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Nachdem gestern die Kursrallye der letzten beiden Wochen unterbrochen wurde, halten sich die Anleger vorerst weiter mit Käufen zurück. Zum einen befinden sich beim deutschen Leitindex DAX im Bereich knapp unter 13.000 Punkten einige wichtige Widerstandsmarken, die nicht so einfach zu überwinden sind. Zum anderen befürchten viele Anleger, dass es sich zuletzt um eine Bärenmarktrallye gehandelt haben könnte und der Markt durchaus wieder in den Rückwärtsgang schalten kann. Viele halten deshalb lieber weiterhin Cash, um dann einsteigen zu können, wenn sich die Anzeichen für eine Jahresendrallye verstärken.

Der DAX, der im frühen Handel bis auf das Tagestief bei 12.629 Punkte abrutscht, erholt sich bis zum frühen Nachmittag und liegt aktuell noch mit 0,4 Prozent im Minus bei 12.689 Punkten.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Stratec-Aktien legen nach Kaufempfehlung zu

Gestern enttäuschte der Diagnostik- und Biotechspezialist Stratec die Anleger und schraubte aufgrund des Umsatzrückganges in den ersten neun Monaten seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr zurück (wir berichteten ausführlich hier). 

Die im SDAX notierten Stratec-Aktien brachen daraufhin in der Spitze mehr als sieben Prozent ein und beendeten den Handelstag mit einem Minus von 1,7 Prozent bei 78,50 Euro. Seit Jahresbeginn summieren sich die Kursverluste damit bereits auf rund 40 Prozent.

Heute meldet sich Analyst Alexander Galitsa von Hauck Aufhäuser zu Wort und hält die Kurskorrektur der letzten Monate, durch die „die Bewertung im Vergleich zu der Zeit vor Corona wieder im unteren Bereich angekommen sei“, für nicht gerechtfertigt. Deshalb stuft er Stratec von „Hold“ auf „Buy“ hoch und belässt sein Kursziel bei 97 Euro.

Die Anleger greifen daraufhin heute wieder bei Stratec-Aktien zu, die sich um rund vier Prozent auf 81,70 Euro verteuern.

Nel ASA enttäuscht mit Quartalszahlen

Schwächer als erwartet ausgefallene Quartalszahlen hat gestern der norwegische Wasserstoffspezialist Nel ASA vorgelegt. 

Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 183 Millionen Norwegische Kronen (NOK) zurück, der Betriebsverlust (EBITDA) stieg kräftig auf 214 Millionen NOK (Vorjahr: 113 NOK). Unter Strich musste Nel ASA einen Verlust von 260 Millionen NOK verbuchen nach 507 Millionen NOK im Vorjahresquartal.

Lichtblick im Zahlenwerk war der Auftragseingang im dritten Quartal, der sich dank eines Großauftrages auf 775 Millionen NOK (Vorjahr: 139 Millionen NOK) vervielfachte.

Nachdem die Aktien von Nel ASA an der Börse in Oslo zum Handelsstart mehr als vier Prozent verloren haben, können sie sich im Tagesverlauf kräftig erholen und legen aktuell sogar 1,4 Prozent auf 11,66 NOK zu.

Deutsche Börse legt im 3. Quartal weiter zu

Quartalszahlen gab es heute auch von der Deutschen Börse AG. Dank steigendem Handelsvolumen, vor allem bei Derivaten, konnte der Börsenbetreiber seine Nettoerlöse im Jahresvergleich um 30 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis legte um 29 Prozent auf 642 Millionen Euro zu und übertraf damit die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 590 Millionen Euro deutlich. Unterm Strich verblieb ein Gewinn von 373 Millionen Euro, rund ein Viertel mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Aufgrund des bisher sehr guten Geschäftsverlauf hat der Vorstand der Deutschen Börse die Erlösprognose für 2022 auf 4,1 Milliarden Euro erhöht (bislang: 3,8 Milliarden Euro), das EBITDA soll nun auf 2,3 Milliarden Euro steigen (bislang: 2,2 Milliarden Euro).

Trotz der guten Nachrichten verlieren die Aktien der Deutschen Börse aktuell 3,8 Prozent auf 157,10 Euro.

Porsche plant offenbar weiterhin mit Einstieg in die Formel 1

Auch wenn zuletzt andere Nachrichten die Runde machten, so scheint der Sportwagenbauer Porsche AGweiterhin seinen Einstieg in die Formel 1 zu planen. So zumindest sind Äußerungen des Fia-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem zu deuten, der auf anhaltende Gespräche mit Porsche verwies.

Da zuletzt eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Red Bull und Porsche ab dem Jahr 2026 gescheitert ist, wird nun über einen neuen Partner spekuliert.

Aktien der Porsche AG legen momentan rund ein Prozent auf 94,34 Euro zu.

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