Lassen Sie sich den Artikel vorlesen:

Ein kleiner „Evening Star“, das ist ein Warnsignal, aber so etwas lässt sich in einem bullischen Markt leicht bereinigen. Das Problem der Käuferseite ist: Wir haben noch keinen bullischen Markt – und aus diesem kleinen Problem kann leicht ein größeres werden, denn:

Dieser Evening Star entstand nämlich nicht im charttechnisch luftleeren Raum, sondern ausgerechnet an der oberen Begrenzung eines flachen, kurzfristigen Aufwärtstrendkanals, der erst dann mehr wäre als eine „bear flag“, d.h. eine Konsolidierungsphase in einem Abwärtstrend, wenn der TecDAX zumindest die Ende März etablierte Abwärtstrendlinie bezwingen könnte, die momentan bei 3.095 Punkten verläuft. Und es dürfte kein Zufall sein, dass diese Linie aktuell genau über der oberen Begrenzung der „bear flag“ verläuft.

Einerseits ist das natürlich eine Chance für das Bullen-Lager: Nur ein solide festerer Tag im TecDAX, und man wäre aus der „bear flag“ heraus und hätte auch noch die März-Abwärtstrendlinie überboten. Doch selbst wenn das gelänge: Knapp darüber kommen noch weitere, wichtige Charthürden. Und das sind nicht gerade wenige.

So betrachtet ist es zwar möglich, aber alles andere als sicher, dass man heute oder morgen versucht, dieses Problem mit dem „Evening Star“ auszubügeln. Denn wozu viel Geld in die Hand nehmen, wenn man damit nur von einer großen Hürde zur nächsten weiterziehen würde? Eine mögliche Antwort:

Den aktuellen Kurs und Chart des TecDAX sowie Kursinformationen und alle Aktien des Index finden Sie hier.

Expertenmeinung: Um zu verhindern, dass aus einem kleinen Problem ein Großes würde. Denn die Alternative wäre ein Ausbruch aus der „bear flag“ nach unten. Das wiederum hieße, der TecDAX würde schnell am bisherigen Jahrestief bei 22.776 Punkten landen. Und wenn eine solch wichtige Unterstützungslinie so früh erneut im Feuer steht, ist zu befürchten, dass Zahl und Kapital derer, die sich dann mit Käufen aktiv gegen neue Tiefs stemmen, überschaubar wäre.

Nicht zuletzt, weil wir im langfristigen Chart auf Monatsbasis sehen, dass dieses Jahrestief im Bereich der Herbst-Tiefs 2020 liegt.

TecDAX: Monats-Chart vom 25.07.2022, Kurs 3.011,80 Punkte, Kürzel TDX | Online Broker LYNX

Das ist eine wichtige Auffangzone, deren Bruch den Weg aus charttechnischer Sicht an die langfristige Aufwärtstrendlinie freigeben würde, die bei etwa 2.330 Punkten verläuft. Ein kleines Problem könnte also leicht zu einem großen werden, wenn das Bullen-Lager nicht sofort dagegenhält. Kommt es so?

Ab jetzt kommen die Bilanzen der großen US-Tech-Unternehmen in schneller Folge, das beeinflusst den TecDAX immer mit. Zudem haben wir morgen Abend die US-Notenbankentscheidung und im Rest der Woche die ersten Berechnungen für das Bruttoinlandsprodukt der USA und Deutschlands im zweiten Quartal.

Jetzt kommen die Ereignisse also Schlag auf Schlag, daher wäre es riskant, sich einfach auf eine Richtung festzulegen, die sich aus diesem kleinen Evening Star ergeben wird. Wenn, sollte man hier sehr behutsam und mit kleinem Kapitaleinsatz agieren, denn dieses Terrain ist ein Unsicheres.

TecDAX: Tages-Chart vom 25.07.2022, Kurs 3.011,80 Punkte, Kürzel TDX | Online Broker LYNX
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