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Obwohl die Ergebnisse des Nutzfahrzeugherstellers SAF-Holland im letzten Geschäftsjahr durchweg positiv ausfielen, enttäuschte der Konzern die Anleger mit einem sehr vorsichtigen Ausblick auf das laufende Jahr. 

Die Anleger zogen daraufhin die Reißleine und die im SDAX notierten Aktien brachen zweistellig ein und beendeten damit auch bereits wieder die Anfang März gestartete kleine Erholungsrally.

SAF-Holland kann Umsatz und Ergebnis deutlich steigern

Aufgrund der hohen Nachfrage konnte SAF-Holland den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp 30 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro steigern (Vorjahr: 960 Millionen Euro) und damit die eigene Prognose erreichen.

Prozentual noch stärker legte das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) zu, das um 58,4 Prozent auf 93,1 Millionen Euro gesteigert wurde (Vorjahr: 58,8 Millionen Euro). Damit verbesserte sich die EBIT-Marge deutlich von 6,1 Prozent auf 7,5 Prozent.

Einen Sprung von 170 Prozent auf 0,81 Euro pro Aktie machte im abgelaufenen Geschäftsjahr das unverwässerte und unbereinigte Ergebnis je Aktie (Vorjahr: 0,30 Euro pro Aktie). 

Aktionäre sollen wieder Dividende erhalten

Vom sehr guten Ergebnis im letzten Jahr sollen auch die Aktionäre profitieren. Deshalb schlagen Vorstand und Aufsichtsrat von SAF-Holland der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,35 Euro pro Aktie vor, nachdem diese im Vorjahr noch ausgefallen war.

Beim aktuellen Kurs der SAF-Holland-Aktie entspricht das einer Dividendenrendite von rund vier Prozent.

Sehr vorsichtiger Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr

Als „schwer abschätzbar“ bewertet der Vorstand von SAF-Holland momentan die makroökonomischen Auswirkungen aus der weiter andauernden Corona-Krise sowie dem bewaffneten Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Zudem sind die Auswirkungen des Konflikts auf die Lieferketten, Rohstoffpreise, Inflation und die globale BIP-Entwicklung nicht absehbar.

Der Vorstandsvorsitzende Alexander Geis erwartet deshalb, dass „der beispiellose Anstieg der Rohstoff-, Energie- und Frachtkosten erste einmal erhalten bleiben wird“. Deshalb schätzt er das laufende Geschäftsjahr – vor allem das erste Quartal 2022 – als herausfordernd ein und gibt sich entsprechend vorsichtig.

Aktuell wird für 2022 ein Umsatzanstieg in der Größenordnung von 1,15 bis 1,3 Milliarden Euro erwartet, die bereinigte EBIT-Marge dürfte deutlich unter dem Vorjahr liegen.

SAF-Holland-Aktien brechen zweistellig ein

An der Börse wird Zukunft gehandelt, deshalb richteten die Anleger bei der Vorlage der Zahlen ihren Fokus vor allem auf den Ausblick. Und da der überaus vorsichtig ausfiel und eventuell sogar mit einer Verschlechterung der Profitabilität zu rechnen ist, trennten sie sich viele von ihren Papieren und die Aktien von SAF-Holland brechen am gestrigen Handelstag um 14,2 Prozent auf 8,79 Euro ein und liegen damit zum Handelsschluss weit abgeschlagen am Ende des SDAX. 

Damit endet auch schon wieder die Anfang März begonnene kleine Zwischenerholung und die Aktien bewegen sich wieder in Richtung des bisherigen Jahrestiefs bei 8,20 Euro, nachdem die Papiere Anfang des Jahres noch zu Kursen um die 13 Euro gehandelt wurden.

SAF-Holland Aktie: Chart vom 18.03.2022
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