Die Lage beim Energiekonzern Siemens Energy bleibt unverändert angespannt, und Schuld daran ist weiterhin vor allem die Windenergie-Tochter Siemens Gamesa. Denn dort läuft es alles andere als rund: Neben Lieferengpässen und gestiegenen Rohstoffpreisen leidet Siemens Gamesa auch unter Problemen bei der Installation von Windturbinen an Land (On-Shore) und Projektverzögerungen und verliert deshalb weiter kräftig Geld.

Deshalb musste Siemens Gamesa im Januar bereits bei der Vorlage enttäuschender Quartalszahlen seine Gesamtjahresprognose deutlich nach unten korrigieren, was auch bei Siemens Energy (hält rund 67 Prozent der Anteile an Gamesa) zu einer Prognosekorrektur führte. Bei Siemens Energy hat man zuletzt reagiert und sich vom Gamesa-CEO Andreas Nauen getrennt, der ab 1. März 2022 durch den erfahrenen Energiemanager Jochen Eickholt ersetzt werden soll und dem man zutraut, das Ruder bei Gamesa herumzureißen.

Dreistelliger Millionenverlust im 1. Quartal verbucht

Für das erste Quartal des abweichenden Geschäftsjahres 2021/2022 meldet Siemens Energy heute einen Umsatzrückgang von 11,4 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro, vor allem aufgrund von Verschiebungen des zeitlichen Ablaufs von Großprojekten sowie der angespannten Lieferkettensituation.

Das angepasste operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) betrug minus 57 Millionen Euro, in der vergleichbaren Vorjahresperiode konnte noch ein Plus von 243 Millionen Euro erzielt werden.

Der Verlust nach Steuern fiel – vor allem aufgrund der bereits angesprochenen Entwicklung bei Siemens Gamesa – auf 240 Millionen Euro, im vergleichbaren Vorjahresquartal konnte noch ein Gewinn von 99 Millionen Euro verbucht werden.

Gesamtjahresprognose wird angepasst

Bereits im Januar – nachdem Siemens Gamesa seine Jahresprognose anpassen musste – hat auch Siemens Energy reagiert und seine Schätzungen für 2022 ebenfalls korrigiert.

Der Vorstand geht aktuell von einer Umsatzentwicklung im Bereich von minus zwei bis plus drei Prozent und einer angepassten EBITDA-Marge vor Sondereffekten von plus zwei bis plus vier Prozent aus.

Aktie von Siemens Energy startet behauptet in den Handel

Nachdem die im deutschen Leitindex DAX gelisteten Aktien von Siemens Energy bereits im letzten Jahr rund 25 Prozent an Wert verloren haben, setzt sich die Talfahrt auch 2022 fort: Seit Jahresbeginn gaben die Papiere weiter 15 Prozent nach und gehören damit erneut zu den schwächsten DAX-Werten.

Die heute veröffentlichten Zahlen sowie die Gesamtjahresprognose waren den meisten Anlegern allerdings bereits bekannt und größtenteils im Kurs enthalten. Deshalb können Aktien von Siemens Energy heute sogar mit einem kleinen Plus von 0,3 Prozent bei 19,20 Euro in den Handel starten.

Siemens Energy Aktie: Chart vom 09.02.2022
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