Bieterkonsortium sein. Zumindest wird laut „mit der Angelegenheit vertrauten Personen“ nur noch mit diesem Bieter verhandelt.

Damit scheint die Vodafone-Tochtergesellschaft Vantage Towers aus dem Rennen um den auf bis zu 18 Milliarden Euro schweren Telekom-Geschäftsbereich zu sein.

Beide beteiligten Seiten gaben zum Fortschritt der Gespräche keine Stellungnahme ab, das Thema soll aber morgen auch beim Aufsichtsrat auf dem Tisch liegen.

Aktien der Deutschen Telekom liegen am frühen Nachmittag 1,2 Prozent im Minus bei 18,98 Euro.

Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 12.07.2022

Adtran bald für Adva Optical im SDAX notiert

Die Aktien des amerikanischen Herstellers von Telekommunikations-Komponenten Adtran Inc. könnten bald im deutschen Nebenwerteindex SDAX gelistet sein. Grund dafür ist die Übernahme des Telekommunikationsausrüster Adva Optical durch die Adtran-Tochtergesellschaft Acorn HoldCo Inc. 

In Zusammenhang mit der Übernahme teilt die Deutsche Börse AG heute mit, dass „die aktuell im Index befindliche und zum Umtausch eingereichte Aktiengattung zum 15. Juli durch Adtran ersetzt wird“.

Die aktuell noch im SDAX notierten Aktien von Adva Optical geben heute als einer der schwächsten Indexwerte 3,6 Prozent auf 16 Euro nach.

Aktien von Adtran werden bei Lang & Schwarz unverändert zum gestrigen Schlusskurs bei 20 Euro gehandelt.

Lufthansa könnte bei italienischer Ita Airways zum Zuge kommen

Laut einem Bereich der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ ist die Fluggesellschaft Deutsche Lufthansa zusammen mit der Reederei MSC der Favorit der italienischen Regierung bei der Übernahme eines 80-Prozent-Anteils an der Staatsairline Ita Airways (früher bekannt unter Alitalia).

Kommen die beiden Partner zum Zug, wird MSC den größeren Anteil übernehmen, die Beteiligung der Lufthansa dagegen kleiner ausfallen. Eine Entscheidung, mit wem die italienische Regierung in konkrete Verhandlungen tritt, wird in Kürze erwartet.

Die Anleger reagieren nur mäßig begeistert auf die Aussicht einer Beteiligung an Ita Airways, zu groß sind aktuell die eigenen Probleme, die die Lufthansa mit sich rumschleppt. Entsprechend fällt die Reaktion an der Börse aus, Aktien der Lufthansa geben heute weitere 1,3 Prozent auf 5,53 Euro nach.

Ein Euro kostet erstmal seit 2002 wieder einen US-Dollar

Zuletzt gab es das 2002, also genau vor 20 Jahren: Ein Euro kostete heute exakt einen US-Dollar, damit hat er seit Jahresbeginn rund 12 Prozent gegenüber der US-Währung verloren.

Ein Grund dürfte die wirtschaftlich schwache Entwicklung in vielen europäischen Ländern sowie eine erneut drohende Euro-Schuldenkrise sein.

Als Hauptgrund machen aber die meisten Experten die wieder schnell größer werdende Zinsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone aus, was Anlagen in den USA deutlich attraktiver macht und entsprechend Geldströme dorthin fließen. Die FED hatte zuletzt den US-Leitzins um 0,75 Prozent angehoben und weiter Zinserhöhungen in diesem Jahr angekündigt. Dagegen hat sich die EZB durchgerungen, im Juli ihren Leitzins um lediglich 0,25 Prozentpunkte anzuheben.

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