Die Geschäfte beim Sportartikelhersteller und Modekonzern Puma laufen weiter hervorragend, wie die heute vorgelegten Rekordzahlen für das letzte Geschäftsjahr eindrucksvoll beweisen, die aber in der Größenordnung aber auch erwartet wurden. Besonders genau schauten die meisten Beobachter dagegen auf den Ausblick des Konzerns, der auch zukünftig weiter kräftig zulegen will.

Umsatz und Ergebnis erreichen 2021 neue Rekordmarken

Nachdem Puma im letzten Jahr mehrfach seine Jahresprognose nach oben geschraubt hatte, konnte 2021 beim Umsatz mit einem währungsbereinigten Anstieg von 32 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro ein neuer Rekord erzielt werden. Mit rund 54 Prozent Wachstum legte dabei die Region Amerika besonders kräftig zu.

Ein Sprung von 165 Prozent auf 557 Millionen Euro (Vorjahr: 209 Millionen Euro) gelang Puma beim operativen Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBIT) und erreicht damit auch das bislang höchste Niveau in der Unternehmensgeschichte. Die EBIT-Marge verbessert sich damit von 4,0 auf 8,2 Prozent. Das Konzernergebnis legt sogar um 290 Prozent auf 309 Millionen Euro zu (Vorjahr: 78,9 Millionen Euro).

Wachstumsdynamik schwächt sich im vierten Quartal 2021 etwas ab

Im vierten Quartal 2021 schwächte sich die Wachstumsdynamik allerdings deutlich ab, der Umsatz wuchs währungsbereinigt von Oktober bis Dezember 2021 um 14,3 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich nur noch leicht um 2,7 Prozent auf 65 Millionen Euro, die EBIT-Marge fiel sogar von 4,2 Prozent im vergleichbaren Vorjahresquartal auf 3,7 Prozent. 

Dividende soll auf 0,72 Euro pro Aktie steigen

Angesichts der im letzten Jahr erzielten Rekordwerte schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 0,72 Euro pro Aktie vor. 

Die Ausschüttungsquote steigt damit auf 34,8 Prozent (Vorjahr: 30,3 Prozent) und steht damit im Einklang mit der Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung von 25 bis 35 Prozent des Konzernergebnisses vorsieht.

Vorsichtiger Ausblick auf das laufende Jahr

Nachdem sich bereits das Wachstum im vierten Quartal gegenüber dem Gesamtjahr spürbar abgeschwächt hat, sieht der Vorstand von Puma den Konzern auch im laufenden Jahr weiter wachsen, liegt aber mit seiner Prognose deutlich unter den im letzten Jahr erreichten Zuwächsen bei Umsatz und Ertrag. 

Vor allem die weiterhin bestehenden Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie, politische Spannungen sowie Einschränkungen in der Lieferkette könnten Risiken für das zukünftige Unternehmenswachstum sein.

Für 2022 stellt Puma ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent und ein EBIT in einer Bandbreite von 600 bis 700 Millionen Euro in Aussicht (2021: 557 Millionen Euro).

Puma-Aktien starten schwächer in den Handel

Sehr gut entwickelten sich im letzten Jahr Puma-Aktien, die von Januar bis Dezember rund 17 Prozent auf 107,50 Euro zulegen und Mitte November bei 115,40 Euro sogar ein neues Allzeithoch markieren konnten.

Durchwachsener verlief dagegen der Start ins neue Börsenjahr für die seit September letzten Jahres sogar im deutschen Leitindex DAX gelisteten Aktien, die seit Jahresbeginn rund 18 Prozent an Wert verloren haben.

In den heutigen Handelstag starten Puma-Aktien erneut schwächer und verlieren nach dem eher zurückhaltenden Ausblick auf das laufende Jahr aktuell rund ein Prozent auf 87,60 Euro

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