Weiter kräftig bergab geht es mit den Aktien des US-Elektroautobauers Rivian. Am Freitag rutschten die Papiere des einstigen Börsenstars an der US-Technologiebörse um rund sieben Prozent auf das neue Rekordtief bei 47,39 US-Dollar ab. 

Damit haben die Papiere seit ihrem Börsengang am 10. November letzten Jahres – Rivian-Aktien starten beim größten US-Börsengang des letzten Jahres mit einem Kurs von 106,75 US-Dollar in den Handel – bereits mehr als 55 Prozent an Wert verloren. Noch heftiger fallen die Kursverluste allerdings aus, wenn man das am 16. November 2021 erreichte Allzeithoch von 179,47 als Berechnungsbasis nimmt, denn dann summieren sie sich bereits auf ca. 74 Prozent.

Die Marktkapitalisierung des selbst ernannten Tesla-Konkurrenten, die noch im November letzten Jahres in der Spitze fast 160 Milliarden US-Dollar erreichte, liegt aktuell nur noch bei 42 Milliarden US-Dollar.

Und die Zeichen stehen momentan nicht unbedingt auf Erholung. Zum einen leidet auch die Rivian-Aktie unter dem insgesamt sehr schwachen Gesamtmarktumfeld aufgrund geopolitischer Risiken, der sich abzeichnenden Zinswende und einer deutlich eingetrübten Stimmung für Technologiewerte. 

Rivian kündigt kräftige Preiserhöhungen an

Zum anderen kommen auch aus dem Unternehmen selbst keine sehr erfreulichen Nachrichten. Denn Anfang März teilte Rivian mit, die Preise für seine E-Autos wegen „gestiegener Materialkosten und der hohnen Inflation“ um 17 bis 21 Prozent erhöhen zu müssen. Das löste bei den Kunden eine Welle der Empörung und zahlreiche Bestellstornierungen aus. Rivian ruderte zumindest soweit zurück, dass der Preis für bereits bestellte Autos unverändert bleibt. Trotzdem ist damit bei der Kundschaft und bei den Aktionären viel Vertrauen zerstört worden.

Aber nicht nur verärgerte Kunden hat sich Rivian mit der kräftigen Preiserhöhung eingebrockt, sondern – so berichten es verschiedene Medien – damit auch die US-Börsenaufsicht auf den Plan gerufen. Denn die versucht nun herauszufinden, ob Rivian nicht schon vor dem Börsengang die Preiserhöhung geplant hatte und die Preise nur deshalb nicht erhöht hat, um die Verkaufszahlen nicht zu gefährden. Sollte die SEC tatsächlich dahingehende Anhaltspunkte finden, könnte Rivian neuer Ärger von Aktionären drohen, die sich von den zum Börsengang vorgelegten Zahlen getäuscht sehen.

An der Börse haben die Anleger bereits ihr Urteil gefällt. Und blickt man auf die vorbörsliche Indikation von Rivian-Aktien, dann dürften die Papiere auch in die neue Börsenwoche erneut schwächer starten und damit auch auf ein neues Rekordtief fallen. Und sind auf dem aktuellen Niveau im Vergleich zu „traditionellen Autobauern“ aber immer noch ambitioniert bewertet.

Rivian Aktie: Chart vom 07.03.2022
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