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Turbulent verlief das letzte Jahr beim österreichischen IT-Dienstleister S&T AG, der sich Ende letzten Jahres heftigen Vorwürfen durch den zum bekannten Shortseller Fraser Perring gehörenden Researchdienst Viceroy ausgesetzt sah. Die Aktien brachen in der Folge heftig ein und konnten sich davon auch lange nicht erholen.

Auch die Anfang Januar veröffentlichte Prognose für das laufende Geschäftsjahr, in der S&T ein zweistelliges Umsatzwachstum auf bis zu 1,5 Milliarden Euro bei gleichbleibender Profitabilität in Aussicht stellte, sorgte für keine Entspannung und die Aktien rutschten bis Anfang März auf ihr Mehrjahrestief bei 11,22 Euro ab. 

Seitdem können die Aktien aber wieder deutlich zulegen, vor allem, nachdem S&T Mitte März verkündet hat, dass man sich von den Viceroy-Vorwürfen durch die Ergebnisse einer externen Prüfung durch die Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft Deloitte „fast komplett entlastet“ sieht.

Neuer Compliance-Vorstand bestellt

Für zusätzliches Vertrauen bei den Anlegern sorgte letzten Freitag die Nachricht, dass die S&T AG einen Vorstand für den Bereich Compliance bestellt hat, der am 2. Mai mit seiner Arbeit beginnen soll. Dieser Schritt ist – neben der Prüfung der Vorwürfe durch die externen Prüfer – ein weiterer Bestandteil, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Management von S&T blickt optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr

Für noch mehr Kauflaune bei den Anlegern sorgt S&T heute mit einem sehr optimistischen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Denn obwohl S&T zuletzt über seine Konzerntöchter in Russland rund fünf Prozent des Gesamtumsatzes erzielt hat, ist das Management davon überzeugt, die Ausfälle durch zusätzliche Aufträge im Bereich „Cybersecurity“ und „Defense“ teilweise ausgleichen zu können.

Außerdem ist die S&T Gruppe mit einem Rekord-Auftragsbestand per 31.12.2021 von 1,33 Milliarden Euro und drei Großaufträgen von in Summe mehr als 200 Millionen Euro sehr erfolgreich ins neue Jahr gestartet.

Umsatz legt im Vorjahr zu, EBITDA sinkt leicht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte S&T den Konzernumsatz um 7 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro steigern (Vorjahr: 1,25 Milliarden Euro). 

Aufgrund verzögerter Auslieferungen und Preiserhöhungen durch die globale Chipkrise ging das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) allerdings leicht um drei Prozent auf 126 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 130 Millionen Euro). Das Nettoergebnis sank in der Folge um 13 Prozent auf 48,3 Millionen Euro (Vorjahr: 55,6 Millionen Euro).

Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat die Erhöhung der Dividende von 0,30 Euro auf 0,35 Euro pro Aktie vor.

Aktien von S&T reagieren mit Kurssprung

Die Anleger nehmen die Summe der guten Nachrichten – Dividendenerhöhung, optimistischer Ausblick und eine mögliche Entlastung der Vorwürfe durch Viceroy zum Anlass, um kräftig Aktien von S&T-Aktien zu kaufen.

Die im TecDAX und SDAX gelisteten Papiere starten heute mit einem Kurssprung von in der Spitze 16 Prozent auf 16,75 Euro in die neue Handelswoche. 

Zwar nehmen einige Anleger bereits wieder kleine Gewinne mit, mit einem aktuellen Plus von rund zehn Prozent auf 16,19 Euro sind die Aktien aber immer noch der stärkste SDAX- und TecDAX-Wert und entfernen sich mit großen Schritten vom erst kürzlich erreichten Jahrestief.

Chart vom 21.03.2022 Kürzel: SANT1
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