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Die Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinnanstieg, das Kurs/Gewinn-Verhältnis ist eher günstig … aber die Aktie von Siemens Healthineers fällt. Und das beschleunigt sich momentan auch noch, was ist da los? Und wo könnte der Kurs stoppen?

Es scheint, als hätten die Short-Seller die Aktie zuletzt einfach „vergessen“, als sie andere Unternehmen aus dem übergeordneten Bereich Medizintechnik in Grund und Boden drücken, allen voran Sartorius und Carl Zeiss Meditec. Die Siemens Healthineers-Aktie hatte im Vergleich zu den beiden anderen Titeln bislang seit Jahresanfang deutlich weniger Boden preisgegeben, jetzt holt sie das auf. Fundamental unterfüttert ist dieser Abverkauf, der die Aktie gestern mit -6,55 Prozent zum DAX-Tagesverlierer machte, aber nicht … oder doch?

Bislang gibt es in der Tat keinen Grund, als sicher zu unterstellen, dass die bisherigen Annahmen zu Umsatz, Marge und Gewinn falsch sind und nach unten korrigiert werden müssen. Da die Konjunktur derzeit beginnt, in die Knie zu gehen und es gute Gründe gibt zu erwarten, dass sich der Abstieg intensivieren wird, kann man zwar vermuten, dass auch die Medizintechnik-Branche das zu spüren bekommt, aber:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Siemens Healthineers Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Zum einen weiß niemand, wie massiv der Abstieg der Weltwirtschaft sein wird und wie sehr die Branche davon wirklich betroffen sein könnte. Zum anderen hat man das ja jetzt langsam in den Kurs eingepreist, immerhin hat die Aktie seit Jahresanfang in etwa 30 Prozent verloren. Da ist also schon ziemlich viel „Worst Case-Szenario“ drin. Genug, um bei der Frage, ob man jetzt noch Short gehen sollte, skeptisch zu sein. Aber wird das die Short-Seller davon abhalten, weiter auf die Aktie zu drücken? Immerhin ist es kurzfristigen Tradern ja in der Regel völlig egal, ob sie, ob auf der Long- oder Short-Seite, parallel zur fundamentalen Lage agieren oder nicht, Hauptsache, das Momentum der Bewegung bleibt hoch.

Eine Untertreibung wäre daher in der Tat nicht auszuschließen, aber gerade weil die Short-Seller meist rein chart- und markttechnisch orientiert agieren, könnte das vorläufige Tief schon recht nahe sein. Der Selloff gestern belegt diese enge charttechnische Orientierung, denn er kam nicht auf Basis negativer Nachrichten zustande, sondern weil die Siemens Healthineers-Aktie die wichtige, im Mai noch verteidigte Supportzone 49,36/49,99 Euro durchschlagen hatte. Das sorgte für Stop Loss-Verkäufe und neue Short-Trades. Aber damit ist der Kurs schon recht überverkauft … und steuert auf eine weitere potenzielle Unterstützungszone zu, die, weil es sich dabei um eine Kreuzunterstützung handelt, solider ist:

Es geht um den Bereich 44,16/45,17 Euro, der momentan auf einer Höhe mit der unteren Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrendkanals liegt. Es wäre gut möglich, dass die Bären dort beginnen würden, ihre Positionen einzudecken, sprich zu kaufen. Sollte Siemens Healthineers diesen Bereich in Kürze erreichen, wäre ein Abprallen in dieser Zone nach oben durchaus eine Gelegenheit für risikofreudige Trader, sich hoch spekulativ (weil gegen den übergeordneten Trend) einen kleinen Long-Trade zu überlegen.

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