Um über 35 Prozent bis auf 12,38 Euro brachen Mitte letzter Woche die Aktien des österreichischen Technologiekonzerns und IT-Dienstleisters S&T AG ein, nachdem der Researchdienst Viceroy Research – der zum bekannten Leerverkäufer Fraser Perring gehört – in einem Bericht u.a. die Bilanzierung des Konzerns, die angepeilten Wachstumsziele und die Qualität von einigen der zuletzt übernommenen Unternehmen kritisierte.

Das Management von S&T hat bislang zu den Vorwürfen nur kurz Stellung genommen und angekündigt, die Vorwürfe so schnell wie möglich klären zu wollen. Dafür, so der Vorstand, benötige man aber etwas Zeit, da sich einige der Vorwürfe auf lange zurückliegende Compliance-Vorstöße beziehen.

Die Aktien konnten sich nach der Ankündigung wieder deutlich erholen und legten zwischenzeitlich bis auf 16,80 Euro zu.

S&T will Vorwürfe von Deloitte prüfen lassen

Um der Ankündigung, die Vorwürfe von Viceroy zu entkräften, Taten folgen zu lassen, hat der Vorstand der S&T AG nun die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte beauftragt, eine „externe forensische Prüfung“ durchzuführen. Außerdem kündigte S&T gestern an, einen externen und unabhängigen Experten als Chief Compliance Officer, der sich um die Bereiche Recht, Compliance und Governance kümmern soll, durch den Aufsichtsrat zu bestellen.

Weiter teilt S&T mit, dass die Prüfung durch Deloitte eine Zeit dauern dürfte, weshalb mit Ergebnisse, die die Vorwürfe von Viceroy entkräften können, nicht kurzfristig zu rechnen sein wird.

S&T-Aktien geben wieder kräftig nach

Auch wenn S&T explizit darauf verweist, dass es „operativ nach Plan läuft“ und sich der Konzern „im erwarteten Rahmen befindet und an den Prognosen für das laufende Geschäftsjahr festhält“, scheuen Anleger die anhaltende Unsicherheit bis zu einem möglicherweise entlastenden Ergebnis durch Deloitte.

Die Erholung nach dem kräftigen Kurseinbruch war damit gestern bereits wieder zu Ende und Aktien von S&T gaben bis zum Handelsschluss erneut kräftig um knapp fünf Prozent auf 15,15 Euro nach. 

Daran dürfte sich auch heute zum Start in den neuen Handelstag nur wenig ändern, S&T-Aktien notieren vorbörslich mit 15,18 Euro in etwa auf Vortagesniveau.

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