Heftig zur Sache ging es gestern bei den Aktien des österreichischen Technologiekonzerns und IT-Dienstleisters S&T AG. Die unter anderem im SDAX und TecDAX gelisteten Papiere brachen am gestrigen Handelstag unter hohem Volumen in der Spitze um 35 Prozent bis auf 12,38 Euro ein und konnten sich bis zum Handelsschluss nicht mehr erholen. Aus dem Handel gingen die Papiere mit einem Tagesverlust von 29,3 Prozent bei 13,24 Euro.

Für die Panikverkäufe der Anleger sorgte ein kritischer Bericht des Researchdienstes Viceroy Research, der zum Leerverkäufer Fraser Perring gehört. Fraser Perring dürfte vielen noch durch die Wirecard-Pleite und die Angriffe gegen den Leasinganbieter Grenke sein.

Im Bericht von Fraser Perring werden vor allem das angepeilte Wachstum von S&T, die Bilanzierung des Unternehmens und die Qualität von einigen der zuletzt übernommenen Unternehmen scharf kritisiert.

Inzwischen hat sich auch das Management von S&T zu Wort gemeldet und angekündigt, so schnell wie möglich Stellung zu den Vorwürfen von Fraser Perring zu nehmen. Dazu muss der Bericht aber in den nächsten Tagen erst ausführlich geprüft werden, da er wohl auch zahlreiche Vorwürfe enthält, die zum Teil schon recht lang zurückliegen.

Es dürfte also auch in den nächsten Tagen turbulent um S&T und den Aktien des Unternehmens zugehen. Wirklich vom gestrigen Absturz erholen wird sich der Aktienkurs allerdings erst, wenn die Vorwürfe komplett entkräftet werden können. Und das könnte, so hat es das Management bereits angekündigt, einige Zeit dauern.

Aktionäre von S&T brauchen deshalb in den nächsten Tagen weiter starke Nerven. Zumal die Aktien mit dem gestrigen Kurseinbruch auch die seit rund zwei Jahren laufende Seitwärtsbewegung zwischen 15 und 25 Euro mit Schwung nach unten durchbrochen haben.

In den heutigen Handelstag werden die Aktien jedenfalls nur wenig erholt starten, die vorbörsliche Indikation liegt aktuell mit 13,30 Euro nur geringfügig über dem gestrigen Schlusskurs.

S&T Aktie: Chart vom 17.12.2021
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