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Als größter Verlierer im SDAX beendeten die Aktien des Stahlkonzerns Salzgitter den gestrigen Handelstag, nachdem die Analysten der US-Bank JPMorgan ihre Einstufung von „Neutral“ auf „Underweight“ reduziert und das Kursziel kräftig von 44 auf nur noch 31,60 Euro gesenkt hatten. Die Analysten begründeten ihre Entscheidung vor allem mit „gesunkenen Preisen und Profitabilität sowie hohen Lagerbestände in China und mauen Wirtschaftsaussichten“, weshalb der Stahlbranche ein „wenig behaglicher Sommer“ drohen dürfte. Die Anleger zogen die Reißleine und Salzgitter-Aktien brachen gestern mehr als elf Prozent auf 25,56 Euro ein.

Auch mittelfristig hellt sich das Bild nicht wirklich auf, denn seit dem im März erreichten Jahreshoch bei 48,76 Euro summieren sich die Kursverluste in den letzten drei Monaten inzwischen auf über 47 Prozent.

Etwas Erholung von den jüngsten Kursabstürzen erhoffen sich die Anleger heute von der gestern Nachmittag bekannt gegebenen Erhöhung der Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr.

Höherer Jahresgewinn dank guter Stahlnachfrage und höheren Preisen

Wie das Salzgitter-Management gestern Ad-hoc seine Aktionäre (und auch alle anderen Interessierten) informiert, profitiert der Stahlhersteller in seinen Geschäftsbereichen Stahlerzeugung und Handel von den „deutlich gestiegenen Preisen und der Nachfrageentwicklung für sämtliche Stahlprodukte“.

Und obwohl man für die zweite Jahreshälfte „aufgrund der jüngsten Konsolidierung der Stahlpreise“ mit einem Rückgang der zuletzt überdurchschnittlichen Margen ausgeht, hebt Salzgitter auf Basis der sich abzeichnenden Halbjahresergebnisse seine Umsatz- und Ergebnisprognose an.

Der Jahresumsatz soll im laufenden Geschäftsjahr auf bis zu 13 Milliarden Euro steigen (bislang: 11 Milliarden Euro), der Gewinn vor Steuern (EBT) auf 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro zulegen (bisherige Erwartung: 750 bis 900 Millionen Euro).

Der Return on Capital Employed (ROCE), also die Rendite auf das eingesetzte Kapital, soll leicht über dem Vorjahreswert liegen, nachdem diese bisher auf Vorjahresniveau erwartet wurde.

Unterstellt wird bei der nach oben angepassten Prognose, dass Rohstoff- und Energiekosten auf dem aktuellen Niveau verharren und ein weiterhin uneingeschränkter Zugang zu Erdgas als Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Produktion gewährleistet ist.

Anleger bleiben weiterhin zurückhaltend

Trotz der guten Nachricht bleiben die Anleger weiterhin zurückhaltend. Salzgitter-Aktien, die vorbörslich noch um bis zu zwei Prozent zulegen konnten, starten mit einem kleinen Abschlag von 0,5 Prozent bei 25,44 Euro in den Handelstag.

Salzgitter Aktie - Chart vom 23.06.2022
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