Ein kräftiges Auf und Ab mussten letztes Jahr die Aktionäre des zweitgrößten deutschen Softwarehauses Software AG verkraften; und auch der Start ins neue Jahr verlief durchaus turbulent.

Vor allem im Cloud-Bereich – dem Hoffnungsträger im Konzern – lief es im letzten Jahr nicht so wie erhofft, die Zahlen für das 3. Quartal 2021 fielen entsprechend schwächer als erwartet aus. Von Juli bis September 2021 ging das bereinigte Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um rund 33 Prozent zurück, der Gewinn konnte nur dank einer deutlich reduzierten Steuerquote im Jahresvergleich gesteigert werden. Zudem enttäuschte die Software AG zu diesem Zeitpunkt mit einem für 2021 nach unten korrigierten Auftragseingang auf nur noch 13 bis 17 Prozent (vorher: 15 bis 25 Prozent).

Und auch im vierten Quartal lief es nicht wirklich gut, der Konzernumsatz ging im Jahresvergleich um ein Prozent auf ein Prozent auf 234 Millionen Euro zurück, das EBITDA fiel um 28 Prozent auf 45 Millionen Euro.

Einen richtigen Paukenschlag gab es dann Ende November, als die Software AG bekannt gab, dass das Management verschiedene Optionen prüfe, zu denen auch ein Verkauf des gesamten Unternehmens gehöre. Wer als möglicher Käufer in Betracht kommt, ob es Interessenten gibt und wie der Fortschritt ist, wurde nicht bekannt gegeben. Aber schon die Nachricht über die Verkaufsabsichten sorgte damals für einen Kurssprung der Aktien von über 20 Prozent. Bereits ein Zeichen dafür, wie groß die Hoffnung der Anleger auf wieder bessere Zeiten für die Aktien der Software AG ist und wie begierig diese auf jede noch so kleine positive Nachricht regieren.

Insgesamt war die Entwicklung der Aktien im letzten Jahr ziemlich enttäuschend, denn die im TecDAX und MDAX gelisteten Aktien konnten 2021 ganz fünf Prozent zulegen. Ohne den Kurssprung nach der Nachricht über einen möglichen Verkauf der Software AG wäre die Jahresperformance sogar negativ ausgefallen.

Software AG will 2022 wieder deutlich zulegen

Nach dem eher durchwachsenen letzten Geschäftsjahr, in dem der Konzernumsatz nur um rund ein Prozent auf 834 Millionen Euro gesteigert werden konnte, das Konzern-EBITDA aber um acht Prozent auf 164 Millionen Euro fiel und der Konzerngewinn um neun Prozent auf 114 Millionen Euro zurückging, will die Software AG 2022 wieder deutlich zulegen.

Der Vorstandsvorsitzende des Konzerns kündigte bei der Präsentation der Zahlen für 2021 an, die Produktumsätze im laufenden Jahr um sieben bis elf Prozent zu steigern und dabei eine operative Ergebnismarge (EBITDA-Marge) von 20 bis 22 Prozent erzielen zu wollen. Das soll sowohl organisch wie auch durch gezielte Zukäufe erfolgen.

Aktien der Software AG können wieder zulegen

Seit Jahresbeginn haben die Aktien der Software AG weitere rund sechs Prozent verloren. Mit den nun vom Vorstand angekündigten Wachstumszielen für das laufende Jahr verbinden viele Anleger auch wieder die Hoffnung auf steigende Kurse und die Papiere starten heute mit einem Plus von rund zwei Prozent bei 33,60 Euro in den Handel.

Software AG: Chart vom 09.02.2022
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