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Aktien von Energieerzeugern, egal ob diese Strom aus fossilen Brennstoffen oder über Erneuerbare Energien erzeugen, bleiben im aktuellen Umfeld weiterhin hochvolatil. 

Das hat der gestrige Handelstag wieder eindrucksvoll bewiesen, als Erzeuger von grünem Strom wie RWE, Encavis oder PNE, die in den letzten Tagen aufgrund der Diskussionen über eine Übergewinnsteuer kräftig unter Druck geraten waren (dazu berichteten wir bereits ausführlich hier), teils zweistellig nach oben sprangen. 

EU will Preisobergrenze für nicht mittels Gas erzeugten Strom 

Grund dafür waren Berichte in Tageszeitungen wie der „Financial Times“ oder dem „Handelsblatt“ über Pläne der EU-Kommission zur Einführung einer Preisobergrenze für Strom, der nicht mittels Gas erzeugt wird. Dieser Preis soll wohl bei 200 Euro pro Megawattstunde liegen und damit deutlich höher, als von Experten erwartet. Das würde es Erzeugern von grünem Strom wie eben RWE, Encavis oder PNE Wind ermöglichen, auch zukünftig gewinnorientiert zu arbeiten.

Liegen die Preise über der Preisobergrenze, dann sollen die damit erwirtschafteten Gewinne nach Plänen der EU durch die einzelnen EU-Länder eingesammelt und an die Verbraucher umverteilt werden, z.B. über einen vergünstigen Basisverbrauch an Strom.

Die Idee hinter den Plänen: Die Erzeugung von grünem Strom ist trotz der Explosion der Energiepreise nicht wesentlich teurer geworden, was den Unternehmen erhebliche Übergewinne beschert, die diese „eher zufällig“ erzielen. Diese Übergewinne sollen dazu genutzt werden, die Verbraucher zu entlasten. Auf der anderen Seite dürften die Erzeuger von grünem Strom aber auch nicht daran gehindert werden, Gewinne zu erzielen, um die Investitionen und Innovationen in diesem Bereich nicht abzuwürgen, sondern im Gegenteil, weiter zu forcieren. 

Denn nichts wäre in der aktuellen Situation kontraproduktiver, als Erzeuger von regenerativer Energie dafür zu bestrafen, dass diese von Russland unabhängigen und sauberen Strom erzeugen.

Aktien von Energieerzeugern legen kräftig zu

Bei den Anlegern kommen die Spekulationen über eine mögliche Strompreisobergrenze jedenfalls gut an: Die im DAX notierten Aktien des Energieversorgers RWE, der in den letzten Jahren seine Stromerzeugung konsequent auf regenerative Energien umgestellt hat, sprangen am Mittwoch in der Spitze um mehr als elf Prozent nach oben und gingen mit einem Plus von immer noch sieben Prozent aus dem Handel. 

Heute können die Aktien aber nicht an die starken Kursgewinne von gestern anknüpfen und verlieren aktuell rund zwei Prozent auf 40,21 Euro.

Die im MDAX notierten Aktien des Windstrom- und Solarstromproduzenten Encavis schlossen gestern sogar zehn Prozent höher. Damit haben die Papiere einen Großteil der Kursverluste der letzten Woche bereits wieder aufgeholt. 

Auch hier nehmen heute einige Anleger Gewinne mit und die Papiere geben leicht um 0,6 Prozent auf 21,41 Euro nach. 

Zulegen konnten gestern auch die im SDAX gelisteten Aktien des Windparkbetreibers PNE AG, die im Vergleich zu den anderen Werten mit 3,3 Prozent allerdings nur moderat höher schlossen. Hier greifen die Anleger aber auch heute weiter zu und die Papiere verteuern sich um 0,6 Prozent auf 16,32 Euro. Damit erhöhen sich die Kursgewinne den letzten fünf Jahren auf beeindruckende 540 Prozent und das ist in diesem Zeitraum SDAX-Spitze.

RWE-Aktie: Chart vom 08.09.2022, Kürzel RWE | Online Broker LYNX
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