Ein kräftiges Plus am vergangenen Freitag und Anschlusskäufe heute: Die Sartorius-Aktie hätte die Chance, endlich aus ihrem scheinbar endlosen Abwärtstaumel zu entkommen. Aber noch sind die entscheidenden Hürden nicht überwunden. Das wird jetzt also spannend!

Es war keine gewaltige Heraufstufung, aber in einem Abwärtstrend greifen die verbliebenen Bullen ja nach jedem Strohhalm: Die UBS stufte die Aktie des Medizintechnikunternehmens Sartorius von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch und nahm das Kursziel immerhin um zehn Euro, von 400 auf 410 Euro, nach oben. Das folgte einem kräftigen Kursgewinn vom Freitag, als die Aktie mit einem Zugewinn von 7,42 Prozent endlich auch mal wieder oben in der DAX-Gewinnerliste auftauchte. Und eigentlich könnte es das Signal zum Aufbruch sein, denn:

Die Ende April vorgelegten Quartalsergebnisse waren ja tadellos. Umsatz und Gewinn waren in den ersten drei Monaten 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal erheblich gestiegen. Und die Prognose wurde bestätigt, die mit einem Umsatzanstieg zwischen 15 und 19 Prozent und einer EBITDA-Marge von ca. 34 Prozent (2021: 27,4 Prozent) deutliche Gewinnsteigerungen avisiert. Während die Aktie zuletzt wie auf Schienen fiel. Was bedeutet:

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Expertenmeinung: Die zuvor massiv überbewertete Aktie, die 2021 zeitweise ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) weit über 100 erreichte, wäre, wenn die Gewinnerwartungen so auch eintreffen, mit einem KGV von derzeit 40 nicht nur fair, sondern günstig bewertet. Da fragt man sich schon: Worauf warten die Anleger, um hier zuzugreifen?

Aber es ist beileibe kein neues Phänomen, dass viele eine Aktie, bei der sie auf der Long-Seite auf die Nase gefallen sind, erst einmal nicht mehr anfassen mögen. Vor allem dann nicht, wenn eine Abwärtsbewegung so lange anhält, so weit führt und man dadurch mit Zukäufen in fallende Kurse hinein Verlust gemacht hat. Das müsste erst einmal eine klare Aufwärtswende her. Die „in Arbeit“ sein könnte. Aber da bleibt eben, noch, das Wort „könnte“.

Da die unternehmenseigene Gewinnprognose im Zuge der Bilanz-Vorlage seitens Sartorius unterfüttert wurde, indem man betonte, dass man erwartet, die höheren Kosten an die Kunden weitergeben zu können und in Sachen Energieversorgung imstande sei, auch schwierigere Situationen zu meistern, darf man zwar vermuten, dass der Knoten hier über kurz oder lang platzt. Aber es wäre riskant, da bereits auf Verdacht zuzugreifen, solange das Chartbild kein grünes Licht liefert. Denn bereits im März wäre die Überbewegung schon abgebaut gewesen, trotzdem wurde eine Erholung abverkauft und vergangene Woche mit 303,55 Euro ein neues Jahrestief markiert.

Worauf es jetzt ankommt, ist der Kreuzwiderstand im Bereich 345/360 Euro, bestehend aus den Tiefs vom März, der 20-Tage-Linie sowie der zu Jahresbeginn etablierten Abwärtstrendlinie. Über diese Zone muss die Aktie auf Schlusskursbasis hinaus, dann wäre die Chance da, eine größere Gegenbewegung zu schaffen und aus ihr dann im Idealfall eine Aufwärtswende zu kreieren. Da der Kurs am Montag in dieser Zone erst einmal auf Abgaben traf und dann zwar im Plus, aber klar unter Tageshoch schloss, bedeutet das für das bullische Lager: Jetzt müsste sofort nachgesetzt werden … denn wenn da jetzt kein Ausbruch nach oben erfolgt, dürften die Short-Seller sofort wieder aktiv werden.

Sartorius-Aktie: Chart vom 16.05.2022, Kurs 342,40 Euro, Kürzel SRT3 | Online Broker LYNX
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