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Es ist schon ein rauer Wind, der dem Windanlagenbauer Nordex aktuell entgegenweht: Erst kürzlich wurde der Konzern Opfer eines Hackerangriffs, mit dessen Nachwirkungen Nordex immer noch zu kämpfen hat. Deshalb konnte der Quartalsabschluss nicht pünktlich erstellt und vorgelegt werden, mit dem Ergebnis, dass Nordex gestern deshalb sogar seinen Platz im TecDAX und SDAX räumen musste.

Operativ leidet der Konzern unter den hohen Rohstoff-, Energie- und Transportkosten, die vor allem durch den Ukraine-Konflikt und die weltweiten Störungen in den Lieferketten verursacht werden, weshalb Nordex im ersten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht ist.

Das geht alles nicht spurlos an den Aktien vorbei, die weiter im Sinkflug bleiben und zuletzt immer neue Jahrestiefs markiert haben.

Umsatz geht deutlich zurück, Quartalsverlust fast verdreifacht

Entsprechend schwach fielen die heute – später als ursprünglich angekündigt – vorgelegten Zahlen im ersten Quartal aus. 

Der Konzernumsatz sank von Januar bis März 2022 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um 25 Prozent auf 933 Millionen Euro (Q1/2021: 1,25 Milliarden Euro). Als Hauptgrund für den Rückgang nennt Nordex „die geplante Produktionsumstellung auf andere Blätter“ sowie eine „witterungsbedingte geringere Installationsleistung“.

Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) und vor Neuausrichtungskosten brach auf -52 Millionen Euro ein, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Plus von 10,4 Millionen Euro erwirtschaftet wurde. Die EBITDA-Marge fiel damit auf -5,6 Prozent nach +0,8 Prozent in Q1/2021.

Richtig tief in die roten Zahlen rutschte Nordex beim Konzernergebnis, das von -54,7 Millionen Euro im ersten Quartal 2021 auf -150,5 Millionen Euro einbricht.

Korrigierte Gesamtjahresprognose wird bestätigt

Bereits Mitte Mai hat Nordex die Gesamtjahresprognose aufgrund „gestiegener Visibilität“ aktualisiert und bestätigt diese heute im Rahmen der Quartalszahlen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Nordex-Management einen Konzernumsatz von 5,2 bis 5,7 Milliarden Euro, die EBITDA-Marge soll zwischen minus vier und null Prozent liegen.

Nordex Aktie erreicht neues Jahrestief

Erwartungsgemäß kamen die heute vorgelegten Quartalszahlen bei den Anlegern nicht wirklich gut an. 

Nordex-Aktien brechen zum Handelsstart um 12 Prozent auf 8,13 Euro ein und markieren damit ein neues Jahrestief. Davon können sich die Papiere im Handelsverlauf zwar wieder erholen, liegen kurz vor Handelsschluss aber immer noch mehr als acht Prozent im Minus bei 8,53 Euro.

Seit Jahresbeginn summieren sich die Kursverluste damit bereits auf 35 Prozent, seit dem Anfang März erreichten Jahreshoch bei 18,73 Euro sogar schon auf über 50 Prozent.

Nordex Aktie: Chart vom 21.06.2022
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