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Heute Abend tagt die FED und es gilt aus ausgemacht, dass die obersten US-Währungshüter den Leitzins der größten Volkswirtschaft der Welt um weitere 75 Basispunkte erhöhen werden. Viel wichtiger werden die Äußerungen der FED zur zukünftigen Zinspolitik sein, von der sich viele Marktbeobachter erhoffen, dass weniger stark aufs Gaspedal gedrückt wird. Denn die Befürchtung ist, dass die Bekämpfung der Inflation ansonsten zu Lasten der wirtschaftlichen Entwicklung gehen könnte.

Im Vorfeld des Zinsentscheids halten sich die Anleger mit Neuengagements zurück: Der DAX startet 0,3 Prozent höher bei 13.369 Punkten in den Handel, gibt aber die Gewinne danach vollständig wieder ab und und liegt am späten Nachmittag ein halbes Prozent im Minus bei 13.277 Punkten.

Auch an den US-Börsen warten die Marktteilnehmer auf die Entscheidung der FED, bevor sie neue Positionen eröffnen. Der Dow Jones gibt zu Handelsstart 20 Punkte auf 32.525 Punkte nach, der breiter gefasste S&P 500 startet mit 3.832 Punkten unverändert und an der US-Technologiebörse startet der Nasdaq100 mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent bei 11.240 Zählern in den Handel.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Südzucker hebt Jahresprognose an

Sehr gut laufen weiterhin die Geschäfte beim Zuckerproduzenten Südzucker. Für das im Februar 2023 zu Ende gehende Geschäftsjahr rechnet das Südzucker-Management jetzt mit einem Konzernumsatz von 9,7 bis 10,1 Milliarden Euro, nachdem erst im Oktober die Prognose auf 9,4 bis 9,8 Milliarden Euro angehoben wurde. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Konzernumsatz noch bei 7,6 Milliarden Euro.

Angehoben wurde auch die Prognose für das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA), das auf 890 bis 990 Millionen Euro zulegen soll. 

Südzucker-Aktien liegen am späten Nachmittag mit 3,4 Prozent im Plus bei 13,31 Euro.

Südzucker-Aktie: Chart vom 02.11.2022, Kürzel SZU | Online Broker LYNX

TeamViewer: Kurssprung nach überraschend guten Zahlen

Der Anbieter für Videokonferenzen und Fernwartungssoftware TeamViewer hat heute überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt. Von Juli bis September konnten die Billings – auch dank des schwachen Euro – um 15 Prozent auf 144,6 Millionen Euro stärker als erwartet gesteigert werden. Währungsbereinigt lag das Wachstum noch bei sieben Prozent.

Den bereinigten operativen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) konnte TeamViewer im dritten Quartal sogar um 42 Prozent auf ca. 60 Millionen Euro steigern, sodass sich die EBITDA-Marge auf 41,6 Prozent verbessert.

Gleichzeitig bestätigte das TeamViewer-Management heute seine bisherige Gesamtjahresprognose.

Bei den Anlegern kamen die Zahlen sehr gut an und die im MDAX notierten Papiere legten in der Spitze rund 18 Prozent zu. Am späten Nachmittag liegen die Aktien mit 11,08 Euro immer noch 13,9 Prozent im Plus.

Fielmann spricht Umsatz- und Gewinnwarnung aus

Die hohe Inflation sowie die gesunkene Konsumentenstimmung wegen der Auswirkungen des Ukrainekrieges und der anhaltenden Corona-Pandemie hinterlassen Spuren in der Bilanz der Optikerkette Fielmann.

Im abgelaufenen dritten Quartal konnte der Konzernumsatz auf Basis vorläufiger Zahlen nur noch leicht auf 463 Millionen Euro gesteigert werden (Vorjahresquartal: 460,8 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging dagegen deutlich auf 52 Millionen Euro zurück (Vorjahresquartal: 85,4 Millionen Euro). 

Für das laufende Jahr wird der Fielmann-Vorstand vorsichtiger und erwartet einen Konzernumsatz von 1,75 Milliarden Euro nach 1,68 Milliarden Euro im Vorjahr. Die bisherige Schätzung lag bei 1,8 Milliarden Euro.

Das Ergebnis vor Steuern soll jetzt bei rund 160 Millionen Euro liegen, nachdem bislang noch mit 190 Millionen Euro gerechnet wurde. Im Vorjahr lag das EBT noch bei 209,7 Millionen Euro.

Enttäuscht reagieren heute die Anleger und die im SDAX notierten Fielmann-Aktien brechen zum Handelsstart rund zehn Prozent ein. Im Handelsverlauf können sie sich davon aber erholen und liegen aktuell noch mit 2,6 Prozent im Minus bei 31,86 Euro.

Nordex erhält neuen Auftrag aus Polen

Der Windanlagenbauer Nordex hat einen neuen Auftrag über die Lieferung und Errichtung von 16 Turbinen vom Typ N117/3000 mit einer Gesamtleistung von 48 MW aus Polen erhalten. Auftraggeber ist die Wind Energia Sp., eine Tochtergesellschaft der auf erneuerbare Energien spezialisierten Yevuley Shemesh Renewable Energy Ltd. aus Israel.

Mit dem Bau der Anlagen soll im Sommer 2023 begonnen werden, die Inbetriebnahme der letzten Turbine ist Ende 2023 geplant. 

Über die finanzielle Größenordnung des Auftrages – zu dem auch ein über 20 Jahre laufender Premium-Servicevertrag gehört – wurden keine Angaben gemacht.

Nordex-Aktien legen heute 2,6 Prozent auf 9,51 Euro zu.

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